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Gegenstromzirkulation: Thermosiphone, Konvektionsbremsen, Wärmedämmschleifen, Konvektionssperren und Co.

Hallo,
Die Rucklauf Leitungen (HR1 und HR2) an meinem Vitocell 340M verlaufen waagrecht, dann nach unten. Die Vitocell KW Leitung verläuft waagrecht, dann senkrecht nach oben. Die Ausdehnungsleitung verläuft waagrecht. (S. Bild.)
Sollte ich bei den letzteren Zwei so etwas wie Thermosiphone, Konvektionsbremsen, Wärmedämmschleifen, Konvektionssperren, Rückschlagventille oder -klappen einbauen lassen? Ich habe mich hier ein wenig darüber informiert: http://www.bosy-online.de/Thermosiphon.htm und http://www.bosy-online.de/Waermedaemmschleife.htm. Können Sie im angehängtem Bild feststellen, ob die Ausdehnungsleitung bei mir eine Rückschlagklappe schon eingebaut hat?
Ist so etwas bei den ersten Zwei Leitungen nicht nötig, da sie nach einem ca. 70 cm Verlauf nach unten senken? Diese ersten Zwei Leitungen sind auch vernünftig isoliert, ausser am Anschluss selbst, obwohl das erste Link oben behauptet, dass eine gute Wärmedämmung die Gegenstromzirkulation nur abschwächt und, dass die ungedämmte Anschlusse auch zu berücksichtigen sind. Sie empfehlen eine „eine Wärmedämmschleife mit einer Tiefe von drei- bis sechsfachem Rohrdurchmesser und einer Länge von acht- bis zehnfachem Rohrdurchmesser einzufügen.“ Sind diese Mindestwerte, oder eine empfohlene Spanne? Bei den zwei Ruckläufen bei mir sind diese Ausmessungen deutlich darüber.
Also, wäre es ratsam, dass ich in meinem Fall etwas unternehme?
Besten Dank!
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1 AKZEPTIERTE LÖSUNG

Akzeptierte Lösungen

Bis auf die fehlende Schwitzwasserisolierung am Kaltwasserstrang und eventuell eine Isolierung über ein kurzes Stück in Richtung Ausdehnungsgefäß, ist für mich alles in Ordnung. Rückschlagklappen oder Schwerkraftbremsen sitzen in der Regel bei den Pumpen oder Absperrventilen.

 

Viele Grüße
Flo

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9 ANTWORTEN 9

Hallo So-gepoolt,

 

gibt es denn an deiner Anlage irgendwelche Probleme, weshalb du danach fragst?

 

Viele Grüße
Flo

Hi Flo, ich habe keine Gegenstrom-verursachte Probleme festgestellt aber ich habe von der Website, die ich gelinkt habe, es so verstanden, dass ein Gegenstromsituation nicht unbedingt leicht zu erkennen ist aber kann trotzdem zu einem ineffizienten Betrieb des Heizungssystems führen (z.B. Hitze, die eigentlich im Speicher gespeichert werden soll, zirkuliert in ungünstig geplanten Leitungen, wo sie dort entweichen kann.) Wie meine Leitungen verlegt wurden (s. Bilder) scheint dies nicht aus zu schließen. Daher die Frage.

Danke.

Bis auf die fehlende Schwitzwasserisolierung am Kaltwasserstrang und eventuell eine Isolierung über ein kurzes Stück in Richtung Ausdehnungsgefäß, ist für mich alles in Ordnung. Rückschlagklappen oder Schwerkraftbremsen sitzen in der Regel bei den Pumpen oder Absperrventilen.

 

Viele Grüße
Flo

Es ist m.E. ziemlich einfach, eine Fehlzirkulation im Kreislauf Therme/Speicher zu erkennen: Wenn die Sonne gut scheint und das Warmwasser im Speicher heiß genug ist, muss das Gehäuse der Therme kalt sein (Raumtemperatur). Ich habe bei mir die Fehlzirkulation erkannt, weil die Therme heiß war, incl. der "Gemeinsamen Vorlauftemperatur" und der Abgastemperatur (!), obwohl seit Tagen kein Gas verbraucht wurde. Eigentlich müssten alle Thermometer, die nichts mit der Solaranlage zu tun haben, Raumtemperatur anzeigen. Die Abgastemperatur stieg bei mir aber auf bis 65°, also habe ich Solarenergie aus dem Speicher durch den Schornstein entsorgt.

Diesen Test auf hohe Temperaturen solltest Du öfters machen, den die Fehlzirkulation tritt nicht ständig auf.

 

Eine Fehlzirkulation in der Solaranlage erkennst Du daran, dass die Kollektortemperatur nachts höher ist als die Außentemperatur. Wenn die Solarpumpe abends abgeschaltet hat, sollte die Kollektortemperatur ziemlich schnell die Umgebungstemperatur annehmen. Hier habe ich zum Glück kein Zirkulationsproblem.

Es gibt natürlich auch noch In-Rohr-Zirkulationen, die bei gedämmten Rohren schwieriger zu erkennen sind, aber die beiden oben genannten dürften die häufigsten sein.

 

Um Deiner Frage zuvorzukommen: Nein, ich habe das Problem noch nicht endgültig gelöst. Für den Sommer besteht meine Lösung darin, dass ich über Hähne im HV und HR die Fehlzirkulation verhindere. Klappt natürlich nur, solange die Therme nicht nachheizen muss. Als endgültige Lösung schlägt mein HB auch Thermosyphons vor, ich bin aber der Meinung, dass Viessmann eine Lösung anbieten sollte, da diese Probleme offensichtlich häufig vorkommen (die meisten merken es ja gar nicht, weil die Anlage ja "funktioniert"). Selbst mit einer Viessmann-Aussage "selbstverständlich hätte der HB einen Thermosyphon einbauen müssen" wäre ich zufrieden, aber Viessmann hüllt sich bei diesem Thema in Schweigen.

 

Gruß
Martin

 

Hallo Martin,

 

wann dein Fachbetrieb wo etwas einsetzen sollte um eine Fehlzirkulation zu verhindern, sei es durch Pumpen oder Schwerkraft, hängt von der Installation der Anlage und dem Schema ab. Hier entscheidet der ausführende Heizungsfachbetrieb, welcher ja nicht nur stumpf die Anlage baut, sondern diese auch geplant hat. Wir geben zwar das Schema vor, die Auslegung der Rohrdimensionen, Platzierung der Absperrventile und auch welche Art von Rückschlagklappen/ Schwerkraftbremsen eingesetzt werden, entscheidet der Meister geführte Fachbetrieb. 

 

Viele Grüße
Flo

Im Übrigen: In einer Leitung, welche zum Ausdehnungsgefäss führt, darf nie eine Rückschlagklappe/Rückflussverhinderer verbaut werden. Das Ausdehnungwasser muss ungehindert in beide Richtungen fliessen können.

In den Speichervorlauf oder Rücklauf sollte man sie vorsehen. Hierbei unbedingt auf die Einbaurichtung achten.

Hallo Flo,

vielen Dank für Deine Ausführungen.

 

Der letzte Satz ist das, worauf ich gewartet hatte: Eine klare Aussage von Viessmann, dass so eine Rückschlagklappe/Rückflussverhinderer in den Speichervorlauf oder Rücklauf eingebaut werden sollte. Zwar wäre mir in der Formulierung „müsste“ lieber gewesen, aber „sollte“ ist ja auch schon recht deutlich.

 

Offenbar ist das aber vielen Heizungsbauern nicht bewusst, sonst hätten nicht so viele Endkunden Probleme mit der Fehlzirkulation. Meine Nachbarin hat exakt die gleiche Anlage wie ich, aber von einem anderen Heizungsbauer. Auch bei ihr tritt diese Fehlzirkulation auf. Wie die meisten Endkunden hätte sie das nie bemerkt, wenn ich sie nicht darauf hingewiesen hätte.

 

Warum tritt Viessmann hierbei nicht proaktiver auf. Es ist doch auch im Interesse von Viessmann, dass die Endkunden ihre Anlage so effektiv wie möglich nutzen können.

 

Gruß
Martin

Vielen Dank, Flo, Franky und Martin für die weiteren Infos und Hinweise. Wie in einem anderen Post von mir geschildert, wurde meine Anlage ohne mehrere im Viessmann Schema vorgesehenen Rückschlagklappen installiert. Also gewisse Leitungen die kalt sein müssten sind heiß. Dieses Thema und das Thema hier werde ich nun meinem Heizungsfachbetrieb anvertrauen. 🙂

Grüße

Wayne

Wir können dem Fachbetrieb nicht vorschreiben wo er welche Rückschlagklappen setzen muss, da dies zum Teil auch davon abhängig ist, wie die ausführende Installation aussieht. Welche wir für verpflichtend ansehen, sind in unseren Installationsschemen auch eingezeichnet.

 

Viele Grüße
Flo

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