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Wie kann ich meine Heizkosten senken? Tipps und Tricks, Teil 1

von Viessmann am ‎25-10-2013 9:09 (15.037 Ansichten)

heizkosten-senken.jpg

 

  • Ob nun die Raumtemperatur 20 °C oder 21 °C ist, werden die meisten Menschen kaum spüren. Ein geringes Absenken der Temperatur kann jedoch die Heizkosten bereits um ca. 6% reduzieren! Dies entspricht einer Ersparnis von ca. 90 € pro Jahr bei einem 150 m² großen Gebäude aus dem Jahr 1995 mit einer Gaszentralheizung. Die Umwelt wird es Ihnen außerdem danken, denn Sie können zudem auch noch jährlich ca. 250 kg CO2 vermeiden.
  • Nachts können Sie die Temperatur problemlos um ca. 5 °C senken. Sie können die Heizung bereits zwei Stunden vor dem Schlafengehen nach unten regeln.
  • Wichtig: Die Temperatur am Heizkörper sollten Sie nachts nur absenken, nicht ganz ausschalten, damit der Raum nicht völlig auskühlt. Ein ausgekühlter Raum braucht bei erneuter Erwärmung einen höheren Wärmebedarf.
  • Hängen Gardinen vor der Heizung oder stehen Möbel dicht davor, verhindert dies die Wärmezirkulation im Raum. Die Heizung kann ihre volle Wirkung nicht entfalten und muss sich stärker erhitzen. Das erhöht die Heizkosten.
  • Gerade in den Wintermonaten sollten die Fenster nur für kurze Zeit (ca. 5 Minuten) ganz geöffnet sein, um nicht zu viel wertvolle Heizenergie zu verschwenden. In den Frühjahrs- und Sommermonaten kann diese Zeit auch verlängert werden. Kurzes Stoßlüften bringt mehr als langes Kippen der Fenster, denn beim Kippen findet kaum Luftaustausch im Zimmer statt. Vielmehr werden dann die Zimmer unnötig ausgekühlt.
  • Achten Sie auf gut abgedichtete Fenster und Türen, da sonst viel Wärme entweicht. Ob Sie undichte Fenster haben, können Sie ganz einfach mit einem brennenden Teelicht ausprobieren.

 

Kommentare
von Mario Wähner
am ‎26-11-2013 10:31

Hallo zusammen!

Was man aber auch nicht vergessen darf ist die Raumluftfeuchte!

Deswegen sollte man auch wie schon beschrieben mit weit geöffneten Fenstern Durchzuglüften, auch im Winter.

Am Ende ist egal was für eine Zahl auf dem Thermometer steht. Es wird geheizt bis man eine wohlige Wärme erreicht hat. Und da kommt die gefühlte Temperatur ins Spiel die deutlich in Verbindung mit der Raumluftfeuchte zu tun hat. 

In der Übergangszeit ist es klar schwer durch das viele Regenwetter einen guten Wert zu erzielen.

Aber im Winter ist der Idealfall 50% Luftfeuchte plus minus. Hat man viele Echtholzmöbel, Parkett oder Dielen sollte man nicht zu lange unter 50% kommen sonst kann das zu unschönen Schäden kommen.

 

Ist man Herr eines Eigenheimes kann man viel an der Effizienz machen.

Immer den Betriebsdruck (Wasserdruck) im Auge behalten. Sonst stimmt die Hydraulik nicht mehr und die Effizienz leidet stark.

Ich selber reinige den Brennraum jedes Jahr nach und vor jeder Heizperiode. Damit steigert man die Effizienz auch deutlich da die Ablagerungen keinen guten Wärmeleiter abgeben.

Das Flammrohr mit Schleiffließ säubern dann hält das auch ewig. Die Schwefelanteile im Heizöl  lagern sich ab und zerfressen es mit der Zeit.

von Viessmann
am ‎26-11-2013 12:41

Hallo Mario Wähner,

 

danke für deine ergänzenden Worte. Natürlich haben Sie Recht, dass die Raumluftfeuchte eine Rolle spielt. Hierzu habe ich eine Grafik rausgesucht, die das Zusammenspiel zwischen Temperatur und Luftfeuchtigkeit gut widerspiegelt.

 

Raumluftfeuchte.gifDer Bereich (A) stellt hier die Zone dar, in dem das Empfinden als unbehaglich interpretiert wird. (B) stellt den behaglichen Bereich dar und (C) ist eine Übergangszone. Natürlich darf hierbei nicht vergessen werden, dass das Empfinden eine rein subjektive Größe darstellt und von jedem unterschiedlich empfunden wird.

 

Beim Thema Brennraumreinigung sollte man jedoch vorsichtig sein! Generell ist es vor jeder Heizperiode sinnvoll seinen Kessel checken zu lassen. Das ist vergleichbar mit dem Wintercheck beim Auto. Primär geht es hier um die Sicherheit der Bewohner sowie Betriebssicherheit der Anlage. Denn zum einen verschlechtern Rückstände den Wärmeübergang und damit die Effizienz der Anlage und zum anderen können so defekte Bauteile frühzeitig erkannt und ersetzt werden.

 

Da dieser Vorgang ein Eingriff in das System ist, sollte dieser stets durch einen fachkundigen Heizungsspezialisten durchgeführt werden. Denn dieser hat die nötige Konzession vom Energieversorger, um an den Anlagen arbeiten zu dürfen. Zudem muss nach jedem Eingriff in die Anlage eine Abgasmessung durchgeführt werden.

 

Auch das Thema Schwefel sollte beachtet werden, denn wie Sie bereits geschrieben haben, wirkt der Schwefelanteil im Heizöl korrosiv. Daher sollte stets schwefelarmes Heizöl verwendet werden mit einem max. Schwefelanteil von 50 mg/kg (nach DIN 51603-1). 

 

Viele Grüße

Roman Gruß

 

von Martin Schindler
am ‎04-02-2014 10:25

Das ist eine der größten Fehler, die gemacht werden. Den ganzen Tag womöglich das Fenster gekippt zu halten. Gezieltes Stoßlüften hilft hier mehr als nur das Fenster auf Kipp.

von Karlo30
am ‎15-06-2015 10:41

Gute Fenster sind das A und O in einem Haus oder in einer Wohnung. Denn mit den <a href="http://welt-haus.com/index.php/fenster/fenster-konfigurator">Fenstern</a> wird der Luftaustausch und die temperatur bestimmt.

Ich habe meine von Welt haus und bin damit sehr zufrieden! :-)

von
am ‎02-03-2017 13:26

Vielen fällt es aber auch denke ich schwer das Lüftungsverhalten an neue Fenster anzupassen, wenn diese ziemlich Luftdicht sind und es dadurch weniger Luftzirkulation gibt. Klar musste man vorher auhc schon aufpassen. Aber ich vermute das könnte ein Grund sein dafür.

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