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Zweistufiger Vertriebsweg. Warum ein Heizkessel keine Bohrmaschine ist.

von Viessmann am ‎10-07-2016 17:49 (10.942 Ansichten)

Viessmann_MS_02222.jpgEine neue Bohrmaschine muss her. Was tun? Selbstverständlich führt der Weg in den Bau- bzw. in einen entsprechenden Fachmarkt. Dort kauft man das neue Produkt und die Sache ist damit vom Tisch. Vertraute Verhaltensweisen. Doch bei einem neuen Heizkessel ist das nicht so einfach. Schon allein, weil an so einem technischen Hochleistungsprodukt viele verschiedene Dinge beachtet werden müssen, deren Ausführung detailliertes Fachwissen erfordert. Ein Viessmann Produkt erhält man daher nicht „einfach so“ im Fachmarkt nebenan.

 

Für den Kauf eines Viessmann Kessels ist ein zweistufiger Prozess nötig. Dieser führt vom Verbraucher über den Heizungsfachbetrieb zum Hersteller. Dadurch wird zum einen gewährleistet, dass Planung, Beratung und Ausführung nur von einem in der Handwerksrolle eingetragenen Fachbetrieb übernommen werden. Zum anderen hat dadurch jede Seite stets den passenden Ansprechpartner. Im Grunde genommen entstehen also beim Kesselkauf zwei verschiedene Vertragsverhältnisse: Das zwischen Fachbetrieb und Verbraucher und dasjenige zwischen Hersteller und seinem Fachpartner (dem Heizungsfachbetrieb).

 

Der Unterschied zwischen Hersteller und Handwerker

An sich ist das relativ einfach zu erklären und nachzuvollziehen. Viessmann als weltweit tätiges Industrieunternehmen ist lediglich der Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen. In dieser Eigenschaft ist die Allendorfer Firma kein in die Handwerksrolle eingetragener Betrieb. Sprich, Viessmann ist es untersagt, direkt beim Verbraucher tätig zu werden; den Kessel also selbst einzubauen. Der verantwortliche Heizungsfachbetrieb kann aber zur Inbetriebnahme den Hersteller heranziehen. Auch bei späteren Wartungsarbeiten kann der Heizungsbauer einen Serviceeinsatz bei Viessmann beauftragen, wenn er es für nötig hält oder der Kunde es wünscht. Darüber hinaus leistet Viessmann seinen Partnern über das VitoLeads Programm auch ökonomische Schützenhilfe. Zum Beispiel durch Unterstützung bei der endkundengerechten Gestaltung des Online-Auftritts oder dem Einsatz der Viessmann-Markenreichweite im Internet.

 

Wie bereits angedeutet, spielen das unbedingt notwendige Fachwissen und die langfristig gewährleistete Qualität bei Installation und Instandhaltung eine sehr wichtige Rolle. Schließlich ist es eben nicht damit abgetan, das Produkt zu kaufen und alles funktioniert einwandfrei. Im Vorfeld müssen umfangreiche Planungen und Berechnungen angestellt werden, bevor der eigentliche Kauf überhaupt in die Wege geleitet werden kann. So wird sichergestellt, dass das System später ausreichend dimensioniert ist und alle Anforderungen abgedeckt sind. Eine Anlage kann außerdem nur energieeffizient und nachhaltig arbeiten, wenn sie im Zusammenspiel ihrer Komponenten optimal geplant, umgesetzt und eingestellt ist. Nicht zuletzt ist es auch eine Frage der Betriebssicherheit, dass ein neuer Heizkessel allein durch den Fachmann installiert wird.

 

Kompetenz und einwandfreie Umsetzung

Im Einzelnen gestaltet sich unser Vertriebsweg wie folgt. Der Endverwender und Kunde hat sich entschieden einen neuen Viessmann Wärmeerzeuger zu installieren. Hierfür kontaktiert er seinen Heizungsfachbetrieb, der die bauseitigen Gegebenheiten entweder kennt oder sich mit Ihnen vertraut macht. Das beinhaltet Daten und Werte zur Bewohnerzahl, Wohnfläche, vorhandener technischer Infrastruktur und Ähnlichem. Auf Basis dessen berechnet er in enger Kooperation mit dem jeweiligen Viessmann Verkaufsberater, welche Leistung der künftige Kessel haben muss und welche Brennstoffart sich anbietet. Gegebenenfalls können in diesem Stadium Planungsbüros oder auch Energieberater hinzugezogen werden.

Zum gewählten Kessel inkl. aller Komponenten (wie z.B. externer Warmwasserspeicher oder Solaranbindung) erstellt Viessmann eine Angebot an den Heizungsbauer. Im Anschluss daran kalkuliert der Fachbetrieb seinerseits alle anfallenden Kosten, die auch den Einbau beinhalten. Erst jetzt kommen die beiden oben erwähnten Verträge zustande und das neue energieeffiziente Heizsystem kann installiert werden. So ist eine fachgerechte Planung und Installation der Anlage gewährleistet, der Endverbraucher kennt seinen direkten Ansprechpartner und dieser ist über alle Daten und Besonderheiten der Anlage informiert. Der zweistufige Vertriebsweg sichert also die Kompetenz und garantiert eine einwandfreie Umsetzung. Hier gilt es zu beachten, dass der Heizungsfachbetrieb immer der Vertragspartner mit dem Endkunden ist und das auch bleibt. Er versendet das Angebot und bestimmt die Preise.

Welcher Heizungsfachbetrieb für den jeweiligen Wohnort in Frage kommt, kann man hier herausfinden: http://www.viessmann.de/de/services/partner-vor-ort.html. Und sollten speziellere Fragen auftreten, können diese gern hier in der Community unseren Experten gestellt werden https://www.viessmann-community.com/t5/Experten-fragen/qa-p/Qatest.

 

Auch wenn der Vergleich mit einem Auto nicht immer der Glücklichste ist, so veranschaulicht er das Thema doch ungemein gut. Geht das täglich benutzte Gefährt einmal kaputt oder muss zur regelmäßigen Inspektion, dann führt einen der Weg stets in die Werkstatt. Nicht in das Werk, wo das Auto ursprünglich vom Band lief. Die Werkstatt bzw. das Autohaus ist der frei wirtschaftende Fachpartner der jeweiligen Automarke. Unterm Strich ist das auf den Heizkessel bezogen ein äquivalentes Verhältnis. Viessmann verhält sich zum Heizungsfachbetrieb, wie die Automarke zum Autohaus. Eine Beziehung, die sich bewährt hat und zu aller Vorteil ist.

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