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Vitovalor PT2 in Kombination mit einem Vitocell SVPB 750 l

Hallo in die Runde.  

Ich suche auf diesem Weg den Expertenrat, da ich über meine Heizungsbaufirma an einer relevanten Stelle kurz vor dem Umbau unserer Heizungsanlage nicht weiterkomme. Alle Komponenten sind bereits vor Ort, was in diesen Zeiten nicht selbstverständlich ist. ( meine Bestellung habe ich am 23.7.21 bereits in Auftrag gegeben ; Lieferung 31.3.22 ) Da sich die allgemeine Gaspreislage  nun doch durch die Krisenumstände in Europa verschärfen wird, möchte ich ein Hybrid -System im doppelten Sinn einbauen. Dieses soll aus mehreren Energieträgern bestehen . Dort liegt jetzt das Problem in der Umsetzung . Über den Außendienstmitarbeiter der Weltfirma  Viessmann wurde mir als Käufer der Anlage mitgeteilt, dass die Anlagenschemen nicht für diese Option vorliegen.

 Das heißt konkret, anstatt der vorgesehenen hydraulischen  Weiche, einen Pufferspeicher einzubauen ( der ist ja eine " große" hydraulische Weiche ) würde schon mal nicht gehen. Dahin möchte ich aber gerade weil es Sinn macht, den Überschuss an PV Strom stecken und auch über einen Holzkessel den oberen Teil des Puffers beladen, wenn ich Lust und Zeit dazu habe. ( das Thema ist jetzt bei den Gaspreisen noch zusätzlich interessant ,  Zuheizen mit heimischen Rohstoffen )  Der Vitocell hat mehrere Messpunkte für Thermometer und in der Serviceanleitung von PT2 auf Seite 68 wird das als mögliches Anlagenschema mit aufgeführt. Deswegen meine Frage? Es muss sich doch intelligent lösen lassen , damit gerade die Brennstoffzelle (BZ) im Sommer  durchlaufen kann, wenn nur etwas PV Leistung (max. 2.5 kw) über die Mittagszeit in den Puffer geht und die Heizkreise keine Wärme anfordern .Wenn gleichzeitig der interne Warmwasserspeicher warm genug ist, sollte die Überschusswärme in den Puffer eingespeist werden, ohne das die BZ abschaltet. 

 

Mit freudl. Grüßen euer hypridfan

6 ANTWORTEN 6

Hallo hypridfan,

es gibt von uns als Hersteller kein freigegebenes Schema in Verbindung mit einer PT2 und zusätzlichen Wärmeerzeugern bzw. einem Pufferspeicher. Dies ist nur in Verbindung mit einer Vitovalor PA2 möglich. 

Die PT2 hat, anders als eine Kombination aus einem einzelnen Vitodens in Verbindung mit einer PA2, ein spezielles Energiemanagement. Wenn die hydraulische Weiche durch einen Pufferspeicher ersetzt wird, hat dies zur Folge, dass kältere Rücklauftemperaturen aus dem unteren Teil des Puffers in den Rücklauf fließen. Die Rücklauftemperaturen sinken ab, wodurch der Rücklaufsensor die Leistung am Vitodens anhebt. Demzufolge moduliert er in der Leistung hoch, um die Heizkreise zu sättigen. Das wiederum führt dazu, dass die Brennstoffzelle kaum mehr Laufzeiten bekommt. 



 

Viele Grüße
Patrick vom Customer-Care-Team

Hallo Patrick 

 

Danke für Deine Erklärung, die sich für mich jetzt auch sehr überraschend liest. Bis jetzt hatte ich vom Viessmann -Vertreter meines Heizungsbaufachbetriebes einen anderen Zustand beschrieben bekommen ( in mündlicher Form ).

 

Faktencheck  Nr. 1 : Er meint, die BZ könnte nicht durchweg arbeiten (bis auf die Regenerationsphase ),wenn über den Puffer im Rücklauf eine Rücklauftemperatur von mehr als 42 Grad ankommen würde . Dieser Fall könnte eintreten, wenn der Holzkessel den Puffer sozusagen im unteren Teil erwärmt hat.  Die BZ geht dann aus. Das soll verhindert werden, denn dann würde ihre  Wirkarbeit nicht zum vollen Einsatz kommen. Das sollte technisch aber in den Griff zu bekommen sein.

Lösungsansatz: In beiden Fällen, ob Rücklauf zu warm oder zu kalt kann das über einen Mischer im Rücklauf, der eine Temperaturvorgabe erhält,  von vorn herein bewerkstelligt werden.  Die andere Seite der Medaille ist, dass nach Deiner Aussage der Vitodens in diesem Fall nicht nachmodulieren muss, da der Puffer ja warm ist. (Gaseinsparung)

 

Faktencheck Nr. 2:  Im Viessmann Systembrowser unter der NR.4802397 gibt es ein Schema mit Pufferspeicher, dass muss nur angepasst werden an solche Zukunftszenarien . Wenn ich mich nicht irre, stammt das Schema aus dem Jahr 2019.  Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass ich der einzige Endkunde  bin, der diese Ansprüche an seine Heizung 2022  in dieser Errichtungsform stellt. Ich schlage darum eine Überprüfung der Pläne vor und biete mich gleichzeitig als Partner an, dies bezüglich in einem Pilotprojekt mit meiner neu zu errichtenden Anlage.

 

Faktencheck Nr. 3:  Die  Wahl fiel mit Absicht auf einen Vitocell  100 -E SVPB750l,  da er zur Überwachung  4 Messpunkte hat und auch genug Ein bzw. Ausgänge zur jeweiligen Schichtung .  

 

Ich hoffe, dass  Du mir mit konstruktiven Lösungsansätzen helfen kannst . Bisher höre ich immer, was nicht  vorgesehen ist. Ich bin mal optimistisch und verbleibe mit besten Grüßen        Hypridfan

 

 

Hallo Viessmann, 

wir möchten uns der Frage anschließen. Oft haben wir in der Recherche gehört - geht nicht mit der vitovalor. 
wir hoffen das ändert sich bald und es kommen konstruktive Vorschläge/Schemen wie die vitovalor sinnvoll erweitert wird. 
die Frage hier mit dem Puffer ist exzellent! 
viele wollen sicher eine ähnlich flexible Lösung um mit diversen energiequellen die Vitovalor zu unterstützen. 

bitte bleibt dran 

Mit freundlichen Grüßen 

Daniel Pfeffer 

 

Hallo Patrick

Zusatz Faktencheck Nr.1: Im technischen Datenblatt der BZ stehen zwei  Angaben . Einmal die mind. Temperatur des Rücklaufs von 6°C und die max. von < 50°C . Damit heißt es  dort auch ,dass die Spreizung von Vorlauf- und Rücklauftemperatur wichtig ist für die mögliche Laufzeit der BZ . Wenn aber die Wärme nicht in einen Puffer kann, bedeutet das im Umkehrschluss das die BZ aus geht, weil in der warmen Jahreszeit nur Warmwasser gezapft wird.  Der interne Trinkwasser-Speicher auch irgendwann eine Rücklauftemperatur von 50°C  zurück schickt.  In meiner Vorstellung ,wenn die Annahme richtig ist, kann ich die Elektrische Energie nur nutzen bei langer Laufzeit der BZ .  Der Betrieb des BZ -moduls wird auf Seite 151 beschrieben ,Serviceanleitung PT2.   Dort steht erzeugte Wärmeenergie wird in den Trinkwasser- Speicher oder in die Heizkreise abgeführt.  Gibt es eine, in der Praxis getestete Zeit, wann dieser Zustand eintritt ?  Also warme Jahreszeit: Heizkreise nehmen null  Wärme ab ,Trinkwasser -Speicher ist auch voll keine Abnahme. BZ geht dann logischer Weise aus.  

Das wollte ich unbedingt noch als Erkenntnis, auf dem Weg zu einer Lösung einbringen. 

Mit besten Grüßen Hypridfan. 

 

(" entweder wir finden einen Weg oder wir machen einen"                                                                                  ..............................................................................................HANNIBAL...................................................................

 

Hallo Patrick

ich warte auf eine Reaktion vom Dir bzw .vom Viessmann Planungsteam . Der Tag des Heizungsumbaus naht , wo der Atola nach fast 30 Jahren der PT2 weichen soll. (30 Jahre zufriedener Wartungsvertragskunde) Das will ich weiterhin bleiben, deswegen mein dringender Appell , dass wir eine Lösung vor Umbaubeginn für den Heizungsbauer vorliegen haben.  Meine Recherche, hat mich auch im Forum, an dem Funktionsprinzip der hydraulischen Weiche beschäftigt.  Dort wird  bei Bosy online -ABC, die hydraulische  Weiche erklärt und der spezielle Zortström Multi PG H/K  beschrieben und da sehe ich einen Bezug auf die Verwendung eines Pufferspeichers in dem eingeschichtet wird. Ich habe auch bei vielen Kunden gelesen , die unzureichende Laufzeiten ihrer BZ bemängeln. Dort ist meisten neben ungeklärten Ausfallzeiten immer der Verweis , die BZ bringt in der warmen Jahreszeit die Wärme nicht im System unter und läuft damit nicht den kompletten Zyklus durch, wofür sie ja eigentlich konzipiert wurde. 

Es wäre mir wichtig vom Viessmann-Team bald was zu erfahren, mit besten Grüßen Hypridfan 

Es können beide Fälle eintreten. Daher gibt es Anlagenschemen, die auf die Vitovalor PA2, also das alleine stehende Brennstoffzellengerät, abgestimmt sind. Über einen Bypass wird hier die Temperatur im Pufferspeicher geregelt. 

Anfrage wie dein Fall erreichen uns öfters. Es wurde auch schon in unseren Fachkreisen mit Forschung und Entwicklung verschiedenen Szenarien geprüft. Jedoch immer mit dem Ergebnis, dass es zu erheblichen Laufzeiteinschränkungen gekommen ist. Ich habe auch bereits mit unserer Planungsabteilung gesprochen, mit dem Fazit, dass es keine Freigabe für Sonderschemen in Verbindung mit der PT2 kommen wird. Wenn dann muss, wie bereits erwähnt, eine PA2 verbaut werden. Mit dieser Variante kann das Vorhaben umgesetzt werden.   

Viele Grüße
Patrick vom Customer-Care-Team