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Wärmepumpe für Neubau Einfamilienhaus mit PV

Hallo zusammen,

 

ich plane die Anschaffung einer Wärmepumpe für den Bau unseres Einfamilienhauses (160 m2 Wohnfläche, ungefähr Kfw- 40-Standard, ohne Keller).

 

Wir planen außerdem eine PV mit ca. 10 kWp, vermutlich zu einem späteren Zeitpunkt auch einen Batteriespeicher dafür.

 

Aktuell tendiere ich zu folgendem Setup:

- Wärmepumpe Vitocal 222-s (Typ AWBT-E-AC 221.C09) mit 210 L Warmwasserspeicher
- Vitocell 100-E SVPB 750 Liter als Heizwasser Pufferspeicher für den überschüssigen PV Strom

 

Oder alternativ dazu (teurer):

- Wärmepumpe Vitocal 250-A (ohne integrierten Warmwasserspeicher)
- Vitocell 100-E SVPB 750 Liter
- Vitotrans 353 Frischwassermodul (um PV-Strom auch zur Trinkwasser Erhitzung zu nutzen)

 

Für mich stellen sich folgende Fragen:
- Ist die Vitocal 222-s, wenn ich jetzt bestelle, SG-ready für die Ansteuerung durch den Wechselrichter der PV?
- Ist der Typ AWBT-E-AC 221.C09 für mein Vorhaben passend?
- Was ist der Unterschied zum Typ AWBT-M-E-AC/AWBT-M-E-AC-AF 221.E?
- Brauche ich später noch eine Zusatzkomponente, wenn ein Batteriespeicher dazu kommt (zB GridBox)?
- Beim Typ AWBT-E-AC 221.C09 wird R410A (GWP 2.088) als Kältemittel verwendet
- Wird das in der Zukunft zum Problem? (Soweit ich weiß EU-Verbot ab 2030 für GWP > 2.500)

 

Welches Setup würdet ihr empfehlen?

 

Danke!

1 AKZEPTIERTE LÖSUNG

Akzeptierte Lösungen

Hallo AXL,

 

>>R410a hat den großen Nachteil, dass es bei einer Split-WP in großer Menge vorhanden ist, so dass jedes Jahr eine Dichtheitsprüfung erforderlich ist

 

Das gilt nur für die D09 und größer

Die D08 und kleiner liegen von der Füllmenge unter dem Grenzwert.

 

VG 

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen

15 ANTWORTEN 15

Noch ein Nachtrag zum Thema Kältemittel R410A vs. R32 bei der vitocal 222-s:

 

Wenn man über https://www.viessmann.de/content/dam/public-brands/master/products/heat-pump/vitocal-222-s/DB-579805...  das Datenblatt für die vitocal 222-s runterlädt, dann sind dort die Typen 

AWBT(-M)-EAC 221.C aufgeführt und es wird R410A als Kältemittel genannt.

Axl_0-1669146756258.png

 

Unter https://static.viessmann.com/resources/technical_documents/DE/de/VDP/6195455VDP00001_1.pdf werden aber die Typen AWBT-M-E-AC/AWBT-M-E-AC-AF 221.E und AWBT-M-E-AC/AWBT-M-E-AC-AF 221.E 2C aufgeführt und R32 als Kältemittel genannt.

Axl_1-1669146981301.png

 

Was ist denn der Unterschied zwischen den Typen 221.C und 221.E und warum findet man das Datenblatt für 221.E nicht im download-Bereich?

 

Danke 😉

 

Hallo,

 

 

2 C heisst 2 Heizkreise (FBH + Heizkörper)  - dass ist ein No GO bei einem Neubau!

 

Das mit dem R410a hast du richtig erkannt. Nebenbei hat eine D09 so viel davon, dass due jedes Jahr einen Kältetechniker beauftragen muss der dir die Dichtheitsprüfung durchführt und bescheinigt.

 

VG 

Hallo @qwert089 ,

 

vielen Dank für die Antwort 👍

 

2 C heisst 2 Heizkreise (FBH + Heizkörper)  - dass ist ein No GO bei einem Neubau!

Das war mir nicht klar.

 

Heißt, für mich kommt besser die AWBT-M-E-AC/AWBT-M-E-AC-AF 221.E in Frage, da neueres Kältemittel.

Für was steht "AF"?

 

Welche Größe würde denn für mein Vorhaben am besten passen (160 m2, 2 Vollgeschosse mit Fußbodenheizung, Heizlast 6-8 KW bei  -12 Grad)?

 

221.E08 oder doch 221.E10?

 

Axl_0-1669150298375.png

 

 

 

Hallo,

 

AF -- > das heisst: elektrische Begleitheizung für Kondenswasserwannein der Außeneinheit eingebaut (Anti Freeze)

 

>>Welche Größe würde denn für mein Vorhaben am besten

hast du schon einen Energieausweis, der den mittleren U wert des Baus ausweißt?

6-8 kW ist schon eine gewisse Unsicherheit.

Wenn du den U wert kennst.

Gib die Daten hier ein 

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html

 

VG 

Hallo @qwert089 ,

 

der mittlere U-Wert ist 0,19 W/(m²K) .

https://grabenkollektor.waermepumpen-verbrauchsdatenbank.de/enev-heizlast.html

=> Da kommt dann 4517 W raus, also niedriger.

 

Reicht dann Typ 221.E08 aus? Habe gelesen, man sollte im Zweifel lieber die kleinere nehmen.

 

Wie würde das zu den Pufferspeichern passen (Warmwasser 210L und Heizung 750L, in Verbindung mit 10 kWp PV)?

 

Mal angenommen ich möchten den 750L Heizwasser Puffer von 40 auf 70 Grad erhitzen:
Dann brauche ich dafür ungefähr 34,8 kWh (750 * (70-30) * 1.16 = 34800).
Wenn die  WP 10 kW liefert, dann wäre das in 3 1/2 Stunden durch.
Über die COP bräuchte ich ja deutlich weniger Output bei der PV.

Das müsste die PV ja auch im Winter liefern...

Aber was ist mit den 210L Trinkwasser?

 

Meine Idee war, mit dem 750L mehr von der PV-Energie speichern zu können (ein Batteriespeicher ist mir momentan zu teuer). Vielleicht reicht aber auch ein kleinerer Pufferspeicher.

 

Vielleicht liege ich hier auch voll daneben, ist alles nur gefährliches Halbwissen 😉

Hallo,

 

4517 W bei welcher NAT?? Ich rechne jetzt mal exemplarisch mit  -14.

 

Ja die E08 reicht völlig. Mit der E06 würde es auch gerade noch gehen.

Man verbaut sich mit der E08 aber nichts.

Beide laufen bei der genannten Heizlast  bei ca. 0 Grad aus dem Modulationsbereich.

 

Diese WP kommen bei einer FBH ganz ohne Puffer aus. Zum Abtauen ist ein kleiner Puffer eingebaut.

 

Einen 750l Speicher würde man als Parallelpuffer anschließen mit zusätzlicher Pumpe und Mischer.

Das dürfte so etwa 2-3k€ zusätzlich kosten.

Bei einem Parallelpuffer hat man immer Mischungsverluste (Exergieverlust)

Man muss mit 2-5K höher in den Puffer laden als man auf der anderen Seite benötig. Das kann bis zu 20% ausmachen, je nach dem wie gut System das abgestimmt ist .

 

Der Estrich hat pro m³ etwa die Wärmespeicherkapazität von 500l Wasser.

Bei 160 m² und 7 cm Estrich sind das 11m³

Den Estrich kann man natürlich nicht um 40K überheizen, aber um 4-5K.

Das kommt dann mit 6 Stunden Verzögerung im Haus an.

Um das so zu machen, dürfen keine EER abregeln und man eine leichte Übertemperatur akzeptieren.

So kann man in der Überganszeit nur unter Tags heizen und Nachts die WP aus lassen.

 

Anstatt dem Puffer würde ich mir lieber einen erweiterbaren Batteriespeicher kaufen.

z.b. 5kWh Pylonthek kostet ca 2,2k€. für etwa den Preis bekommt man auch einen 10kWh Bausatz.

 

Schau dir hier mal die Rubrik "Wissen " durch

https://ingenieurbuero-heckmann.de/faq/

 

VG 

Axl.JPG

Hallo @qwert089 ,

vielen, vielen Dank für die Infos!!! 💪

Das hat meinen letzten Stand des Irrtums wieder etwas verbessert 😉

Dass der Estrich viel Wärmespeicherkapazität hatte ich zuletzt auch mal gelesen
aber vorher nicht so auf dem Schirm.

Ich könnte also bei mir die E08 nehmen und wie unter https://ingenieurbuero-heckmann.de/faq/ beschrieben mit der Temperatur arbeiten, um nachts die WP aus zu lassen.

Frage dazu: Ist das für das Gerät überhaupt gut oder ist es besser, wenn die WP immer konstant läuft?

"Leider" habe ich mich auch nochmal zum Thema R410A vs. R32 vs. R290 (Propan) schlau gemacht.

Z.B hier: https://www.heizungsjournal.de/langfristiger-trend-zu-natuerlichen-kaeltemitteln-in-waermepumpen_161...

"Unter der Rubrik "Kältemittel für Neuanlagen" ist dort das Kältemittel R32 nur als "eventuell zukunftssicher" aufgeführt. Dagegen wird das Kältemittel R290 (Propan) mit einem GWP-Wert von 3 im AMEV-Leitfaden als "zukunftssicher" gelistet. "

Für mich klingt das, um ehrlich zu sein, so als ob R32 auch nur wieder eine Übergangslösung ist.

Vielleicht kann hier mal jemand von @Viessmann was dazu sagen.

Bei viessmann bleiben dann für mich, wenn ich Propan möchte, eigentlich nur die Modelle 250-A  oder 252-A (sind soweit ich weiß was den WP-Typ angeht gleich aber eher für die Sanierung gedacht).

Der Typ 251.A10 ist für mein Vorhaben aber schon etwas groß dimensioniert, oder?

Axl_0-1669287579823.png

https://www.viessmann.de/content/dam/public-brands/master/products/heat-pump/vitocal-250-a/DB-619545...

 

https://www.viessmann.de/content/dam/public-brands/master/products/heat-pump/vitocal-222-s-r32/DB-61... 


Eine andere Alternative sehe ich momentan leider nicht...

>>wenn die WP immer konstant läuft?

an einem trüben Tag im Winter ist es besser sie 24h konstant mit einer optimierten VL-Temp  laufen zu lassen.

Bei Sonne und PV Überschuss sieht es dann anders aus.

 

Bei einer Split WP ist R32 das zur Zeit aktuelle Kältemittel das alle großen Hersteller verwenden.

 

Ob jetzt Split oder Monoblock besser sind, findest du sicher genug genügen pro und contra im Netz.

 

Ja die 250-A ist eigentlich zu groß.

Wobei laut Datenblatt die untere Modulationsgrenze ganz ähnlich wie bei der  E06 und E08.

 

VG 


Bei einer Split WP ist R32 das zur Zeit aktuelle Kältemittel das alle großen Hersteller verwenden.


Ok, ich vermute mal, weil bei Monoblock das Kältemittel nur in der Außeneinheit ist und bei Split
niemand Propan-Leitungen im Haus haben will.

 

Ich fasse nochmal zusammen was ich jetzt mitgenommen habe:

 

Kältemittel:
- R410a hat den großen Nachteil, dass es bei einer Split-WP in großer Menge vorhanden ist, so dass jedes Jahr eine Dichtheitsprüfung erforderlich ist
- außerdem wird es als klimaschädlich eingestuft
- R32 ist hier zumindest was die Dichtheitsprüfung und Klimaschädlichkeit angeht etwas besser (stimmt das ?)
- die beste Option wäre Propan, welches aber nur beim Monoblock-WPs zum Einsatz kommt

 

Größe WP:
- Für mein Vorhaben käme die Split-WP 222-s Typ AWBT-M-E-AC/AWBT-M-E-AC-AF E08 oder gerade noch E06 in Frage
- E06 Nennwärmeleistung (A2/W35: 3,8 kW; A7/W35: 5,3 kW; A-7/W35: 5,5)
- E08 Nennwärmeleistung (A2/W35: 4,5 kW; A7/W35: 6,8 kW; A-7/W35: 6,3)
- Eine alternative als Monoblock mit Propan wäre die 250-a Typ 251.A10
- allerdings eigentlich zu groß für mich
- Nennwärmeleistung (A2/W35: 5,8 kW; A7/W35: 7,3 kW; A-7/W35: 9,5)

 

Pufferspeicher:
- Estrich hat pro m³ etwa die Wärmespeicherkapazität von 500L Wasser
- ein zusätzlicher Pufferspeicher müsste als Parallelpuffer mit zusätzlicher Pumpe und Mischer angeschlossen werden (2-3K EURO extra)
- bei mir könnte die Speicherkapazität des Estrichs schon reichen
- bei der WP ist ein kleiner Puffer zum Abtauen integriert (16L)

- ggf. lieber doch in einen Batteriespeicher investieren

 

Danke nochmal @qwert089 , du hast mir sehr geholfen!

 

 

Hallo AXL,

 

>>R410a hat den großen Nachteil, dass es bei einer Split-WP in großer Menge vorhanden ist, so dass jedes Jahr eine Dichtheitsprüfung erforderlich ist

 

Das gilt nur für die D09 und größer

Die D08 und kleiner liegen von der Füllmenge unter dem Grenzwert.

 

VG 

Ich hatte zwar schon die Lösung akzeptiert aber mir ist grade aufgefallen, dass doch noch eine Frage offen war:

 

Ist die Vitocal 222-s, wenn ich jetzt bestelle, SG-ready für die Ansteuerung durch den Wechselrichter der PV?


Wie sieht es denn damit aus? Funktioniert das out-of-the-box oder braucht ich da noch zusätzliche Komponenten?

Wie sieht es bei der 250-a aus? Wechselrichter ist vermutlich Fornius Symo GEN24 8.0 Plus.
 

 

Wenn der Fronius einen SG-Ready Kontakt hat, der potentialfrei 230V schalten kann, brauchst du nur ein 2 poliges Kabel.

Welche Aktionen und in welcher Stärke der SG-Ready Kontakt dann an der Vitocal starten soll, muss du zusammen mit dem HB einstellen.

 

Für eine stufenlose PV Überhöhung braucht man zusätzlich einen Viessmann Stromzäher der bei der 250-A per CAN-Bus verbunden wird.

Für welche Wärmepumpe haben Sie sich entschieden?

@maria1022 , ich habe mich noch gar nicht entschieden. Muss das ganze noch mit dem Heizungsbauer durchsprechen.

 

Ich melde mich aber hier, wenn mich entschieden habe.

@maria1022 bei mir wird es es jetzt eine Vitocal 252-A AWOT-E-AC-AF 251.A10.

 

Hier ist ein Warmwasserspeicher mit 190L integriert.

 

Ich habe mich nun gegen einen zusätzlichen Pufferspeicher für das Heizungswasser entschieden und nehme lieber einen Batteriespeicher, um den überschüssigen PV-Strom effizient zu nutzen.

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