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Funktionsweise Pufferspeicher, Warmwasserspeicher, Wo sehe ich die Temperaturen?

Liebe Experten, liebe Community,

vor knapp 3 Monaten sind wir in unseren KFW40 Neubau mit Keller (ca. 270qm Wohnfläche) eingezogen.

Wir nutzen folgendes System: In.einh.vitocal 200-6 awb-e-ac 201.d16 mit Pufferspeicher 100W (160L) und Warmwasserspeicher 100W (300L), Steuerung Vitotronic WO1C, weitere Daten liegen derzeit weder vom Hausbauer noch vom "Fach"betrieb vor.

Vom Fachbetrieb bin ich leider immer noch enttäuscht, da ich hier von den Installateuren keine zufriedenstellenden Infos bekame und selbst Daten für KFW und BaFa noch ausstehen.

Die anfänglichen Zeitprogramme waren: Heizen 0-24 Uhr, Warmwasser 0-24 Uhr 55 Grad, Pufferspeicher 0-24 Uhr xx Grad

Der Stromverbrauch lag anfänglich bei ca. 16kwh am Tag Anfang Oktober, die Wärmepumpe ging laut Betriebstagebuch bis zu 10x pro Tag an.

Wir haben eine PV Anlage mit 9,5kwp und Tesla Powerwall.

Es stellen sich nun folgende Fragen zur Optimierung des Systems und Senkung des Stromverbrauchs.

Wie sind die beiden Speicher miteinander verbunden? Zieht der Pufferspeicher Wärme aus dem Warmwasserspeicher? Wie viele Wärmetauscher sind denn in den Speichern verbaut? Ist der Warmwasserspeicher eine Frischwasserstation oder ist das Wasser an den Armaturen direkt aus dem Warmwasserspeicher? Was heisst Rücklauftemperatur hydraulische Weiche? Wo sehe ich denn welche Temperatur im Pufferspeicher bei Festwert, Normal und Reduziert eingestellt ist und wie kann ich das verändern? Heizt der Pufferspeicher nur im Zeitprogramm Pufferspeicher auf - wie auch im Programm Warmwasser? Reicht es denn 1x am Tag aufzuheizen? Wie hoch stelle ich dann die Temperatur ein? Warum ist die Vorlauftemperatur (Zeigt die Eintrittstemperatur des Heiz- oder Kühlwassers) beim WW Programm deutlich erhöht, ist das nciht nur die Temperatur in die FBH? Die Heizkreispumpe ist immer an, ist das korrekt? Was genau macht die eigentlich? Was heisst Speichertemperatur oben für den Warmwasserspeicher und wie unterscheidet sich diese zu normal? Ich verstehe das so, dass oben immer erhöhte Temperatur herrscht, da warmes Wasser nach oben zieht, wenn im WW Soll Programm dann 45 Grad erreicht sind schaltet die WP ab, das Wasser durchmischt sich aber und reduziert auch die Temperatur oben und dann geht die Pumpe wieder an, wäre doch sinnfrei so oder ist das mittlerweile egal wie oft die WP an schaltet? Sehe ich nur "oben" die Temperatur oder auch woanders?

Da wir PV Strom nutzen und ich SmartGrid noch nicht eingerichtet habe, habe ich beide Zeitprogramme für Pufferspeicher und Warmwasser auf 11-15 Uhr gesetzt. Reicht die Zeit denn überhaupt um beide Speicher voll zu beladen? Wie lange dauert das überhaupt bei z.B. 40 Grad WW Temperatur oben 55 Grad Soll und 10 Grad Außentemperatur? Wir haben keinen HT/NT Stromtarif, aufgrund der monatlichen Grundgebühr lohnt sich das überhaupt nicht. Ziel für jetzt wäre also zur höchsten Außentemperatur mit höchster Sonneneisntrahlung einmalig voll zu beladen. Wenn ich nur 11-15 belade, sollte ich dann dennoch für die restlichen Tageszeiten Zeitprogramme mit niedrigeren Temperaturen aktiv lassen, damit kein Speicher zu stark auskühlt (primär Heizung), wie lange reicht denn die Pufferspeicher Ladung mit xx Grad Festwert (wo sehe ich den und wie ändere ich den) ungefähr bei 44 Grad Vorlauf (0 grad Außentemperatur) bei 270qm Wohnfläche? (Ungefähr meint für die Sperrzeit bis zur nächsten Beladung ja oder nein).

 

Viele Fragen, das tut mir leid, ich hatte gehofft sowas alles bei der Iebtriebnahme klären zu können, dem war aber nicht so bzw. der Fachbetrieb wusste dazu gar keine genauen Antworten. Nichtmal die genaue Funktion der Speicher war klar, geschweige denn wie diese miteinander verbunden sind...

 

Abschließend interessiert mich noch ob überhaupt und wenn ja wie die Heizung die Information bekommen kann ob es morgen sonnig wird - denn dann kann nachts die Ist Temperatur in den Räumen gerne abnehmen (bzw. nicht mehr zugeheizt werden), die letzten 3 Tage hatten wir ohne Beschattung im ganzen Haus ca. 2 Grad Temperaturanstieg. Das Haus ist komplett mit KNX ausgestattet und für eine solche Funktion würde ich den extremen Aufpreis der Viessmann KNX Einheit nicht scheuen.

Ich freue mich auf Ihre Antworten und hoffe Sie können mir helfen. Vermutlich entstehen aus Ihren Antworten Folgefragen, vielen Dank im Voraus für die Beantwortung, gerne telefonisch.

 

beste Grüße, Daniel Zigeiner

15 ANTWORTEN 15
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Hallo Daniel,

>>>Wie sind die beiden Speicher miteinander verbunden?
über das 3 Wege Ventil der Wärmepumpe

>>>Zieht der Pufferspeicher Wärme aus dem Warmwasserspeicher?
nein, nur wenn das 3 Wege Ventil defekt ist.

>>Wie viele Wärmetauscher sind denn in den Speichern verbaut?
im 100W (300L) 1 Tauscher im Pufferspeicher keiner.

>>Ist der Warmwasserspeicher eine Frischwasserstation
nein. das Trinkwasser wir im Speicher vorgehalten.

>>Was heisst Rücklauftemperatur hydraulische Weiche?
Der 100W (160L) ist die hydraulische Weiche. --> wikipedia hydraulische Weiche

>> Wo sehe ich denn welche Temperatur im Pufferspeicher bei Festwert, Normal und Reduziert eingestellt
über die Heizkurve --> Youtube: Viessmann Heizkruve

>>Heizt der Pufferspeicher nur im Zeitprogramm Pufferspeicher auf
--> Zeitprogramme waren: Heizen 0-24 Uhr,

>>Reicht es denn 1x am Tag aufzuheizen?
WW möglicherweise JA, wenn der WW Verbrauch unter den 300 l des Speichers ist.
Der Pufferspeicher sollte 24h beheizt werden.

>>ur (Zeigt die Eintrittstemperatur des Heiz- oder Kühlwassers) beim WW Programm deutlich erhöht,
um WW mit 55 Grad zu machen, muss die Vorlauftemperatur ca 65 Grad sei. Das schafft die WP nicht, dazu muss der Heizstab einschalten.
Daher sind 55 Grad zu vermeiden.

>>Die Heizkreispumpe ist immer an, ist das korrekt?
ja es sollte 24h geheizt werden.

>> Was heisst Speichertemperatur oben
meist ist sowieso nur 1 Speicher Sensor verbaut.

>f 11-15 Uhr gesetzt. Reicht die Zeit denn überhaupt um beide Speicher v
für WarmWasser reicht das und der Zeitpunkt ist korrekt, das ist es in der Regel draußen am wärmsten
Die Wärmepumpe hat einen Mindestvolumenstrom von 23 Liter pro Min. Der 160 Liter Puffer reicht also 6 Minuten.
Der ist so gewählt dass die Wärmepumpe beim Abtauen (dauert ca. 5 Minuten) auf alle Fälle den Mindestvolumenstrom hat.
Was du mit dem PV Überschuss aufladen kannst ist der Estrich. der Hat ca 50% der Wärmekapazität von Wasser.
Gehen wir davon aus deine 270m² haben alle FBH. Der Estrich ist 6 cm hoch --> 270*0,06*0,5 = 8,1 D.h dein Estrich entspricht einem 8100 Liter Pufferspeicher.
der mit PV 2-3K höher als normal aufgeheizt werden kann.
https://www.viessmann-community.com/t5/Innovations-Blog/Gut-zu-wissen-Die-Smart-Grid-Funktion-bei-W%...

>>>HT/NT Stromtarif, aufgrund der monatlichen Grundgebühr l
sehr vernünftig!

>> Das Haus ist komplett mit KNX ausgestattet
wenn dir KNX alle Stellantrieb und Heizkreise schließt kannst du natürlich aus nichts mehr im Estrich speichern.

Die Wärmepumpe scheint mir reichlich überdimensioniert.
Dass bei dem Gerät eine jährliche Dichtheitsprüfung nötig ist, ist auch bekannt?



VG

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>> Abschließend interessiert mich noch ob überhaupt und wenn ja wie die Heizung die Information bekommen kann ob es morgen sonnig wird

Eine Wetterprognose für die Vitocal kenne ich nicht - vermutlich gibt es die Funktion nicht.
(obwohl dies eigentlich schon seit Jahren sinnvoll wäre --> seit vermehrt thermische Solaranlagen Verwendung finden. Da gibt es ja das gleiche Problem: morgens wird der WW-Speicher mit dem Kessel aufgeladen und dann folgt ein toller Sonnentag. Total unnötig, da morgens den Brenner anzuwerfen...)
Ich habe auch KNX im Haus und habe mich am Ende gegen des KNX Gateway für die Vitocal entschieden, da es mir kaum Mehrwert für den horrenden Preis bot.
Temperaturen nehme ich mit Anlege-Sensoren und KNX-Analog-Eingängen ab und meine PV-Anlage habe ich über die Erweiterung EA1 angebunden, damit ich PV-Überschuß in den WW-Speicher laden kann.

Gruß
BM1981
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Hallo, vielen Dank für die schnellen Antworten, ich lese mir das Mittwoch noch mal durch inkl. Zusatzartikel und Videolinks und habe auf den ersten Blick noch ein paar Folgefragen, welche ich noch formuliere. Liebe Grüße
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Hallo, anbei noch ein paar Folgefragen:

>>>Wie sind die beiden Speicher miteinander verbunden?
über das 3 Wege Ventil der Wärmepumpe
-> d.h. wenn der WW Speicher geladen wird gilt die in der APP angezeigte Vorlauftemperatur nur dafür und nicht für den Pufferspeicher, da hydraulisch getrennt?


>> Wo sehe ich denn welche Temperatur im Pufferspeicher bei Festwert, Normal und Reduziert eingestellt
über die Heizkurve --> Youtube: Viessmann Heizkruve
-> heisst das der Pufferspeicher wird auf die gem. der Außentemperatur notwendige Vorlauftemperatur aufgeheizt? Wie unterscheidet sich dann die Einstellung Festwert und normal?

>>Heizt der Pufferspeicher nur im Zeitprogramm Pufferspeicher auf
--> Zeitprogramme waren: Heizen 0-24 Uhr,
-> Zeitprogramm Heizen und Zeitprogramm Pufferspeicher sind 2 verschiedene, Heizen ist 0-24 Uhr und Pufferspeicher habe ich von 11-15 jetzt mal auf 10-22 Uhr angepasst. Warum sollte der Pufferspeicher 0-24 geladen werden? Von 22 Uhr bis jetzt 8 Uhr ist die Vorlauftemperatur um 4 Grad gesunken (44 Grad auf 40 Grad), eigentlich möchte ich doch vermeiden, dass morgens oder nachts bei niedriger Außentemperatur die WP angeht. Der PV Überschuss bei unserem Hausverbrauch ist bei voller Sonne weder im Oktober noch November bisher so hoch, dass da ein zusätzliches Aufheizen des Estrichs gehen würde, die 13kwh Batterie darf ja auch voll werden, bei 25kwh Tagesproduktion und 24kwh Hausverbrauch ohne WP ist da keine Luft. Wenn mehr Solarstrom kommt ist es tagsüber ja eh wärmer oder sonniger und dann will ich ja gar keine höhere Estrichtemperatur, dennoch danke für die Idee, schauen wir mal wie der PV Ertrag im Januar, Februar, März ist, vllt. macht es Sinn dann noch mal darüber nachzudenken.

>>ur (Zeigt die Eintrittstemperatur des Heiz- oder Kühlwassers) beim WW Programm deutlich erhöht,
um WW mit 55 Grad zu machen, muss die Vorlauftemperatur ca 65 Grad sei. Das schafft die WP nicht, dazu muss der Heizstab einschalten.
Daher sind 55 Grad zu vermeiden.
-> das kann ich so nicht bestätigen, der Heizstab ist ausgeschaltet und wird während des WW Programms weder am Innengerät noch an der APP als aktiv angezeigt, der Stromverbrauch liegt während des WW Programms der WP bei ca. 5,3kw, dies ist auch die Angabe auf dem Außengerät. Die Vorlauftemperatur beträgt dann im max. (beobachtet in der App) bei 62,9 Grad und erreicht damit im Speicher 57 Grad, welche dann innerhalb von einer Stunde ca. auf 55 Grad runter geht. Die Frage wäre hier also ob es effizienter ist 11-15 1x auf 56 Grad zu heizen oder tatsächlich verbrauchsorientiertet 1x 11-15 auf 50 Grad und 1x 5.30 - 7.00 auf 50 Grad. In Summe geht es ja sicherlich nur um die Gesamtmenge an Wasser und um wie viel K diese erwärmt wird, ich hatte im Vorfeld lediglich gelesen, dass weniger WP Läufe besser sein sollen als viele WP Läufe aufgrund des jeweiligen Anlaufstroms der Geräte, welcher nicht in Wärme umgewandelt wird.

Zum Kommentar von BM1981 wäre eine Info eines technischen MA von Viessmann sicher wünschenswert, denn wenn das KNX Modul Daten aus einer Wetterprognose ziehen könnte wäre es einen Kauf wert. Die Heizung und Steuerung an sich hat das nicht wie BM1981 schreibt. Vllt. kann das ja jemand beantworten.

Vielen Dank und liebe Grüße
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Also das Vitogate 200 KNX hat ganz sicher keine Wetterprognose. Es hat ja schließlich keine Verbindung zum Internet, sondern nur zur WP und zum KNX..
Was man sicher realisieren könnte, wäre die Prognose über einen Home-Server aus dem Internet laden und dann über das Vitogate die Heizkennline/Betriebsart/etc anpassen.
Aber ob sich das jemals lohnt?

Zum Thema Estrich aufheizen mit PV:
In November - Februar habe ich i.d.R. ohne weiteres Zutun über 90% Eigenverbrauch. Ist ja auch klar, die WP braucht ja einiges zum Heizen... Bei 200-400 kWh Erzeugung pro Monat im Winter (bei 6kWp) ist da nicht viel Optimierungspotential vorhanden. Lade die paar kWh lieber in Deine Powerwall - die wird im Winter sowieso fast ne voll.
Ich bin froh, lediglich die sommerliche Aufladung des WW-Speichers mit PV Überschuss realisiert zu haben. Alles andere lohnt sich in meinem Anwendungsfall (und vermutlich in vielen anderen auch) nicht.

Gruß
BM1981
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>>24kwh Hausverbrauch ohne WP ist da keine Luft.
Bei einem EFH - Wo geht der ganze Strom hin ??

>>Vorlauftemperatur um 4 Grad gesunken (44 Grad auf 40 Grad), e
Jetzt wo es vielleicht 5 GRAD Aussentemperatur haben , wird der Puffer auf 44 Grad geladen bei einem KFW40 Neubau. Warum das?
Die Wärmepumpe dürfte im Winter zu Stromfresser werden.
Bei den Temperaturen wären max 30 Grad VorLauf angesagt.

>>Die Vorlauftemperatur beträgt dann im max. (beobachtet in der App) bei 62,9 Gra
Ja du hast Recht die 300 G schaft 65 Grad,. mein Fehler.

Was du unter Tags in den Estrich lädst komm ja erst mit Verzögerung aus dem Boden wieder raus.
Dann ist die Sonne schon untergegangen und die WP regel automatisch zurück.

VG
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>>Vorlauftemperatur um 4 Grad gesunken (44 Grad auf 40 Grad), e
Jetzt wo es vielleicht 5 GRAD Aussentemperatur haben , wird der Puffer auf 44 Grad geladen bei einem KFW40 Neubau. Warum das?
Die Wärmepumpe dürfte im Winter zu Stromfresser werden.
Bei den Temperaturen wären max 30 Grad VorLauf angesagt.

Die Heizkurve ist wie folgt eingestellt: Neigung 0,7 Niveau 2 - vom Heizungsbauer nach Aussage gem. Heizlastberechnung von den 270qm Wohnfläche sind ca. 200 mit FBH beheizt.
+20 #29 Grad
+10 #35 Grad
0 #40 Grad
-10 #44 Grad
-20 #48 Grad
-30 #54 Grad

ich habe das nicht eingestellt 🙂 ich lese nur ständig von 30 Grad Vorlauf bei irgendwas, deshalb begutachte ich das kritisch, wie sollte ich denn vorgehen die richtige Heizkurve einzustellen? Mit wenig Neigung/Niveau beginnen und dann nur etwas nach oben anpassen wenns zu kalt ist? Ich gehe ja davon aus, dass nur Wärme aus dem Pufferspeicher gezogen wird wenn auch die Heizungsaktoren eine Heizanforderung haben und die Temperatur nicht einfach so abnimmt...

Was du unter Tags in den Estrich lädst komm ja erst mit Verzögerung aus dem Boden wieder raus.
Dann ist die Sonne schon untergegangen und die WP regel automatisch zurück.
-> Da kann ich nicht folgen - ich stelle eine gewünschte Einzelraumtemperatur ein, die Stellmotoren machen auf wenn zu kalt und zu wenn zu warm, wenn auf dann Wärmebedarf der WP, wenn zu dann eben nicht, was soll die WP da zurück regeln? Sie dürfte doch nur angehen wenn Heizbedarf gesendet wird und im Puffer die gewünschte Vorlauftemperatur nach Außentemperatur nicht zur Verfügung steht. In den Leitungen wird doch mehr als 160L Wasser sein, also hätte ich gedacht der Pufferspeicher dient nur zum Aufwärmen des Wassers eines Kreislaufs der Heizbedarf sendet. So wie du schreibst klingt es als ob Wasser ständig durch alle Räume fließt mit der gleichen Temperatur.

Die Fragen kommen ja nur, da mir die genaue Funktion und der technische Hintergrund wohl noch unklar ist und ich herausfinden möchte wie selten die WP anlaufen kann um die Betriebszeit in ein besseres Verhältnis zu den Anläufen zu bringen. Für mich sieht das nicht sinnvoll aus, wenn von 6-10 Uhr z.B. gestern bei 4 Grad Außentemperatur die WP 4x für Heizbetrieb anschaltet. Kann ja auch sein, dass es genauso sein soll, keine Ahnung.
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Hallo,

andere WP hier im Forum laufen Steigung 0,2 und teilweise leicht negativen Niveau.

Deine Wärmepumpe stellt die Energie aktuell auf einem unnötig hohen Temperaturniveau zu Verfügung und läßt diese Energie dann nur stoßweise (durch die Stellmotoren) in die FBH .

Als Faustformel gilt:
„ Vorlauftemperatur 1 K niedriger --> Leistungszahl 2,5 % höher

Deine VL Temepratur dürfte aktuell gut 15k zu hoch sein, was zu einem annähernd 30% zu hohem Stromverbrauch führt.

>>um die Betriebszeit in ein besseres Verhältnis zu den Anläufen zu bringen
Durch die Drosselung der Einzelraumrelgelung kommt die WP auch nicht in de Modulationsbetrieb.

Damit du die richtige Heizkruve findest, stell die Steigung deutlich nach unten.
Du kannst es ja erst mal mit 0,3 versuchen.
Zusätzlich machst du alle Einzelraumregelungen auf MAX. Nur so bekommt du überhaupt mit dass die Heizkurve eigentlich völlig zu hoch ist.
Wenn du in ein paar Wochen die richtige Einstellung hast, kannst du sie wieder in Betrieb nehmen.
Dann sollte sie aber auch nicht mehr abregeln müssen.
Benutzer @BM1981 hat sie glaube ich auch demontiert.

VG
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Korrekt, ich habe meine ERR außer Betrieb genommen.
Aber ich habe auch keinen Pufferspeicher, sondern einen direkt angeschlossenen Heizkreis. Da haben sich die geschlossenen Ventile extrem auf die Taktung der WP ausgewirkt. Seit dem Abschalten der ERR kommt die WP in die Modulierung.

Ich habe übrigens folgende Einstellungen der Heizkurve (KFW70, BJ2014):
Neigung: 0,4
Niveau: -4K

Das heißt 28°C Vorlauf bei 0°C und 33°C bei -20°C.

Grüße
BM1981

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Hallo, die letzten Tage habe ich euren Input befolgt und die Heizkurve von 0,7/2 auf 0,3/0 gesenkt, sowie in den beiden Räumen, in denen ich die höchste Temperatur benötige die ERR auf 29Grad(max) gestellt. Jetzt ist dauerhaft die Heizanforderungen in den Räumen da und ich werde - wenn nötig - das Niveau erhöhen sofern meine Wunschtemperatur nicht erreicht wird. Damit ist die WP seit eurer letzten Nachricht 2x für Heizbetrieb gelaufen. Bisher wird im Bad die gewünschte Temperatur auch noch gehalten, schauen wir mal die nächste Woche. Vielen Dank.

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Hallo erneut, bis vor 3 Tagen war alles wie erwartet, Innentemperaturen waren auch ok, nun haben wir knapp über bzw. knapp unter 0 Grad und die WP lief vorgestern ca. 12 Stunden, gestern ca. 16 Stunden und heute bisher seit 0 Uhr. Der Stromverbrauch variiert von 1kw bis 4kw. Soweit so gut, in der App ist die Anzeige Forstschutz manchmal an, manchmal aus, die WP läuft aber auch ohne die Frostschutzanzeige und erzeugt Vorlauftemperaturen von um 33 Grad obwohl laut Heizkurve bei 0 Grad 30 Grad Vorlauf und bei -10 Grad 32 Grad Vorlauf eingestellt sind. Ist das so prinzipiell erst mal normal? Unter welchen Bedingungen schaltet die WP denn mal wieder ab? Temperaturdifferenz Vorlauf/Rücklauf? Kann man die Vorlauftemperatur bei aktivem Frostschutz einstellen oder variiert die je nach Heizkurve? Seitdem ich begonnen habe diese Nachricht zu schreiben seig die Außentemperatur von 4 auf 5 Grad, Verdichter war die ganze Zeit an, Heizkreispumpe an, Frostschutz aus, Vorlauf variierte von 30 bis 33 Grad, Rücklauf stieg von 30 auf 31 Grad. Grüße

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Hallo Daniel,

 

für die Berechnung der Vorlauftemperatur wird eine gedämpfte und etwas verzögerter Aussentemperaturwert  verwendet.

Hat die WP unter Tags dann die Vorlauftemperatur wieder zurückgenommen?

 

Wenn die Heizkurve dann mal (bei trüben Wetter) gut  passt, könntest du die Stellantriebe in den Räumen die bei Sonne zu warm werden auch wieder aktivieren.

 

VG

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Hallo, jaja die erhöhte Vorlauftemperatur war nur über die o.g. Zeiten erkennbar, solange Ventilator sichtbar aus war und auch der Verdichter in der App aus war ging die Vorlauftemperatur wieder unter 30 Grad. Die ERR ist nur in 2 Räumen deaktiviert, die am wärmsten sein sollen, in beiden, sowie in allen Räumen passt die Temperatur aber auch gut, wobei sich die wärmsten zu den kälteren Räumen eh nur um 1 Grad unterscheiden sollen. Das würde ich gerne auch so beibehalten über den Winter, um zu prüfen, ob die Neigung passt, falls wir tatsächlich mal eins bis zwei Wochen mit Temperaturen unter 0 haben. Ich bin nur etwas irritiert von der gestrigen Beobachtung: "Seitdem ich begonnen habe diese Nachricht zu schreiben seig die Außentemperatur von 4 auf 5 Grad, Verdichter war die ganze Zeit an, Heizkreispumpe an, Frostschutz aus, Vorlauf variierte von 30 bis 33 Grad, Rücklauf stieg von 30 auf 31 Grad." Ich vermute Frostschutz würde auch bei einer Vorlauftemperatur von 28 bis 30 Grad (bei Außentemperatur 0 bis -10 Grad) funktionieren und hätte vermutet, dass wenn die WP läuft die Energie nicht außen verpufft sondern trotzdem was im Heizkreis ankommt und wenn sie dann bei Minusgraden fast dauerhaft läuft aber die innen ankommende Vorlauftemperatur zu hoch ist, wirds doch wieder zu warm innen? Oder verhindere ich das dann wenn ich von den beiden Räumen mit deaktivierter ERR die Thermostate wieder etwas reduziere, damit dann keine ständige Heizanforderung erfolgt? Vermutlich ist das aber viel zu mikroökonomisch gedacht und es ist in der Praxis gar nicht so relevant ob der Vorlauf mal ein Stunden zu warm ist, solange es auch im Haus ankommt, der Stromverbrauch in den 3 o.g. Tagen war allerdings deutlich erhöht. Mir ist schon klar, dass die WP bei niedrigeren Temperaturen sicher nicht linear mehr Strom verbraucht sondern wohl eher fast exponentiell, ich will es nur halbwegs nachvollziehen können. Grüße

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Hallo,

 

wenn das Frostschutz-Icon sichtbar ist, verhält sich die WP im Heizbetrieb nicht anders als sonst. Das ist nur ein Hinweis.

 

Die Heizlast und der Energieverbrauch des Hauses  haben einen linearen Zusammenhang mit der Temperatur-Differenz innen und außen.

 

Die Arbeitszahl der WP folgt der Formel für den Carnot-Wirkungsgrad.

D.h. in der Praxis zum steigenden Energieverbrauch kommt noch die schlechtere Arbeitszahl mit steigender Temperatur-Differenz hinzu.

Faustformel:

Vorlauftemperatur 1 K höher  --> Leistungszahl 2,5 % schlechter
Quellentemperatur 1 K niedriger  --> Leistungszahl 2,7 % schlechter

 

VG

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Also vergangene Woche lief die WP fast dauerhaft jeden Tag von 4 Uhr bis 24 Uhr, heute ist das auch zu beobachten. Außentemperatur immer zwischen 0 und 3 Grad, Vorlauf 33 Grad, obwohl die Vorlauftemperatur von 33 Grad erst bei  -30 Grad erreicht werden soll. Wie lässt sich das denn jetzt erklären? Wo geht geht denn die ganze Energie hin? Die ERR habe ich in den beiden Bädern wieder aktiviert und ich habe am G1 dauerhaft (tagsüber) größere IST Temperaturen als Soll Temperaturen. Nur morgens nach dem Aufstehen erkenne ich einen geringen Temperaturabfall. Wie lässt sich also die hohe Vorlauftemperatur erklären und das Laufen der WP obwohl laut G1 kein Heizkreis Heizanforderung hat? Grüße

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