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Stromspeicher: Künstliche Insel im Meer oder Systeme fürs Eigenheim

von Community Manager am ‎18-09-2015 12:28 (21.247 Ansichten)

Speichersee.jpgWie speichert man große Mengen Energie aus Erneuerbaren Energien? Diese Frage treibt Hausbesitzer ebenso um wie Regierungen. So plant Belgien, eine künstliche Insel in der Nordsee zu bauen, um die in den Windparks erzeugte Energie zu speichern.

 

Der erste Gedanke bei Pumpspeichern ist wohl der an Bergseen, deren Wasser durch Turbinen geleitet wird. Nun ist Belgien alles andere als bergig. Bis auf die Ardennen, die um die 700 Höhenmeter zu bieten haben, ist das Land flach. Im dichtbesiedelten Mittel- und Westeuropa ist das Potenzial für solche großen raumgreifenden Wasserreservoire ohnehin begrenzt. Und trotzdem gibt es in Belgien bald eventuell einen riesigen Pumpspeicher.

 

6500 Meter Sand und 2200 MWh Strom

 

Etwa drei Kilometer vor der Küste wollen die Belgier einen sechseinhalb Kilometer langen ovalen Wall aus Sand aufschütten, der zehn Meter aus dem Meer aufragen wird. In der Mitte der wie ein riesiges Auge anmutenden Anlage soll ein künstlicher See liegen, so die Planung. Wenn Windanlagen in der Nacht einen Überschuss an Strom produzieren, wird das Wasser aus diesem See hinaus ins Meer gepumpt. Muss dann andererseits in Zeiten hohen Bedarfs zusätzlicher Strom ins Netz eingespeist werden, wandeln Unterwasser-Turbogeneratoren zufließendes Wasser wieder in Strom um. Der rund 34 Meter tiefe See soll so einen Energiegehalt von etwa 2200 Megawattstunden Strom aufweisen, was dem Jahresbedarf von 500 Haushalten entspricht. Ob die Anlage wirklich gebaut wird, steht noch nicht fest – es hat sich Protest formiert. Anwohner der nahen Küstenorte fürchten Auswirkungen auf die Natur und den Tourismus. Einen Namen hat das Projekt trotzdem schon einmal bekommen: iLand.

 

Strom speichern im kleineren Rahmen

 

Selbst erzeugten Strom, der nicht immer direkt verbraucht wird, zu speichern, ist auch in kleinerem Maßstab möglich. Dazu braucht es nicht gleich eine Pumpspeicheranlage. Stromspeicher-Systeme von Viessmann etwa werden als Lösung für Einfamilienhäuser angeboten. Die Speicherung funktioniert sowohl bei Fotovoltaik als auch bei Mikro-KWK-Anlagen. Die Akkus der Anlage laden sich selbständig auf, wenn zu viel Strom produziert wird und geben dann den Strom bei Bedarf wieder ab. Wenn der Akku komplett aufgeladen ist und dennoch kein Strom benötigt wird, dann speist der Stromspeicher den erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz ein, was dem Besitzer entsprechend vergütet wird. So können Hausbesitzer selbst erzeugten Strom effizient nutzen und den Zukauf von Fremdstrom verringern. Über die Vorteile können Sie sich unverbindlich informieren.

Kommentare
von Rainer M
am ‎22-09-2015 9:30

iLand, eieiei

Ob man da nicht besser auf effizientere Lösungen wartet, die mit Sicherheit in den nächsten Jahren kommen werden.

Wieviel Energie wird man da erst einsetzen müssen um diese künstiliche iLand zu errichten...

von Beitragender
‎28-09-2015 12:36 - bearbeitet ‎28-09-2015 12:53

Hallo Rainer M,

 

sicherlich kann man auf neue Technologien warten, jedoch spart das heute noch keine Energie.

 

Mit besten Gruß °mi

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