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Vitodens 200: Modulation springt spontan auf 33% und resultiert in zu hoher Kesseltemperatur

Hallo Experten,

ich habe seit 4 Monaten eine Vitodens 200-W, die für meine Begriffe ein ungewöhnliches Modulationsverhalten zeigt. Wenn sich die Modulation in einem niedrigen Bereich bewegt (12-20%) passiert es hin und wieder, dass sich der Modulationwert auf exakt 33% innerhalb weniger Sekunden erhöht.  Der Brenner läuft dann 1-2 Minuten mit diesen 33% bevor er abschaltet. In dieser Zeit steigt die Kesseltemperatur deutlich über den Sollwert, zB auf 60° statt 44°. Nach wenigen Minuten startet der Brenner neu, moduliert aber nach der Startphase nicht auf die üblichen 12% runter, sondern bleibt bei wieder exakt 33% stehen. Das Ergebnis ist wieder eine zu hohe Kesseltemperatur mit Abschaltung nach wenigen Minuten. Das ganze Prozedere wiederholt sich mehrfach, bis der Brenner dann doch irgendwann auf 12% runtermoduliert. An Tagen, wo dieses passiert, habe ich 20-40 Starts mehr als üblich und einen erhöhten Gasverbrauch.

Eine Suche im Internet ergab, dass sich ältere Anlagen offenbar bei starken Wind ähnlich verhalten. Bei mir tritt dieses Verhalten allerdings auch ohne Wind an ruhigen Herbsttagen auf.

Hat jemand eine Idee womit sich diese  "33%-Modulation" erklären lassen und was man dagegen tun kann?

Besten Dank im vorab für Eure Hilfe,

Wolf

95 ANTWORTEN 95

Dann sind wir ja schon 2 die sich an der Sturmschaltung und dem imensen Startwärmeüberschuss stören, weil beides zum unerwünschten Kurzzeittakten führt.

 

Die Sache mit der Windempfindlichkeit habe ich durch "illegale" Schornsteinmodifikation auf ein akzeptables Maß drücken können. Ist hier ausgiebig erklärt. Offen ist aber immer noch, ob die grosse Empfindlichkeit bei Druckschwankungen ein Serien- Konstruktionsfehler oder ein individueller Fehler an meinem Gerät ist.

 

Den Startwärmeüberschuss (bei mir Start mit 65%) habe ich durch Einbau einer Kesselwasserreihenpufferfunktion in den Griff bekommen. Siehe Beitrag vom 29.12.20.

 

Zum Thema VLT- Fühler an der hydr. Weiche habe ich folgende Erfahrung gemacht:
Der Regelkreis zur Brennermodulation verwendet diesen Fühler anstelle des kesselinternen VLT- Fühlers. Bei meiner Hydraulik kommt es öfters vor, das beim Zapfen von WW Temperatur "im Puffer verloren geht" sodass die Temperatur an der hydr. Weiche deutlich unter die Kessel- VLT fällt. In diesem Fall wird die Kessel Soll Temperatur angehoben und der Brenner moduliert höher bis an der Weiche die gewünschte Temp wieder ankommt. Bei diesem Fühler muß aber darauf geachtet werden, das er bestmöglich anliegt, ggf mit Wärmeleitpaste und Kupferband. Die Hysterese könnte dadurch ungünstig beeinflusst werden was auch zu zusätzlichen Takten führen kann.

 

Wie beobachtest du die Batriebsdaten?

 

Schönen Gruß
Leuchtturm83

Moin alle!

 

den Thread gab's ja auch noch... @Leuchtturm83  ich hab grad noch mal ein bischen durchgeblättert, und gesehen, dass bei dir die Modulation bis auf etwas über 10% runter geht - da komm ich garnicht hin, bei mir ist bei 16% Schluss ?!?

 

16MinModu.png

Im Display wird das als 11% angezeigt...

 

Du hast doch auch die 19kW Variante, oder? Hast du ne Idee, woher der Unterschied kommen könnte? Meine ist 300-W B3HB-19 mit Vitotronic 200 HO2C. Hast du was andres? Schliesslich sind weder 11% und erst recht 16% von 19kW nicht die versprochenen 1,9kW minimale Leistung... Und wenn die 1,9kW versprochen werden, aber dabei Gas für knapp 3kW verbraucht wird, ist das natürlich auch kein 'Gewinn'....

 

Apropos Aufzeichnung... Mittlerweile hab ich Windoofs soweit, dass es mir nicht dauernd mit Updates und Neustarts meine Langzeitaufzeichnungen kaputt macht. Besteht noch Interesse an der Druckaufzeichnung? Eigentlich brauchen wir ja mal wieder Wind und Temperaturen, dass ich auch unter 18% Modulation komme, um zu checken, ob meine dann auch die Sturmschaltung aktiviert, oder?

 

danke & Grüsse!

Phil

Hallo Herr P,

 

klar bin ich noch an einer Pascal- Grafik während Wind ist interressiert. Heute Nacht solls lt Wetterdienst wieder losgehen. Also ran mit dem Ding.

 

Ich habe einen einfachen Vitodens 200W B2HB BJ2019 mit 13KW. In der Anzeige von Vicare sowie dem D-Checker ist die niedrigste Modulation ca 12% mit leichten Schwankungen. Da die Steuerung und wohl auch der Brenner vom 19KW- Gerät stammen sollen entspricht 12% von 19KW ca 2,3KW was auch so am Gaszähler kontrolliert rauskommt. Deine 16% von 19KW entsprächen dann 3KW.

 

Hier mal die Daten von letzter Woche, also 7 Tage.

 

KW3.jpg

 

Und hier die Statistik. Wenn man bedenkt. das jeden Tag ein Systemcheck gefahren wird bei dem 1 Takt anfällt ist das hier kaum zu toppen. Also von 168 möglichen Wochenstunden 167,1h Brennerlaufzeit und dabei 10 x getaktet liegt jeder Takt statistisch bei 16,7 Stunden laufzeit.

 

KW3 Statistik.jpg

Da durchgehend über 20% moduliert wird finden auch keine Sturmschaltungen statt.

 

Grüsse Leuchtturm83

 

 

Moin @Leuchtturm83  !

 

die vergangene Nacht hab ich leider verpasst, wobei bei uns nachts die Heizung eh aus ist, es uns also wahrscheinlich (bezüglich der Sturmabschaltung) auch nicht weiter gebracht hätte.

 

Könntest du mir noch einen Gefallen tun, und checken, ob bei dir in den Grafikoptionen (rechte Maustaste in der Grafik) wirklich "Brennermodulation" und nicht "Brennerleistung" angehakt ist?!

 

Optionen.png

 

Beides wird rot dargestellt....

 

Es wäre ja schon ne ziemliche Verar...., wenn die 200 weiter runter moduliert als die 300, wo das ja in den Verkaufsprospekten anders dargestellt wird.

 

Danke & Grüsse!

Phil

 

Hallo HerrP,

 

Schade das du die Sturmfront verpasst hast. Bei mir sind von Heutemorgen bis jetzt 6 Sturmschaltungen angefallen.

 

Hier meine Konfigdaten der Brennerleistung.

 

Brenner.jpg

Die tatsächliche Leistung kannst du aber am Besten am Gaszähler feststellen.

 

Grüsse Leuchtturm83

 

Zähler und Stoppuhr sagen (2 Messungen, konstant 16% Modulation, 37.5°C VL, 31°C RL, 34.5°C Abgas)

 

0,010 m3 * 0,9627 * 10,133 kWh/m3 / 149 sec = 2,36 kW

0,010 m3 * 0,9627 * 10,133 kWh/m3 / 148 sec = 2,37 kW

 

Zustandszahl und Brennwert aus der Rechnung 2019, wobei die 10.133 schon niedrig sind, für manche Zeiträume stand auch z.b. 10.225...

 

Ich bin jetzt erstmal nicht so erfreut! 🙄

 

Entweder liegt minimal erreichbare Leistung um 20..25% höher als versprochen, oder der Wirkungsgrad beträgt statt der versprochenen 98% lediglich 80%... (oder die Stadtwerke besch... mich)

 

beste Grüsse!

Phil

Hallo HerrP,

 

Habe bei mir jetzt auch mal eine Gasmengenmessung gemacht.

 

Ich habe 10 Liter Gas in 112 Sekunden verbraucht bei 16% Brennerleistung.
(Basis Stunde 3600 Sek) : 112 Sekunden = 32,14 (Korrekturfaktor)
32,14 * 10 Liter Meßabschnitt = 321,4 Liter/h = 0,3214 cbm/h
0,3214 * 0,9627 * 10,133 = 3,135 KW/h

3,135 KW / 19 KW Brennerleistung = 0,165 = 16,5% Modulation.
Bei mir stimmt diese Rechnung genau.


Mit deiner Zahl:
(Basis Stunde 3600 Sek) : 148 Sekunden = 24,32 (Korrekturfaktor)
24,32 * 10 Liter Meßabschnitt = 243,2 Liter/h = 0,2432 cbm/h
0,2432 * 0,9627 * 10,133 = 2,372 KW/h

2,372 KW / 19 KW Brennerleistung = 0,125 = 12,5% Modulation.


Ich vermute das mit deiner Rechnung was nicht stimmt.
Du verwendest 148 Sekunden. Könnte es nicht sein, das du 1Minute und 48 Sekunden meinst. Dann währen es 108 Sekunden und die Rechnung währe.

3,508 KW / 19 = 0,185 = 18,5 % Modulation

 

Grüsse Leuchtturm83

Es waren 2 Minuten 28 Sekunden (streng genommen sogar noch etwas weniger 😉

 

Screenshot_20210121-200332.png

 

Ist schon komisch, weil hier auch jemand schreibt, das würde ziemlich genau passen (und es sieht mir so aus, als wüsste der, wovon er redet), wobei er es auf den Heizwert bezieht, was mir auch erstmal logisch erscheint, weil der Brenner nur heizen kann, und der Brennwertgewinn sich ja erst nachher einstellt (oder auch nicht).

 

Das ist allerdings aus dem Jahr 2014 und auf eine WB3D BJ 2010 3,8-19kW bezogen - vielleicht hat sich ja was verändert mit den Jahren, heute modulieren sie zumindest weiter runter...

 

Selbst wenn wir es auf den Heizwert beziehen, sind wir immer noch über 2,1kW und damit immer noch 10% zu hoch. Und bei 50/30°C (Datenblatt für die 1,9 kW) wird ja nun noch etwas Brennwert abfallen. Deswegen gibt es ja noch die 80/60°C Angabe mit 1,7 kW, wo dann der Brennwertgewinn wohl raus ist.

 

>> 2,372 KW / 19 KW Brennerleistung = 0,125 = 12,5% Modulation.

 

Im Display wird die Leistung/Modulation als 11% angezeigt, wenn 55D3 = 16% ist. Diesen Wert findet man unter Adresse A38F und das ist in Viessdata die "Brennerleistung". Wenn man das dann noch als Heizwert versteht, kann das sogar etwa passen... aber wir sind eben trotzdem nicht bei versprochenen 1,9 kW.

 

Wie hast du es geschafft, genau 16% 55D3 einzustellen, wo es bei dir ja weiter runter geht?

 

Grüsse!

 

ps. wobei das hier ja eigentlich der Strum Thread is... 🤐

@HerrP 

Also mit deinen 148 Sekunden triffst du genau den Wert der als minimum meines 13KW Vitodens angegeben ist und der auch bei 12% Modulation genau so bei mir erreicht wird. Mein Kessel könnte mit deinen Werten nicht besser laufen.

 

Der einzig wahre Maßstab ist für mich das was am Gaszähler aufläuft.

 

Die 16% sind Zufall und ergeben sich aus der aktuellen Wärmebelastung des Hauses. Ich habe in der Übersicht von Vissdata den Wert zu Beginn, nach ca 1 Minute und nach Ende der Aufzeichnung abgelesen.

 

Grüsse Leuchtturm83

Moin @Leuchtturm83  !

 

ich hab mal deine Grafik aus dem Min-Leistung Thread mit meiner Differenzdruck-Aufzeichnung [Pa] (ab 02:24) übereingebracht. Das sind sozusagen die 'Hüllkurven' - Min und Max aus jeweils 1 Minute, damit man überhaupt was erkennt und das nich nur ein Geschmiere is...

 

leucht_22.png

 

Um ca. viertel vor 10 ist bei mir die WW-Bereitung angegangen, vorher war der Brenner komplett aus. Ansonsten sieht es so aus, als wäre der Sturm bei mir (31737 Rinteln) ca. 1 Stunde später vorbeigezogen als bei dir (wo wohnst du noch mal?)

 

keine Ahnung, ob das was nutzt. Wenn es dir was bringt, könnte ich dir den Messkram wohlmöglich mal rüberschicken. Aber erstmal wollen wir ja noch wissen, ab wieviel Unruhe im Abgassystem meine 300-W in die Sturmschaltung geht. Und vielleicht bräucht man auch noch ein Anemometer, um den Wind am Schornstein aufzunehmen...

 

beste Grüsse!

Phil

Hallo @HerrP 

 

Anbei ein Screenshot vom Wetterfilm während des Sturms. Schön zu sehen wie markant so was sein kann. Das Windfeld ist allerdings ein gutes Stück vor dem Regenband durch. Um 6 Uhr bin ich wach geworden durch Klappern von Schindeln und Rolläden. Habe dann festgestellt, das der Heizkörper eiskalt ist und dachte das die Heizung auf Störung steht. Aber falsch gedacht: Es wurde WW gemacht.

 

Wetter1.png

Interressant für mich währe schon wie die Druckschwankungen bei anderen Installationen aussehen und dort ggf auch zur Sturmschaltung führen.

 

In deiner Pascal- Grafik erkenne ich auch Schwankungen um die 10 Pascal. Der Peak von -40 stammt bestimmt von einem Brennerstart.

 

Grüsse Leuchtturm83

Moin @Leuchtturm83 !

 

Die Druckschwankungen in's Negative sind ausschliesslich Auswirkungen des Windes. Da ist der Brenner die ganze Zeit aus. Ich habe den negativen Messkanal an den Ringspalt und den positiven Kanal an das Abgasrohr angeschlossen. Wenn die Messwerte nach unten gehen, bedeutet das, dass der Wind in den Kamin stärker reindrückt als in das Abgasrohr. Sowas würde sich als 'Rückenwind' für das Brennergebläse bemerkbar machen.

 

Der Brennerstart (gegen viertel vor 10) verursacht einem Peak bis +80 Pa, wie du in der Grafik unten im Min-Leistungs-Thread gut sehen kannst.

 

beste Grüsse!

Phil

Hallo Leuchtturm 83,

ich habe ein ähnliches Problem. Wie hast Du die Modulation auf der Zeitachse protokolliert ?

Gruß Xaver

Hallo Xaver,

 

Ich habe einen Vitodens 200W 13KW B2HB der noch eine Optolink- Schnittstelle besitzt.

An diese ist z.Zt. permanent ein Win10 Laptop angeschlossen auf dem das Programm "Viessdata206" läuft. Dieses Programm ist kein offizielles Viessmann Programm und stammt aus dem Internet. Hiermit können alle relevanten Parameter direkt aus der Steuerung geloggt werden, darunter auch die Modulation, und visualisiert werden. Die Auflösung beträgt 1 Minute und ist manchmal für die Modulation zu langsam.

 

Um Vorgänge wie den Start und das Einpendeln der Modulation höher aufgelöst zu sehen nutze ich den direkten Gasverbrauch binnen 10 Sek- Schritten der dann auf die KW umgerechnet werden.

Hier ein Beispiel:

2 Tests.png

 

Wo siehst du das Problem bei deiner Anlage?

 

Grüsse Leuchtturm83

 

Hallo Hlbot,

Sie schreiben; “... bei meiner Anlage ein Startproblem hinzu. Bei Aussentemperaturen über 10 Grad versucht die Anlage mit 67% zu starten, regelt nach 10 sek herunter und schaltet bei 20% Modulation nach weiteren 10 sek ab. Nach 4 min Abkühlung beginnt das Spiel aufs neue.“

 

Schuld daran ist, das muss ohne Umschweife so gesagt werden, eine misserable Steuerungs- und Reglerprogrammierung die ohne wirklich getestet worden zu sein in diesen Geräten verbaut/programmiert wurde. Obwohl sich das durch eine sehr einfache Umprgrammierung/Frimwareupdate beheben liesse, steckt man bei Viessmann den Kopf in den Sand und lässt Kunden, Heizungsbauer und die eigenen Mitarbeiter an der Front damit im Regen stehen.

 

Das Problem wie Sie und viele andere Betreiber selbst erkannt haben ist, dass die Geräte starten mit einer „Gaspedalstellung“/Modulation, was in etwa 12kW entspricht. Bei Ihrem Gerät also in etwa 67%, bei unserem 30kW-Gerät mit 40%. Das macht man analog zu einem Start beim Auto, um ein sicheres Anspringen zu gewährleisten. So weit ist das OK. Was dann aber bei den Viessmann-Geräten nicht geschieht, dass man analog zum Auto sofort vom Gas geht und den Motor auf Leerlauf drehen lässt um von diesem Punkt aus in die normale Regelung überzugehen. Die Viessmann-Steuerung/Regelung geht eben nicht vom „Gas“ bzw. in "Leerlaufstellung" sondern versucht sofort von diesen hohen 12kW den berechnetenTemperatursollwert anzufahren, was dem Regler bei einem hohen Temperatursollwert gelingt aber bei einem niedrigen Temperatursollwert eben nicht, weil der Regler dann nicht so schnell reagieren kann um ein Überschiessen der Kesseltemperatur über den Abschaltpunkt zu verhindern.

Somit ist die momentane Regelung für den reduzierten Heizbetrieb und in der Übergangszeit mit Vorlauftemperatursollwerten unter 40 Grad C unbrauchbar und hätte nie auf den Markt gebracht werden dürfen.

Die Lösung: Viessmann ändert die Start-Steuerung dahingehend, dass sofort nach Flammenerkennung die „Gaspedalstellung“/Modulation auf z.B. 3kW heruntergenommen wird, unabhängig von der aktuellen Vorlauftemperatur. Um dann von dieser „Leerlaufstellung“ in die normale Temperaturregelung überzugehen. Eine Umprogrammierung, welche mit Test in ein paar Stunden erledigt wäre.

 

Zweitens ("Sturmschaltung"):

Die Lösung für das Hochfahren/Hochmodulieren des Brenners auf einen fixen Wert mit anschliessender Abschaltung aufgrund der Wind/Druckeinflüsse im Abgasrohr:

In diesem Fall muss selbstverständlich gleichzeitig der Temperatursollwert ebenfalls mit angehoben werden, was zwar dann kurzfristig mit einem erhöhten Energieverbrauch verbunden ist, dafür aber die Anlage im sicheren Heizbetrieb ist und somit ihren Zweck erfüllt.

 

Wie Sie sehen ganz einfach zu behebende Probleme. Ich selbst habe Viessmann angeboten, gratis vorbei zu kommen und zusammen mit den zuständigen „Ingenieuren“ die Umprogrammierung durchzuführen und dabei noch einige andere Fehler wie z.B. falsche Anzeige auf dem Display zu beheben. Leider ohne irgendeine Antwort bzw. mit dem Kommentar, dass es für diese –nagelneuen!!- Geräte kein Firmwareupdate mehr geben wird und keine Kommunikationslinie mit der hierfür verantwortlichen Abteilung vorhanden ist.

 

Alle anderen vorgeschlagenen Lösungen (Pufferspeicher oder andere Umbauten an der Hardware) gehen in die falsche Richtung, sind nicht zielführend und unnötige Verschwendung an Zeit, Geld und Ressourcen und lenken vom eigentlichen leicht zu behebenden Problem ab.

 

DIE SCHULD LIEGT HIER GLASKLAR BEIM HERSTELLER und der ist in der PFLICHT die Mängel zu beheben! Noch dazu wenn es hierzu nur einiger kostengünstiger Software-Änderungen/Firmwareupdate badarf.

 

Da hilft am Ende nur Mitteilung und Druck an die Geschäftsführung um das eigentlich gute Produkt wirklich normal nutzen zu können. Man stelle sich vor, man müsste ein Auto ca. 20 bis 50 Mal starten um endlich in einen normalen Fahrbetrieb übergehen zu können. Oder solch eine Programmierung würde man in einem Kraftwerk oder Flugzeug vorfinden? Wo bei bestimmten Wetterbedingungen 20 oder 30 Starts benötigt werden bis die Turbinen endlich in den normalen Regelbetrieb übergehen. UNGLAUBLICH was sich eine Firma wie Viessmann da auch sich selbst antut!!!

 

Beste Grüsse

Hallo Vitodens300B3HE,

 

Du beschreibst die übliche Startproblematik. Dazu habe ich mal eine Visualisierung gemacht. Das Beispiel zeigt einen Start meines Vitodens 200W im Modus Aktorentest Grundlast bei 10 Sekunden Auflösung. Bei einem Wärmebedarf des Hauses von angenommenen 3KW ist nach 1 Minute das 13fache an Wärme angefallen.

Startwärme2.png

Ich kann mir nicht vorstellen, das bei der Heizungsplanung dieser Sachverhalt überhaupt berücksichtigt wird. Meine Heizung habe ich durch Einbau einer Pufferfunktion so einstellen können das der Startwärmeüberschuss kein Problem mehr ist.

 

Die häufigen Sturmschaltungen durch die Überempfindlichkeit bei Druckschwankungen könnte man auch über eine SW-Änderung in den Griff bekommen. Wenn z.B. nach einer erkannten Unregelmässigkeit der Brenner nicht 30 Minuten wie bei mir sondern nur 30 Sekunden auf erhöhte Leistung geht und dann nicht 33% sondern 24% (doppelte von min Leistung) moduliert bin ich sicher das es wenn überhaupt nur geringe Auswirungen auf das Taktverhalten gäbe.

 

Aber -hätte hätte Fahrradkette- solange der Endkunde nichts einfordern kann weil Gesetze nicht eingehalten werden wird sich nichts tun. Die meisten Endkunden bekommen das sowieso nicht mit. Tendenziell bedeutet ein erhöhter Verschleiß mehr Umsatz für den HB und den Hersteller, warum also irgendwas ändern.

 

Grüsse Leuchtturm83

Hallo Vitodens300B3H3,

Voll einverstanden! 

Als Ergänzung folgendes:

Die Modulationsanzeige bezieht sich mE auf die Gebläsedrehzahl. Bei meiner Anlage sind 5% Modulation 1,9kw also 10 % Leistung und 100 % Modulation 100% Leistung also 19kw. Kann man grafisch als Gerade darstellen und erhält eine gute Zuordnung Modulation/Leistung. Das führt auch zu folgender Überlegung:

Bei 5% Gebläsedrehzahl wird die Kennlinie so flach, dass geringste Schwankungen im Gegendruck zu erheblich Durchsatzänderungen führen. Der Drehzahlregler kann so schnell nicht ausregeln.  Das merkt die Ionisations Überwachung und rettet den Brenner mit Höherer Gebläsedrehzahl auf 31,5% Drehzahl, das sind knappe 7 kW Leistung also etwa 39%. Das ist Physik und lässt sich tatsächlich nur durch weitere Grenzen in der Regelung ausprogrammieren. Oder durch Änderungen am Gebläse. Beruhigen kann man das Verhalten durch setzen der Mindestmodulation auf 20%. Das sind dann aber 4,5kw Wärme, die schnell wieder zum takten führen.

Das Bescheidene Startverhalten ist eindeutig ein Programmierfehler. Die Hysterese ist hier zu eng gesetzt. Ich habe sie im Moment so überlistet, dass ich die Heizkurve völlig überhöht von 0K auf 8K Niveau gestellt habe, dafür die Soll Raumtemperatur  auf 16 Grad C, was dieselbe  Sollvorlauftemperatur ergibt. Jetzt startet die Anlage meistens, abgesehen von einigen anderen Absonderlichkeiten: WWbereitung braucht jedesmal 3 Starts: einmal Brennerabschaltung zum Start der WWbereitung, nach WWbereitung ein Sportstadt, der meist misslingt, dann ein erfolgreicher Start.

Die Hysterese Einstellung der Temperatur wie die Taktsperre hat mein bei Viessmann ja abgeschafft, darf man ja dem unmündigen Kunden nicht zutrauen.

Immerhin habe ich meine Anlage durch manuellen Betrieb jetzt auf "nur" 50 Starts am Tag gebracht.

Hier muss Viessmann nachbessern! Geradezu zynisch ist die oben erwähnte Stellungnahme des Viessmann Technikers "ganz normales thermisches Takten"!

Beste Grüsse aus Bottrop

 

 

 

 

 

 

 

 

Hallöchen Hlbot,

"Absonderlichkeiten: WWbereitung braucht jedesmal 3 Starts: einmal Brennerabschaltung zum Start der WWbereitung, nach WWbereitung ein Sportstadt, der meist misslingt, dann ein erfolgreicher Start."

Bei Übergang von Heiz- auf WWbereitung sollte eigentlich keine Brennerabschaltung erfolgen wenn der Brenner gerade noch im Heizbetrieb läuft.

Das der erste Start nach der WWbereitung misslingt -wegen dem bereits bekannten Grund- habe ich auch schon erlebt und dass der zweite Start dann erfolgreich ist liegt nach meiner Beobachtung daran dass die Regelung für den Zweitstart mit irgendwelchen veränderten Parametern startet. Nach meinem Eindruck wird der D-Anteil beim Zweitstart verstärkt um eine schnellere Reaktion auf die "hochschiessende" Vorlauftemperatur zu erreichen. Also alles total und unnötig kompliziert und damit unbrauchbar programmiert, anstelle einfach nach jeder Flammenerkennung sofort vom "Gas" zu gehen ohne den Regler in Eingriff zu haben unabhängig von der aktuellen Vorlauftemperatur.

Für gut isolierte Häuser würde ich empfehlen, die Anlage mit dieser Regelung ohne reduzierte Raumtemperatur zu betreiben bzw. den Wert hierfür auf das Mimimum von 3 Grad C zu stellen. Damit ist dann "nur" der Frostschutz aktiv und im Gegensatz zur Vototronic 200 läuft aber dann die Heizkreispumpe PERMANENT wenn die Aussentemperatur kleiner als 1 Grad C ist und schaltet erst bei 3 Grad C wieder aus. Und zwar unäbhängig davon ob z.B. nur WWbetrieb eingeschaltet ist oder nicht oder WW- und Heizbetrieb ausgeschaltet sind. Die Heizkreispumpe läuft dann immer solange das Gerät am Netz bzw. der Gerätenetzschalter eingeschaltet ist. Ebenfalls totale Verschwendung von Energie und Lebensdauer.

Ebenfalls die erweiterte Sparfunktion (Sommerabschaltfunktion) "Heizgrenze: Sparfunktion Aussentemperatur Heizkreis x" nutzen und z.B. auf 16 Grad Aussentemperatur stellen (Parameter 1395.0 für Heizkreis 1 usw.). Damit schaltet die Heizung bei Überschreiten der eingestellten Aussentemperaturgrenze um +1 Gard (z.B. 17 Grad C) automatisch ab und bei unterschreiten um -1 Grad (z.B. 15 Grad C) wieder ein.

Bei wirklich gut isolierten Häusern kann man die Umschaltung auf reduzierte Raumtemperatur (Sollwert 3 Grad bzw. Frostschutzfunktion) auch zwei oder drei Mal täglich programmieren. Und dafür im Normalbetrieb die Kennlinie etwas höher legen damit der Start dann auch (fast) immer gelingt und es viel weniger Ruckelfahrten gibt. Die Heizkörperventile kann man dann auch eigentlich immer offen lassen.

Beste Grüsse von der schweizer Grenze

 

Hallo nochmal, in Ergänzung die Leerlaufstellung hat Viessmann (B3TE) schon eingepflegt. Die Temperaturhysterese reicht aber immer noch nicht. Da gibt es noch einen Bug in der Berechnung, wie man an der Trickschaltung sehen kann.

Einen guten Briesen- Wind- und Sturmfreien Tag an Alle, die an diesem beeindruckenden Fachaustausch  teilgenommen haben und teilnehmen. Wie stolz und für ihn lehrreich muss der Thermenhersteller sein, solche Kundschaft zu haben. 

Neben den vielfachen, teils hoch professionellen Theorien, Messungen und Beiträgen, kann mein nachfolgender allein praktischer Leidensweg auch Lösungsansatz sein. Denn nicht umsonst, haben leuchtturm83 und HLbot bereits angedeutet, bestenfalls Teile oder das ganze Gerät auszutauschen, um einen eindeutigen, direkten praktischen Funktionsvergleich zu erhalten. Sowohl bezüglich der Wind/Abgas/Takte Problematik als auch zum Austausch kann meine Situation direkte Vergleiche bieten.

Ende 2010 werden zeitgleich 4 baugleiche Reihenhäuser mit 4 identischen Viessmann Vitodens 200 W erstellt. 3 von diesen arbeiten bis heute zuverlässig, übrigens ohne lizensierte Wartung. (1 überhaupt nicht)

Anders meine 200 W WB2C. Sie verursachte in diesen knapp 11 Jahren ständig Probleme, viel zu hohe Taktzahlen, Rußreinigung im Brennerraum, ca. 25 Serviceeinsätze - teils 2 innerhalb 1 Woche, hinzu 2 Viessmannn Techniker. Blieb nie Störung frei.

Mit Hinweis auf die anderen 3 Häuser, wurde immer und fortwährend das Heizverhalten der nur 2 Haus Bewohner angeführt.

Als „wirkliches Pech, oder Zitrone“ betrachtet, dann in 11/2020 der „Schluss-endliche Schritt“, die nerven- und kostentreibende Anlage durch die modernste Vitodens 300W B3HG-19 zu ersetzen.

Erneutes Pech? Denn zunächst wiederum fälschlich mit Heizverhalten begründet, läuft die 300 W seit Inbetriebnahme m.E. höchst instabil mit immerfort wechselnden Werten. Siehe Anlagen.

Obwohl (!) durch Abwesenheit  kein Heizverhalten, keine WW Nutzung vorliegt, man eigentlich von konstant(er)en Brennerstunden, -Takten, Modulationen usw ausgehen müsste.

Die identischen Nachbarhäuser kennen trotz „Heizverhalten mit 4 Personen“, (!) solche wechselnde Werte nicht.

Der in der Anlage beigefügte Tabellen-Kopf beinhaltet sämtliche relevanten Informationen. Dazu die Notierungen und Graphiken aller Werte im Zeitraum 16.-21.3. Weiterhin 1 Grafik, von 3 aufeinander folgende „AN“ Takte.

 

Bin hoch gespannt auf Eure Meinungen.

Herzlichen Gruß,

Paul

Hallo Paul,

 

endlich mal jemand der brauchbare Betriebsdaten zur Modulation einer B3HG liefert.

 

Wenn ich es richtig verstanden habe hast du 4 praktisch identische Installationen von denen eine sich anders, bzw. nachteilig verhält. Diese eine wurde jetzt ersetzt durch B3HG. Das könnte schon ein Hinweis auf die Schornsteinsituation sein die vielleicht anders ist bei dieser einen Installation. Mach doch mal ein Bild davon.

 

Auf deinen Grafiken erkenne ich folgendes:
Bei den 3 Takten ist der Startwärmeüberschuss schön zu sehen gefolgt vom Heruntermodulieren auf die minimalste Modulation (Wert 7 - 9). Soweit OK. Es währe schön gewesen wenn deine Taktgrafiken mit Modulation 0 beginnen als auch enden.

 

Bei einem korrekt moduliernden Kessel im laufenden Heizbetrieb schaltet der Brenner erst ab wenn bei minimalster Modulation die Vorlauf- Abschalttemperatur erreicht wird. (Bei mir VLT Soll + 6K)


Wenn er das nicht tut stimmt was nicht.

 

B3HG Takt1.png

Im 1.Takt schaltet der Brenner bei einer Leistung von 28 ab welches erheblich höher ist als die minimale Modulation von ca 7. Leider kann man die VLT- Soll nur erahnen, es ist aber zu erkennen, das die VLT langsam aber sicher immer höher geht bis dann offensichtlich die Abschaltung erfolgt.
Das ist also eine Fehlfunktion.

 

In der Modulation sind Stufen sichtbar die für mich erkennen lassen, das der Brenner jeweils für eine gewisse Zeit auf eine geringfügig höheren Modulation schaltet. Das kann eine Folge von instabilem Flammverhalten des Brenners sein die möglicherweise durch Druckschwankungen vom Schornsteinkopf her rühren. Mein B2HB reagiert darauf durch Umschalten der Modulation auf feste 33% für 30 Minuten. Wahrscheinlich hat man beim B3HG das sowohl feiner Abgestuft als auch das Zeitfenster wesentlich verkürzt.

 

Das ändert allerdings nichts daran, das die Viessmann Brennerkonstruktion nach wie vor nicht in der Lage ist betriebssicher die minimalste Leistung gemäß technischer Daten dauerhaft zu liefern.

 

Der 2.Takt ist prinzipiell das gleiche wie der 1. Takt.

 

Beim 3.Takt ist zu sehen, das die VLT vermutlich die Abschalttemperatur nicht erreicht, bzw am Ende der Grafik gibts keine Brennerabschaltung. Damit haben wir hier einen leistungsangepassten Betrieb. Wenn es hier zu Zwangserhöhungen kommt (nur 1x auf 23) wird die dadurch zuviel erzeugte Wärme problemlos kompensiert.

 

Die Taktpausen sind prinzipiell uninterressant.

 

Komplett währen deine Daten noch wenn du mal den Gasverbrauch am Gaszähler aufzeichnen würdest. Dann könnte man eine Aussage über die tatsächliche Leistung in KW treffen. Ich mache ein Handyvideo von ca 3 Minuten und lese dann die Werte in 10 Sekunden Schritten ab, allerdings noch mit einer 4. kummulierten Stelle, also mit 0,1 L Auflösung. Diese 10 Sekunden dann auf den Gasverbrauch einer Stunde hochgerechnet ergibt die KW- Leistung. Faktoren siehe Gasrechnung.

 

Grüsse Leuchtturm83

Top-Lösungsautoren