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Von L zu H - Die Marktraumumstellung in Nordwestdeutschland

von Viessmann ‎13-04-2017 10:08 - bearbeitet ‎13-04-2017 10:14 (536 Ansichten)

Untitled.pngH-Gas für mehr Effizienz

Bisher erfolgte die Gasversorgung in den genannten Gebieten vorrangig mit L-Gas aus den Niederlanden. Verschiedene Gründe werden aber bis zum Jahr 2030 dazu führen, dass die Niederlande ihre Gasproduktion sehr stark drosseln. In Zukunft wird die Versorgung daher über H-Gas aus anderen Staaten erfolgen. Diese Entwicklung deckt sich mit dem politischen Ziel, dass die Gasversorgung innerhalb der europäischen Staaten vereinheitlicht werden soll. Nur wo liegt der Unterschied zwischen den beiden Gassorten? Das H-Gas ist effizienter und verfügt über einen weitaus höheren Energiegehalt als das gewohnte L-Gas (H für High und L für Low). Im Umkehrschluss wird also mit weniger Gas das gleiche gewohnte Maß an Heizkomfort erzielt wie bisher. Und alles ohne finanziellen Mehraufwand.

Spätestens jetzt kommt die Frage auf, was diese Veränderung für die einzelnen Haushalte bedeutet. Heruntergebrochen und vereinfacht ausgedrückt ist jeder Haushalt in die Umstellung involviert, der über einen Gasanschluss verfügt. Komponenten und Geräte, die das neue H-Gas nicht verarbeiten können, müssen umgebaut werden. Sorgen muss sich aber keiner der 4,3 Millionen betroffenen Haushalte machen. Sämtliche Kosten für die Marktraumumstellung werden von der Bundesnetzagentur getragen. Sie regelt darüber hinaus auch die konkrete Umsetzung sowie die abschließende Kontrolle der durchgeführten Umbaumaßnahmen. Sprich, die Bundesnetzagentur erstellt die verbindlichen Vorgaben und trägt im Gegenzug alle Kosten. Den jeweiligen Stadtwerken und Energieversorgern als Betreibern der Gasinfrastruktur liegen Aufstellungen vor, wo genau sich überall ein Gasanschluss befindet. Sie sind es auch, die sich mit den betroffenen Haushalten in Verbindung setzen.

 

Ersatzteile rückwirkend für 30 Jahre verfügbar 

Viessmann bietet für den reibungslosen Ablauf der Marktraumumstellung ein spezielles Ersatzteil-Kit an. In einer 1:1 Beziehung, bei der passend zur Herstellnummer das betreffende Bauteil hinterlegt ist, kann ohne Umwege abgefragt werden, welches jeweilige Teil benötigt wird. Insgesamt sind die Ersatzteile dynamisch für 30 Jahre rückwirkend verfügbar. Wer einen in die Jahre gekommenen Gasheizkessel besitzt, braucht sich also keine Sorgen zu machen.

Falls die Gasumstellung genutzt wird, anstatt einer einzelnen Komponente direkt einen neuen Wärmeerzeuger zu installieren, dann ist man mit Viessmann auf der sicheren Seite. Als einziger Hersteller hält Viessmann ein lückenloses Programm bodenstehender und wandhängender Brennwertgeräte bereit, die diese Herausforderungen problemlos meistern werden – dafür sorgt die selbstkalibrierende Verbrennungsregelung Lambda Pro Control und ihre Weiterentwicklung Lambda Pro Control Plus.

 

Vorbereitung, Umstellung, Kontrolle - in 3 Phasen zum neuen Gas 

Der gesamte Umstellprozess ist in die drei folgenden Schritte untergliedert:

  1. 1) Was im Vorfeld organisiert werden muss,
  2. 2) Wie die Umbauten vor Ort abgewickelt werden,
  3. 3) Die finale Prüfung, dass alles korrekt und sicher umgesetzt wurde.

Im ersten Schritt, also vor der eigentlichen Umstellung, erfolgt eine umfangreiche Bestandsaufnahme. Es muss aufgenommen werden, welche Arten von Gasgeräten an den registrierten Anschlüssen verbaut sind. Stadtwerke, Energieversorger, Heizungsfachbetriebe, Umstellfirmen und natürlich die Hersteller der Geräte arbeiten dabei Hand in Hand. Da diese Mammut-Aufgabe weder allein noch innerhalb eines kurzen Zeitraumes bewältigt werden kann, stellen die einzelnen Städte und Gemeinden zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in individueller Form um. Eine Großstadt wie Hamburg muss andere Vorkehrungen treffen, wie eine 100-Seelen Gemeinde auf dem Land. Der Umbau tausender Geräte ist schließlich nicht innerhalb einer Woche getan. Die nötige Hilfe liefern 50-60 im Markt befindliche Dienstleistungsfirmen.

Sind all die organisatorischen Vorbereitungen getroffen, dann ist der reine Gas-Umstellvorgang eine recht einfache Angelegenheit. Nach dem erfolgreichen Umbau stellen die Energieversorger den Gasfluss von L auf H. Der einzelne Verbraucher wird hiervon im Haushalt nicht viel mitbekommen. Er hat im Vorfeld jedoch eine Information erhalten, an welchem Tag und zu welcher Uhrzeit die Umstellung erfolgt. Abhängig von der Region und dem betroffenen Produkt kann die Umrüstung schon Monate vor der eigentlichen Gasumstellung erfolgen.

Bei einem derartig sicherheitsrelevanten Thema wie der Gasversorgung darf selbstverständlich nichts dem Zufall oder sich selbst überlassen werden. Eine entscheidende Vorgabe der Bundesnetzagentur ist es daher, dass mindestens 10% der Arbeiten von unabhängigen Firmen durchgeführt werden müssen. Vereinfacht gesagt: Das Unternehmen, das z.B. den Brenner umgebaut hat, wird nicht dasselbe sein, was im Anschluss prüft, ob die Arbeit korrekt ausgeführt wurde.

 

Alle weiterführenden Details zur Marktraumumstellung, zu Viessmann-Schulungsangeboten und zu Ansprechpartnern sind in Kürze auf einer eigenen Info-Homepage zu finden. Bis dahin können alle Fragen zum Thema hier in der Community gestellt werden.

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