abbrechen
Suchergebnisse werden angezeigt für 
Anzeigen  nur  | Stattdessen suchen nach 
Meintest du: 

Langer Stillstand Vitosol 200-F Typ SH2A

Hallo wertes Expertenteam,

ich bin für eine Einschätzung bzgl. folgendem Sachverhalt dankbar.

Unsere beiden Sonnenkollektoren (Viessmann Vitosol 200-F Typ SH2A), die die Warmwasserbereitung (keine Heizungsunterstützung) unterstützen, haben eine Leckage. Als Folge dieser Leckage und einer Diskussion mit dem Installateur stehen die Sonnenkollektoren nunmehr beinahe 2,5 Jahre still. Das System ist nach wie vor mit dem Wärmeträgermedium gefüllt, hat aber durch die Leckage ein paar Liter verloren. Wie viel weiß ich nicht genau. Jedenfalls ist uns die Leckage durch aus der Leckage verdampfendes Wärmeträgermedium aufgefallen, noch bevor die Steuerung einen Fehler erkannt hat.

Ich frage mich nun, mit welcher Art von Kosten ich durch die obige Situation rechnen muss. Muss ich mit folgenden Posten rechnen?
• Natürlich Reparatur der Leckage einschließlich vermutlich Austausch des Wärmeträgermediums
• Mehrkosten beim Heizen, da die Sonne bei der Warmwasserbereitung derzeit nicht mithelfen kann
• Abschreibung: Die Sonnenkollektoren sind ungenutzt 2,5 Jahre älter geworden. Wie lange kann man typischerweise Sonnenkollektoren betreiben, bevor ein Austausch notwendig wird?
• Leidet die Anlage unter dem Stillstand (das Wärmeträgermedium zirkuliert seit 2,5 Jahren überhaupt nicht) durch evt. Überhitzung an warmen, sonnenreichen Sommertagen? Muss ich also mit einer Lebensdauerverkürzung rechnen oder mit Leistungseinbußen?
• Gibt es Ihrer Meinung nach noch weitere Kosten, die ich hier nicht berücksichtigt habe?

Vielen Dank im Voraus für Ihre Rückmeldung.

5 ANTWORTEN 5

2,5 Jahre ohne Zirkulation? Wenn du Pech hast, ist die ganze Anlage im Eimer. Die Solarflüssigkeit dürfte in diesem Zeitraum unbrauchbar geworden sein. Womöglich gecrackt? Es könnten sich also teerartige Substanzen gebildet haben, welche du nicht mehr rausbekommst. Sieht man aber, wenn man mal versucht, die Flüssigkeit abzulassen.

Pumpe dürfte ebenfalls zu ersetzen sein, sofern die Flüssigkeit nicht umgekippt ist.

Hallo Franky,

Woran kann man beim Flüssigkeit ablassen erkennen, ob die Flüssigkeit teerartige Substanzen hat und somit gecrackt ist?

Hallo,

das Bild ist aus dem Viessmann Solar-Handbuch.
Das Solar-Fluid enthält Glykol. Das ist ein Zucker. Es passiert da ähnliches wie wen man versehentlich Zucker auf ein Cerankochfeld bring, oder Zucker in der Pfanne karamellisiert. Das kann sich im Inneren des Kollekor festbacken.

 

Solar_fluid.PNG

Hallo qwert089,

danke für Deine Nachricht.

Verstehe ich Dich und Franky richtig,
- dass sich durch große Hitze in der Solarflüssigkeit Klumpen gebildet haben könnten und
- dass man durch den Versuch Solarflüssigkeit abzulassen, das herausfinden könnte?


Könnt ihr mir dann noch folgende Fragen beantworten?

1) Gehe ich Recht in der Annahme, dass sich die Klumpen in den Kollektoren auf dem Dach bilden würden, da dort die große Hitze entsteht? Im Rohrsystem vom Dach in den Keller nicht, da die Solarflüssigkeit derzeit ja nicht zirkuliert und demnach dort keine große Hitze entsteht.

2) Was genau würde mir zeigen, dass sich in der Solarflüssigkeit Klumpen gebildet haben? Dass ich die Solarflüssigkeit gar nicht ablassen kann, da die Klumpen das Rohrsystem komplett zugesetzt haben? Oder dass mir beim Ablassen auch solche Klumpen in den Eimer gespült würden?

3) Soltte ich Solarflüssigkeit ablassen können, wie viele Liter sollte ich dann in etwa für diesen Test ablassen?

4) Gehe ich Recht in der Annahme, dass ich, um das herauszufinden, am besten Solarflüssigkeit an einem Rohr so nah wie möglich an den Kollektoren auf dem Dach ablassen müsste (aufgrund von Frage 1))?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten.

Ich würde das nicht als Klumpen bezeichnen. Die Solarflüssigkeit kann cracken. So nennt man einen Übergang von flüssigen auf festen Zustand. Musst dir in etwa vorstellen, wenn man Zucker in einer heissen Pfanne schmilzt. Du könntest auch Zuckerwasser nehmen und länger kochen. Zurück bleibt eine braune bis schwarze ,,Karamelschicht, welche sich an den Rohrwandungen, dem Kollektor selbst festsetzen kann oder aber in kleineren Bruchstücken mitgeschwemmt wird. Je nachdem, wie gross die Bruchstücke sind.
Wenn man also den Verdacht hat, dass die Solarflüssigkeit gecrackt sein könnte, wird alles abgelassen. Mit Wasser nachspülen. Sind in der abgelassenen Flüssigkeit keine Ablagerungen zu finden, hat man womöglich nochmal Glück gehabt und der Kollektor samt Rohrleitung noch brauchbar.
Sind hingegen reichlich Ablagerungen vorhanden, kann man unmöglich sagen, ob alles rausgekommen ist. Und ich wüsste jetzt auch keine Möglichkeit, wie man das nachprüfen könnte. Was so erstmal einen Totalverlust bedeuten würde.
Top-Lösungsautoren