Innovations Blog

Lohnt sich die Photovoltaik noch? Mit neuer Stromspeichertechnologie auf jeden Fall!

von Community Manager ‎26-06-2015 9:06 - bearbeitet ‎26-06-2015 9:08 (26.494 Ansichten)

Photovoltaikanlage.jpgDie Photovoltaik ist erwachsen geworden. Noch vor wenigen Jahren konnte derjenige, der seinen Sonnenstrom ins Netz einspeiste, sich fast eine goldene Nase verdienen. Diese Zeiten sind spätestens seit den Reduzierungen der Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) nun vorbei. Bleibt die Frage: Lohnt sich die Photovoltaik denn nun überhaupt noch? Die Antwort: Auf jeden Fall!

 

Anstatt den aus der Sonne gewonnenen Strom an den Netzanbieter zu verkaufen, rückt nun die Eigennutzung in den Vordergrund. Schließlich sind die Erträge für den einspeisten Strom geringer als die vermiedenen Bezugskosten für Haushaltsstrom.

 

Photovoltaik_Sonne.jpgRechnet man alle Kosten zusammen, so kostet der „selbstgemachte“ Strom etwa 13 Cent pro Kilowattstunde. Dies ist etwa gleich mit dem Betrag, den man für die Einspeisung vergütet bekommt. Je nach Region, kostet die kWh Strom vom Netzbetreiber etwa 27-28 Cent. Dies bedeutet also, dass der Betreiber einer Photovoltaikanlage, der seinen eigenen Strom nutzt, nur ca. die Hälfte der Stromkosten zu bezahlen hat, als eine Person, die ausschließlich Strom vom Netzbetreiber bezieht. Und das rechnet sich nicht nur, es mach auch unabhängiger von der öffentlichen Versorgung und der Strompreisentwicklung!

 

 

 

Stromspeicher.jpgSchön und gut, aber nachts und an wolkenverhangenen Tagen scheint ja keine Sonne, bin ich da wirklich so unabhängig? Ja, neue kompakte Stromspeicher mit Lithium-Ionen-Zellen machen es möglich. Nicht nur unsere Handy-Akkus halten immer länger und sind leistungsfähiger, auch größere Stromspeicher ziehen mit dieser Entwicklung mit. Wo einst mit Photovoltaikstrom betriebene Stromspeicher ganze Kellerräume für sich in Anspruch nahmen, sind ihre Nachfahren deutlich kleiner und belastbarer. Sie sind zum Teil nur noch knapp 60 Kilo schwer, lassen sich an der Wand aufhänge, sind auf über 5.000 Ladezyklen ausgelegt und ermöglichen so bis zu 20 Jahren problemlosen Speicherbetrieb.

 

Wenn also tagsüber die Sonne scheint, kann man getrost seinen Speicher laden lassen und den gespeicherten Strom abends, z.B. zum Fernsehgucken, abrufen.

 

 

Waermepumpe.jpgIn Verbindung mit einer effizienten Wärmepumpe ist die Nutzung von selbst erzeugten Strom im eigenen Haus aber besonders attraktiv. Der Grund hierfür ist, dass die Wärmepumpe den solaren Ertrag vervielfacht indem sie aus einer Kilowatt Solarstrom und der Wärme aus Erdreich oder Außenluft das bis zu Fünffache an Heizwärme erzeugt. Und nicht nur das – Wärmepumpen mit Kühlfunktion können Solarstrom im Sommer auch noch zur Gebäudekühlung nutzen.

 

Da sag noch mal einer…Photovoltaik würde sich nicht mehr lohnen!

 

 


Informationen zu Photovoltaik-Anlagen und zu modernen Stromspeichersystemen gibt es hier als PDF-Download

Kommentare
von Noack Christian
am ‎27-06-2015 20:21
Seestrasse 2a 14624 Dallgow-Döberitz
von sergio Palmas
am ‎27-06-2015 21:18
Dear ser I will like to have same information in english tanking you in anticipation trily yours palmas sergio
von Markus - Online Vergleichsportal
am ‎29-06-2015 16:43

Hallo,

 

sehr informativer Artikel zum Thema Solarenergie und entsprechender Eigennutzung. Wie schon in dem Artikel beschreiben konnte man sich vor einigen Jahren noch eine goldene Nase mit der Einspeisevergütung verdienen. Nachdem das weggefallen ist erscheinen viele Solaranlagen überdimensioniert. Mit ihren Artikel wird aber aufgezeigt, welche vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten eine Photovoltaik haben kann.

 

Schöner Artikel!

 

Gruss Markus Gildemeister

von Wascher
am ‎07-02-2016 13:25

Danke für den Informativen Artikel. Sie sollten noch mehr Artikel über wirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten von Solarenergie verfassen!

von MrWash
am ‎09-03-2017 8:38

Generell eine nette Idee mit dem Stromspeicher. Die Energieversorger bieten ja mittlerweile selbst auch solche Lösungen an (z.B. E.ON Aura), um über diesen Weg an den Kunden zu partizipieren. Eine Frage hätte ich jedoch noch: In Ihrem Artikel rechnen Sie vor, dass die selbst erzeugte kWh ca. 13 Cent kostet. Wie verändern sich diese Kosten bei Nutzung eines Stromspeichers? Dieser kostet ja nun auch in der Anschaffung und ggf. in der Wartung. Smiley (zwinkernd) Bleibt die Eigennutzung dann immer noch wirtschaftlicher als der Verkauf des Solarstroms? 

von Viessmann
am ‎10-03-2017 7:41

Es ist richtig, dass sich durch die zusätzliche Investition für einen Stromspeicher die Stromgestehungskosten aus der PV-Anlage erhöhen. Diese liegen aber immer noch deutlich unter den derzeitigen Strombezugskosten eines Einfamilienhauses, die zudem immer noch eine steigende Tendenz haben. Da sich gleichzeitig auch noch der Anteil des selber genutzten Stromes durch die Möglichkeit der Speicherung deutlich erhöht, ist immer noch eine Wirtschaftlichkeit gegeben.

Beste Grüße °jo

Statistiken

Themen13320
Beiträge insgesamt80670
Top-Beiträge8601
gelöste Fragen7284
unbeantwortete Beiträge9
Antwortquote in %99.99
Besuchen Sie unsere Facebook-Seite
Folgen Sie uns auf Twitter
Benutzer online (314)