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Vitocall 333-G / Optimierung Natural Cooling

Hallo zusammen,

 

ich kämpfe gerade mit den Einstellungen des Natural Cooling in Verbindung mit meiner 333-G. Das ganze läuft bei mir über den HK1 der Wandheizung.

 

Die Kühlung schaltet leider sehr spät dazu.

 

Als Raumtemperatur habe ich an der WP 20°C eingestellt.

 

Der 7004 "Temperaturdifferenz für die Berechnung der Kühlgrenze"  steht bei 2K. Der minimalen Vorlauf (Parameter 7103) habe ich auf 20°C eingestellt.

 

Dann müsste es nach der Anleitung doch so sein, dass bei einer gedämpften Außentemperatur (Parameter 7001 steht auf 180min) von >22°C das Natural Colling einschaltet.

 

Leider passiert dies nicht. Das Einschalten passiert dann erst extrem spät bei 27°C, d.h. am frühen Nachmittag.

 

Was kann ich noch anpassen, damit die Kühlfunktion früher aktiv wird bzw. temperaturgenauer aktiv wird?

 

Ich würde mir übrigens sehr wünschen, dass Viessmann wie bei konventionellen Heizungen einen Sommer- und Winterbetrieb ermöglicht. Im Sommerbetrieb sollte die Heizung gar nicht zuschalten.

 

Mir ist es leider in kühlen Nächten um die 14/15°C Außentemperatur passiert, dass die Heizung früh unnötigerweise aktiviert war und der Verdichter mit geringer Leistung und niedrigem Vorlauf schön vor sich hin gelaufen ist.. Ich habe als Notlösung den Parameter 7003 auf 10K gesetzt.  Das ist aber eigentlich nicht Sinn der Sache.

 

Gibt es eine Möglichkeit, die Anlage um einen zusätzlichen Innentemperatursensor zu ergänzen, der in Abhängigkeit der Raumtemperatur die Heizung bzw. Kühlung aktiviert?

7 ANTWORTEN 7

Hallo MuLei,

 

bezüglich des Heizbetriebes bei kühlen Sommernächten empfehle ich, das Zeitprogramm so anzupassen, dass Nacht der reduzierte Betrieb eingestellt ist. 

 

Bitte teil mir die Seriennummer deiner Anlage mit und fertige ein Bild der Anlagenübersicht an, wenn du der Meinung bist, dass jetzt gekühlt werden muss. Dafür musst du die "?"-Taste für ca. 4 Sek. gedrückt halten. 

 

Viele Grüße
Flo

Bei der passiven Kühlung ist es wichtig, dass die Kühlungfunktion möglichst frühzeitig eingeschalten wird. Es funktioniert gut, die Temperatur auf einem Niveau zu halten, aber effektiv herunterkühlen geht nicht bzw. dauert systembedingt ewig.

 

Ich habe mal Fotos von zwei Zuständigen eingestellt, bei denen die Kühlung nicht angesprungen ist.

 

Die mit Nummern versehenen Bilder sind der Betriebszustand früh, bei dem ich auf Grund der o.g. erwartet hätte, dass die Kühlung anspringt.  Die mit Buchstaben versehenen Bilder sind ein Betriebszuständ, bei dem das Zeitprogamm falsch eingestellt war. Hier lief um die Mittagszeit erst dass Warmwasser. Die Kühlung hätte auch anspringen müssen.

Kühlung_1_k.jpg
Kühlung_2_k.jpg
Kühlung_3_k.jpg
Kühlung_4_k.jpg
Kühlung_a_k.jpg
Kühlung_b_k.jpg
Kühlung_c_k.jpg

Die Kühlung ist bei den ersten Bildern nach der Kühlgrenze aktiv, was an der drehenden Primärpumpe erkannt werden kann. Die Vorlauftemperatur ist aber zu niedrig, weshalb keine Kühlung im Heiz-Kühlkreis erfolgt. Bei der zweiten variante arbeitet der Kühlkreismischer auch und du hast 17°C im Kühlkreis. Dass bei Heizkreis 1 43°C steht, hängt damit zusammen, dass Heizkreis 1 keinen separaten Vorlaufsensor hat, sondern den Sekundärvorlaufsensor nutzt.

 

Weshalb 0°C bei der Vorlauf-Soll-Temperatur Kühlkreis angezeigt wird, kann ich mir nicht erklären aber die Temperaturen des Kühlkreises sind immer niedrig bzw. entsprechend nah am Sollwert.

 

Viele Grüße
Flo 

Hallo Flo,

 

danke für die Rückmeldung.

 

Was heißt Vorlauftemperatur zu niedrig? Welchen Wert meinst Du.

 

Ich bin mir ganz sicher, dass trotz angezeigter Funktion der Primärpumpe die Kühlung nicht lief. Hier schlägt das Problem mit der Primärpumpe zu, welches schon in einem anderen Thread diskutiert wird.

 

Ich habe bei mir aktuell noch ziemliche Strömungsgeräusche im System, wenn die Kühlung läuft. Mein Fachbetrieb will die Pumpen noch einmal anpassen. Aus diesem Grund bin ich da sehr sicher.

 

Im zweitern Fall wurde auch kein Laufen der Primärpumpe angezeigt. Dies war direkt nach einer Warmwasserphase.

 

Welche Temperaturdifferenz brauche ich den tatsächlich zum Einschalten der Kühlung, wenn ich den Parameter 7004 "Temperaturdifferenz für die Berechnung der Kühlgrenze" auf 2K haben und den minimalen Vorlauf (Parameter 7103) auf 20°C.

 

Eigentlich müsste die Kühlung doch dann bei 23°C Außentemperatur einschalten oder gibt es noch weitere Parameter, die passen müssen.

 

Wenn ich den minimalen Vorlauf niedriger einstelle, habe ich das Gefühl, dass die Kühlung das Takten anfängt. Dies merke ich an den Strömungsgeräuschen. Der Taupunktwächter dürfte nach meiner eigenen Feuchtemessung eigentlich nicht ansprechen. Sieht man das ansprechen irgendwo?

 

Wie gesagt: mir wäre ein langes und kontinierliches Durchlaufen und möglichst frühes einschalten wichtig.

 

Wie steht es um meine Frage zum Innentemperatursensor. Geht das? Bringt das eine Verbesserung der Regelung.

Die Primärpumpe läuft bei deinem ersten Beispiel mit 40% Leistung und beim zweiten ist sie aus. Die Vorlauftemperaturkühlkreis hat beim ersten Beispiel 20°C und beim zweiten 17°C.

 

Wenn die Kühlgrenze überschritten ist und die Vorlauf-Soll-Temperatur berechnet wurde, dann erfolgt die Zuschaltung bei Natural Cooling witterungsgeführt nach den folgenden Richtlinien. 

 

Das erstmalige Einschalten erfolgt, wenn die Vorlaufsolltemperatur einmalig überschritten wurde. Ist der Sollwert um 3K unterschritten, schaltet sich die Primärpumpe ab. Wird er um 6K unterschritten, schalten sich beide Pumpen ab. 

 

Ob es beim raumgeführten Kühlbetrieb ein anderes Verhalten gibt, kann ich dir aus der Ferne nicht beantworten. In der Regel ist es bei mehreren Räumen die gekühlt werden sollen besser, wenn witterungsgeführt gekühlt wird. 

 

Viele Grüße
Flo

@Flo Schneider

Aktuell läuft die Kühlung über die witterungsgeführte Regelung. Paramter 7105 "0".

 

Das heißt, es wird die die Kühlgrenze wird mittels Parameter 7004 unter Berücksichtigung der gedämpften Außentemperatur festgelegt. Durch die Dämpfung schaltet die Kühlung sehr spät ein.

 

Wie wird die Kühlgrenze ermittelt, wenn ich eine raumtemperaturgeführte Regelung hätte. Wenn die raumtemperaturgeführte Regelung lediglich einen Einfluss auf die Vorlauftemperatur hat, bringt dies keinen Vorteil hinsichtlich des Einschaltzeitpunktes.

 

Leider gibt die Anleitung dazu keinen Aufschluss.

 

Da laut Anleitung die Kombination aus raumtemperaturgeführter Kühlung und außentemperaturgeführter Heizung möglich ist, überlege ich, den Innensensor nachzurüsten.

 

Ich habe leider bisher kein Setup gefunden, dass bei den jetzigen Termpaturverhältnissen die Kühlung früher  als um die Mittagszeit zum Einschalten bewegt. Ich möchte aber auch vermeiden, dass die Heizgrenze und die Kühlgrenze zu dicht zusammenrutschen.

Hallo MuLei,

 

die Kühlgrenze wird beim witterungsgeführten oder raumtemperaturgeführten Betrieb immer gleich ermittelt. 

 

Viele Grüße
Flo