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Ölpreise auf Sechs-Jahres-Tiefstand

von Community Manager ‎25-08-2015 16:59 - bearbeitet ‎26-08-2015 10:45 (21.593 Ansichten)

Oelfoerderung.jpgÖl und Gas sind momentan so günstig wie seit Jahren nicht mehr. Das liegt an verschiedenen Faktoren. Dass man sich jetzt als Hausbesitzer getrost auf seine Heizanlage älteren Datums verlassen kann, ist dennoch ein Trugschluss.
 
Schon in den letzten zehn Wochen sind die Energiepreise stetig weiter nach unten gerutscht. Ende Juli hat der Preis für Heizöl bereits die Grenze von 60 Euro pro 100 Liter unterschritten. Insgesamt sind die Energiepreise im Moment so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Das hat ganz unterschiedliche Ursachen. Zum einen fördern die Opec-Länder gerade viel Öl und es wird erwartet, dass nach dem Ende des Embargos der Iran schon bereit steht, um zusätzlich Erdöl zu liefern.  Aber auch der durch das Fracking entstandene Konkurrenzdruck in den USA und die wirtschaftliche Entwicklung in China drücken auf den Preis.
 
Mit Öl- und Gasheizung also auf der sicheren Seite?
 
Die gesunkenen Preise für Öl und Gas machen sich natürlich auch beim Endverbraucher, der jetzt für Wintervorrat an Brennstoff sorgt, bemerkbar. Heizöl etwa ist momentan auf einem Sechs-Jahres-Tief. Hausbesitzer sind also gerade in einer bequemen Situation, und auch die kurzfristige Entwicklung der Energiepreise sieht vielversprechend aus.
Die logische Konsequenz daraus scheint zu sein: Alles beim Alten lassen, denn günstiger als jetzt konnte man seit sechs Jahren schließlich nicht mehr heizen. Wie sich die Energiepreise aber mittel- bis langfristig entwickeln werden, lässt sich heute nicht mit Sicherheit sagen. Da Rohöl an den internationalen Rohstoffmärkten in Dollar gehandelt wird, müssen darüber hinaus fallende Rohölpreise nicht immer auch fallende Heizölpreise im Euroraum bedeuten.
 
 
Optimaler Zeitpunkt über das Thema Heizen nachzudenken
 
Dass wir in Zukunft noch sorgsamer mit fossilen Brennstoffen umgehen müssen, sollte uns heute schon bewusst sein. Auch wenn Hausbesitzer, die auf Öl oder Gas beim Heizen setzen, gerade keinen Anlass dazu sehen mögen, sich mit der Erneuerung ihrer Heizanlage auseinanderzusetzen – langfristig werden die Energiepreise wieder steigen. Es könnte also kaum einen besseren Zeitpunkt geben, um eine neue, effizientere Heizanlage zu planen, denn momentan spart man noch das nötige Geld für eine solche Investition. Außerdem ist anzunehmen, dass die Modernisierungskosten steigen werden, wenn in den kommenden Jahren höhere Energiepreise viele Endverbraucher dazu veranlassen, ihre Anlage zu erneuern.
 
Welche Alternativen es gibt
 
Deutschlandweit sind etwa zwei Millionen Heizungsanlagen in Betrieb, die bereits älter als 25 Jahre sind. Die Entscheidung für eine neue Heizung muss natürlich nicht bedeuten, kein Gas oder Heizöl mehr zu verwenden. Moderne Öl- oder Gasheizkessel mit Brennwerttechnik arbeiten äußerst effizient und können auch in Verbindung mit Solartechnik eingesetzt werden. Gerade bei der Trinkwassererwärmung gibt es viel Einsparpotenzial. Sonnenkollektoren stellen in Verbindung mit einem Warmwasserspeicher in unseren Breitengraden gerade in den Sommermonaten eine Alternative zum Betrieb des Heizkessels dar und können 60 Prozent der Energie aufbringen, die für die Trinkwassererwärmung nötig ist. Das kann Verbrauchern eine Energieeinsparung von bis zu 35 Prozent  einbringen.
Es gibt also viele Chancen für Heizkunden, den unvorhersehbar schwankenden Energiepreisen auf den Weltmärkten zu begegnen und vom momentanen Niedrigpreis zu profitieren. Eine kompetente Beratung ist vielleicht der erste Schritt, sich von den sich bietenden Möglichkeiten ein besseres Bild zu machen.

Kommentare
von Franz Lähmle
am ‎20-01-2017 14:53

Hallo,

ich habe 1980 eine Niedertemperatur - Öl -Heizung (viatola e) in mein Haus einbauen lassen. Die Heizung läuft reibungslos und die gesetzlichen Grenzwerte hält sie locker.

Wärmeleistung 106 % nach Firmenangabe.

Habe 2010 für andeses Haus eine neue Heizung gebraucht.

und siehe da, die Technik der neuen Brennkessel ist noch immer wie 1980, nur die elektronische Steuerung und die Außenlackierung hat sich geändert.

Mir wurde dann eine Brennwert -Heizung empfohlen, die ein Bäckermeister 1985 erfunden hat und nur in der Schweiz dann sein Patent anmelden durfte (siehe Wikipedia) .

Die Leistung der Heizung sei dann über 110 %. und das Schweizer Patent sei abgelaufen.

Sie haben recht, es kann sicherlich Energie eingespart werden -  (mit viel Geld ein bischen Energie einsparen) - Das brauche ich nicht  -  ich möchte Geld einsparen    und das geht auch mit einer neuer Heizung nicht  -  oder  ???

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