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Frage zur Steuerung der Heizkreispumpe

Hallo, seit dem 12.10.2018 wird unser Haus durch ein Produkt der Firma Viessmann "befeuert". Folgende Komponenten sind verbaut: Vitodens 222-F (mit Außenfühler) und eine Vitotrol 200a. Jetzt zu meiner eigentlichen Frage. Mir ist aufgefallen, dass die Heizkreispumpe bei normaler Raumbeheizung (eingestellt auf 20 Grad) immer läuft, sobald die Außentemperatur = < 20 Grad beträgt. Sobald die Außentemperatur >  20 Grad beträgt, läuft die Heizkreispumpe nicht mehr. Bei reduzierter Raumtemperatur (eingestellt 16 Grad 23:00 - 06:00) schaltet die Heizkreispumpe ebenfalls ab. Warum ist es sinnvoll, dass die HKP immer läuft, wenn die Außentemperatur die Temperatur der normalen Raumbeheizung (20 Grad) unterschreitet? Gibt es Möglichkeiten, die Laufzeiten der HKP zu reduzieren? Z.B. nur anlaufen, wenn Wärme (Warmwasser bzw. Heizung) gefordert wird. Mit der derzeitigen Einstellung würde die Heizkreispumpe vom Herbst bis ins Frühjahr (ausgenommen bei der Nachtabsenkung) ständig laufen. Für aufklärende und sachdienliche Antworten bedanke ich mich im Voraus.

Gruß

PeNe

Akzeptierte Lösung
Viessmann
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Hallo PeNe,

das was du beschreibst, ist die Heizkreispumpenlogik-Funktion. Im Auslieferungszustand ist sie so eingestellt, dass die Heizkreispumpe ausgeschaltet wird, sobald die Außentemperatur 1K größer ist, als die eingestellte Raum-Soll-Temperatur.

Der Wert (-9K bis +5K) kann über die Codieradresse A5 des jeweiligen Heizkreises angepasst werden.

Viele Grüße °fl
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WW-Bereitung und Raumbeheizung funktionieren unterschiedlich. Der WW-Speicher wird während der eingestellten WW-Zeiten aufgeheizt, sobald die Speichertemperatur unter eine bestimmte Schwelle fällt. Danach ist die Speicheraufheizung für eine Weile abgeschlossen (je nach WW-Verbrauch).

Raumbeheizung dagegen stellt sicher, dass die Soll-Raumtemperatur wie gewünscht erreicht und gehalten wird. Wenn geheizt werden soll, muss die Pumpe laufen. Es ist also normal, dass die Pumpe im Heizbetrieb "lange" oder dauernd läuft; der Brenner passt die Leistung innerhalb der Modulationsgrenzen dem Wärmebedarf an. Dass die Pumpe ausgeschaltet wird, ist eine Sparfunktion - z.B. wenn es draussen wärmer ist als man drinnen möchte und deshalb nicht geheizt werden muss.

Das Ein- und Ausschaltverhalten der Pumpe im Heizbetrieb hängt von diversen (einstellbaren) Regelungseinstellungen ab, vor allem aber von der eingestellten Soll-Raumtemperatur. Es ist aber nicht für alle Häuser und Anlagen sinnvoll, die Pumpenlaufzeiten oder Heizzeiten zu verkürzen und Pausen einzulegen. Deshalb zuerst ein paar Fragen:

Geht es um einen Neubau oder Altbau, wie gut oder schlecht gedämmt ist das Haus? Hast du nur einen Heizkreis oder mehrere, Heizkörper oder eine FBH oder beides, Mischer ja/nein? Wie betreibst du deine Vitotrol: Als reine Fernbedienung oder mit Raumeinfluss?

Viessmann
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Hallo PeNe,

das was du beschreibst, ist die Heizkreispumpenlogik-Funktion. Im Auslieferungszustand ist sie so eingestellt, dass die Heizkreispumpe ausgeschaltet wird, sobald die Außentemperatur 1K größer ist, als die eingestellte Raum-Soll-Temperatur.

Der Wert (-9K bis +5K) kann über die Codieradresse A5 des jeweiligen Heizkreises angepasst werden.

Viele Grüße °fl