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Gut zu wissen: Meine Solarkollektoren beschlagen - muss ich mir Sorgen machen?

Die Dachfläche des eigenen Hauses gehört bekanntermaßen zu den eher weniger gut einsichtigen Stellen des Gebäudes. Wenn darauf aber eine thermische Solaranlage installiert ist, schweift der Blick hin und wieder doch einmal nach oben.  Und manchmal stellen Hausbesitzer fest, dass einige der Kollektorflächen beschlagen sind. Der Community-Artikel erklärt, was es damit auf sich hat und ob man sich Sorgen machen muss.

 

Das Beschlagen der Kollektoren - genauer, deren Innenseite - ist zwar gelegentlich zu sehen, wird aber meist falsch eingeschätzt. Denn es ist ein völlig normaler physikalischer Vorgang, der sich immer dann einstellt, wenn die warme Luft im Kollektor an der kälteren Glasabdeckung des Kollektors kondensiert. Doch was genau hat es nun damit auf sich?

 

Die meisten handelsüblichen Flachkollektoren sind mit Be- und Entlüftungsöffnungen ausgestattet, damit sich die Feuchtigkeit der Luft nicht dauerhaft im Gerät niederschlagen kann. Unter normalen Betriebsbedingungen erfolgt dabei ein etwa 50-facher Luftwechsel pro Tag. Bei Sonneneinstrahlung wird die Luft innerhalb des Kollektors erwärmt und sie dehnt sich aus. Gleichzeitig beginnt über die Lüftungsöffnungen der Luftwechsel. Bei nachlassender Erwärmung (abends oder bei bedecktem Himmel) endet der Luftwechsel und die Luft im Kollektor zieht sich wieder zusammen. Damit wird kältere und feuchtere Umgebungsluft in den Kollektor gesaugt. Diese Luftfeuchtigkeit lagert sich hauptsächlich in der Dämmung des Kollektors ab. Bei erneuter Sonneneinstrahlung verdampft die Feuchtigkeit im Kollektor und schlägt sich zunächst als Kondensat auf der Innenseite der Glasabdeckung nieder. Dieser Vorgang ist völlig normal und schadet dem Kollektor nicht.

 

Doch jeder Luftwechsel geht mit einem geringen Wärmeverlust des Kollektors einher. Die Größe der eingangs erwähnten Lüftungsöffnungen ist also ein Kompromiss zwischen der Trocknungsgeschwindigkeit und der Leistung des Gerätes. Unter bestimmten Bedingungen kann der Luftwechsel erschwert werden, woraufhin der Kollektor morgens länger beschlagen bleibt (flache Einbaulage erschwert Feuchtigkeitsaustrag, feuchtes Umgebungsklima kann den Feuchtigkeitseintrag erhöhen). Bei guter Sonneneinstrahlung und hoher Kollektortemperatur löst sich ein normaler Beschlag jedoch innerhalb kurzer Zeit auf und die Solarstrahlung kann wieder komplett in Wärmeleistung umgesetzt werden. Je nach Luftfeuchtigkeit, Temperatur innerhalb des Kollektors sowie Transparenz der Verglasung wird die Kondensation des Wasserdampfes mehr oder weniger sichtbar. Gerade in der Übergangszeit und im Winter kommt es bei Flachkollektoren zur Schwitzwasserbildung an der Innenseite. Unterm Strich ist es also das Gleiche, wie mit den beschlagenen Brillengläsern, wenn man im Herbst oder Winter von draußen in einen warmen Raum kommt. Alles eine Frage der guten Belüftung 😉 

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