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Gasverbrauch PT2 weit über Prognose

Hallo,

wir haben April 2019 eine PT2 installieren lassen.

Der prognostizierte Gasverbrauch lt. Installateur sollte sich auf 23.500kwh/Jahr belaufen; entsprechende Broschüren und Unlerlagen wurden ausgehändigt.

Nach den ersten 19 Monaten stellt sich aber heraus, dass die Prognose viel zu niedrig war.

Ich gehe gem. der momentan Zahlen von mindestens 32.000kwh/Jahr aus, eher 36.000kwh/Jahr. Hinzukommt, dass der letzte Winter sehr mild war. Sollte ein wirklich kalter Winter mal wieder eintreten, gehe ich von nochmals deutlich mehr aus.

Die progonstizierte Stromersparnis wurde auch stark verfehlt.

Unsere 25-28 Jahre alte Buderus hat nicht wesentlich mehr Gas verbraucht. Ich möchte betonen, dass der Wohnkomfort bzgl. Wärme nicht gestiegen ist gegenüber der alten Heizung und wir auch nicht übermäßig heizen. In gewisser Weise ist der Wohnkomfort sogar gesunken, da einzelne Räume nicht manuell wärmer gestellt werden können gegenüber vorher.

D.h. für mich erfüllt die PT2 bzgl. Gasverbrauch und Stromerzeugung bei weitem nicht die Erwartungen und die beworbenen Prognosen. Angesichts der sehr hohen Investitionskosten ist die Anlage somit auch und volr allem finanziell eine sehr herbe Enttäuschung.

Wie sieht Viessmann eine solch eklatante Differenz? Ist die Anlage u.U. falsch eingestellt oder werden einfach falsche und unrealistische Erwartungen seitens Viessmann und den Installateuren geweckt?

Für eine ehrliche Antwort wäre ich sehr dankbar.

Danke, viele Grüße

16 ANTWORTEN 16

Hallo PT2Power,

der Gasverbrauch wird im Vergleich zu einem gewöhnlichen Wärmeerzeuger höher ausfallen. Durch den parallelen Betrieb von Gas-Brennwertgerät und Brennstoffzelle steigen einerseits die Gaskosten, aber durch den vermiedenen Strombezug aus dem Netz, welcher deutlich teurer ist als das eingesetzte Gas, sollte sich eine Energiekosteneinsparung einstellen.

Die höchste Einsparung wird generiert, wenn der produzierte Strom durch die Brennstoffzelle möglichst auch selbst verbraucht wird. Betreibt man die Brennstoffzelle beispielsweise im Betriebsmodus "Energiemanager Aus" kann dies zu einer höheren Laufzeit der Brennstoffzelle führen. Jedoch wird der produzierte Strom nicht selbst verbraucht, vielmehr unwirtschaftlich in das öffentliche Netz eingespeist, fällt die Energiekosteneinsparung geringer aus.

Wir empfehlen für Betreiber, welche eine größt mögliche Energiekosteneinsparung anstreben möchten den Betriebsmodus “Ökonomischer Betrieb”. Hier legt die Brennstoffzelle ihre Laufzeiten speziell in Phasen mit hohem prognostizierten Stromeigenverbrauch rein. Dies kann zwar zu einer etwas geringeren Laufzeit der Brennstoffzelle führen aber die Energiekosteneinsparung wird in diesem Betriebsmodus maximiert.

Immer wieder kommt es zu Beanstandungen, dass Versprechungen hinsichtlich möglichen Einsparungen nicht eingehalten werden. Jedoch haben wir auf die individuellen Beratungen und Verkaufsgespräche leider keinen Einfluss. Bitte wende dich mit deinem Anliegen an deinen Heizungsfachbetrieb, der, falls er nicht für die Versprechungen und Prognosen verantwortlich ist, den zuständigen Viessmann Außendienstmitarbeiter kontaktieren sollte.

Beste Grüße Robin

Hallo Robin,

ich kann gerne den Kontakt mit dem entsprechenden Mitarbeiter des Installateurs herstellen.
Bzgl. Gasverbrauch: wir haben aktuell eine Einsparung von max. 10% in kwh im Vergleich zu einer mehr als 25 Jahre alten Anlage, deren Regelkreis am Ende nicht einmal mehr richtig funktionierte.

Energiemanager ist wie beschrieben eingestellt. Internetzugang bzw. aufschalten über die App war bis vor kurzem kein Problem. Eventuell hängt es mit dem letzten SW Update durch Viessmann zusammen? Und wenn die Fernwartung nicht möglich ist, könnte man sich auch vorstellen, dass proaktiv eine Mail verschickt wird oder eine Info in der App kommt.

Fakt ist:
- die Gas Einsparung ist gering gegenüber einer 25+ alten Anlage
- die Investitionskosten sind sehr hoch
- die Wartungskosten sind hoch
Finanziell rechnet sich die Anlage bisher in keiner Weise für uns aus meiner Sicht. Ein Vergleich mit einer 25+ Jahre alten Anlage sollte eigentlich überhaupt nicht relevant sein. Was zählt, ist der Vergleich mit einer aktuellen Gastherme, die meines Wissen mind. 10.000,- weniger kostet und günstigere Wartung hat.

Finanziell möchte ich des Weiteren auch auf den Leitfaden https://fm.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikation/did/steuertipps-zur-energieerzeugung/?tx_rsm... hinweisen, der die oft propagierte Vorgehensweise bzgl. Brennstoffzellenheizung und Steuern infrage stellt.

Umweltfreudlichkeit: müsste man mal durchrechnen, ob das wirklich so umweltfreundlich ist; ich habe da inzwischen große Zweifel bei dem Verbrauch.

Viele Grüße

Hallo PT2Power,

wie bereits im Beitrag von NoraQ geschrieben, wird sich eine Heizungsanlage im Normalfall nicht amortisieren. Jedoch kann der "Mehrinvest Vitovalor" im Vergleich zu einem herkömmlichen Gas-Brennwertgerät über "Jahre X" ausgeglichen werden. Nur dafür müssen die Laufzeiten der Brennstoffzelle passen, die nach Freigabe durch "Speicherschichtung und Energiemanager" von mehreren Faktoren abhängig ist. Zum Beispiel wirken hohe Warmwassersollwerte und geringe Warmwasserentnahmen nachteilig auf die Speicherschichtung und somit Freigabe. Ist eine Zirkulationspumpe volumenstrommäsig nicht abgestimmt, kann auch diese nachteilig auf die Speicherschichtung einwirken. Ist die Brennstoffzelle freigegeben und startet, muss die Wärmeabnahme über die Heizkreise gegeben sein. Auch hier gibt es wieder Faktoren, wie hohe Rücklauftemperaturen und nicht passende Volumenströme, die auf die Laufzeiten nachteilig einwirken.

Sicherlich ist die Vitovalor regelungstechnisch eine ganz andere Hausnummer, aber grundsätzlich reagiert die Brennstoffzelle wie ein gewöhnlicher Wärmeerzeuger auf den Wärmebedarf. Wenn die Versprechungen nicht ansatzweise erfüllt werden, kann der Fachbetrieb eine Anlagenüberprüfung über den Servicecenter einleiten. Bei dem Termin sollten dann aber auch alle Beteiligten mit vor Ort dabei sein.

Deine Anlage ist aktuell online sichtbar. Hier solltest du den Warmwassersollwert reduzieren, was die Freigabe der Brennstoffzelle begünstigen wird. Stelle bitte zu testzwecken zwischen 45° und 50°C ein. Viele User haben mit 45° die besten Ergebnisse erzielt. Das Betriebsprogramm der Brennstoffzelle "Ökonomisch" passt soweit. Das Zeitprogramm Warmwasser und Zirkulation solltest du an die Spitzenbedarfszeiten (Beispiel: 6-9 Uhr / 11-13 Uhr / 18-21 Uhr) anpassen, kurzum nur zu den Zeiten einstellen, wo auch tatsächlich schnell warmes Wasser benötigt wird. Außerhalb des Warmwasserzeitprogramm wird das Gasbrennwertgerät keine Warmwasserbereitung durchführen, was ebenfalls positiv auf die Speicherschichtung einwirkt. Die Heizkurve ist schon relativ niedrig, wenn möglich noch weiter eindrosseln, ohne das eine räumliche Unterversorgung entsteht. Selbiges eindrosseln gilt für den Raumsollwert, der aktuell auf 24°C steht.

Mehr kann ich aus der Ferne nicht machen. Das Thema "Zahlen & Versprechungen" muss an der sogenannten Front geklärt werden. 😉

Beste Grüße Robin

Hallo Robin,

zunächst vielen Dank für die Hinweise.

Trotzdem noch ein paar letzte Worte zum Thema Finanzen
- es werden Verbauchszahlen angegeben, die weit überschritten werden: wozu werden diese dann angegeben? Es werden sogar Amortisationszeiträume ausgerechnet...
- es geht aber eigentlich gar nicht ums amortiesieren in dem Sinne: wieso soll ich 10.000 € mehr für eine Anlage ausgeben, die anscheinend keinen Mehrwert hat? Der Sinn erschließt sich mir nicht.
- das Thema Finanzen wird nicht nur von Euren größten Installateuren sehr aggressiv beworben sonder auch von Viessmann selbst; warum heißt es dann nach dem Kauf "wird sich nicht amortisieren"? Das passt nicht zusammen.
- wie kann eine 25 Jahre alte Anlage mit defekter Regelung sich im selben Verbrauchsbereich bewegen?
- gibt es eine Bilanz, die über den gesamten Lebenszyklus nachweist, dass co2 eingespart wird gegenüber einer modernen Gas-Therme (inkl. Herstellung, notwendigen Rohstoffen und Verbrauch im Betrieb)?
- die alte Anlage hat außer während der Nachtabsenkung permant Warmwasser und Heizleistung zur Verfügung gestellt; wenn ich die Zeiten anpassen muss, ist das ein bisschen, als ob ich eine LED Lampe an eine Zeitschaltuhr hängen müsste, damit sie weniger verbraucht als die Glühbirne, die vorher permanent an war...

Zu den Hinweisen
- WW Temparatur kann ich absenken aber wird sehr wahrscheinlich zu Protesten der Familie führen -> WW war früher auch nicht niedriger, eher höher
- ähnliches gilt für den WW- & Zirkulationszyklus
- die Kurve ist gem. Techniker eingestellt; ich habe da nichts mehr geändert; wenn ich die weiter absenke, dann muss die Raumtemparatur hoch (s.u.), was auch wieder keinen Sinn macht
- Solltemparatur: die muss zwischendurch auf 24 Grad gestellt werden, weil es sonst zu kalt ist; normalerweise steht sie auf 22. Hier noch Feedback der Familie zum Heizverhalten: schlechter, kälter und weniger behaglich als früher

Zum Thema Front: ich hoffe, dass eine solche Anlagenprüfung durch Installateur und Service Center kostenlos ist? Wie stelle ich sicher, dass der Installateur mich nicht auflaufen lässt (was ich erwarte)? Kann ich das über Viessmann beantragen?

Zum Thema Internet & WLAN: ich bin inzwischen ziemlich sicher, dass mit dem neuesten SW Update ein Bug kam. Die Anlage ist täglich nicht mehr erreichbar. Sie erscheint aber im Router und hat eigentlich Internetzugang. Die Anlage selbst zeigt verbunden an, mit Internetzugang. Das ist bis zum letzten Technikerbesuch und dem SW Update nie aufgetreten. Wenn ich Internet aus- und wieder einschalte an der Anlage, funktioniert es wieder.

Viele Grüße


Hallo PT2Power,

grundsätzlich kann sich ein Wärmeerzeuger, sei es ein modernes Gas-Brennwertgerät oder ein älterer atmosphärischer Gaskessel nicht amortisieren. Irgendwo einsparen möchte man dennoch bei einer Modernisierung. Aufgrund der Brennwerttechnik kann der Gasverbrauch bei einem gewöhnlichen Gas-Brennwertgerät im Vergleich zu einer Altanlage geringer ausfallen. Dabei muss aber berücksichtigt werden, dass der fixe Wärmebedarf vom Gebäude ohne zusätzliche Maßnahmen unverändert ist und bleibt. Auch werden sich die Personen in punkto Heizverhalten und Bedarf nicht sonderlich verändern.

Bei der Vitovalor fällt der Gasverbrauch durch den zweiten integrierten Wärmeerzeuger Brennstoffzelle höher aus. Der Gasmehrinvest sollte aber durch nicht zugekauften Strom kompensiert werden. Der Sinn der Anlage liegt darin, Strom zu produzieren und möglichst den Zukauf von Strom zu minimieren. Das ganze schont durch den grünen Daumen parallel auch die Umwelt, was immer mehr politische Gewichtung bekommt.

Zu den Prognosen und Versprechungen können wir keine Aussagen treffen. Uns würde aber dennoch das Tool interessieren, womit dein Fachbetrieb so arbeitet und Werbung betreibt.

Zu den Hinweisen, klar muss das mit den Mitbewohnern abgestimmt werden. Wer das maximale rausholen möchte, sollte auch tolerant nachgeben und ausprobieren. Es waren halt Vorschläge die Laufzeit zu verbessern. Die Heizkennlinie und die Sollwerte stellt der Techniker nach Gefühl ein, doch das Feintunning in punkto Effizienz muss der Bewohner selbst vornehmen. Wenn die Heizkennlinie unverändert bleiben muss, gehe ich von einer älteren Gebäudehülle aus. Anders können bei Reduzierung der Kennlinie auch knapp bemessene Heizflächen nachteilig zur Unterversorgung beitragen.

Eine Anlagenüberprüfung kann nur ein Fachbetrieb über den Servicecenter beauftragen. Neben der Anlagenüberprüfung könnte parallel auch gleich nach dem WiFi Modul geschaut werden, damit sich da eine Stabilität einstellt. Kostenlos wäre der Einsatz, wenn sich ein Produktmangel herausstellt. Das schließe ich aber aus der Ferne betrachtet aus. Wenn der Fachbetrieb das verweigert und dich auflaufen lässt, benötigst du einen alterativen Heizungsfachbetrieb am besten einen örtlichen in deiner Nähe.

Beste Grüße Robin

Hallo Robin,

letzter Kommentar zu dem Thema: de facto wird an der Anlage nichts sein.

Ich werde den Installateur bzgl. des Verbrauchs kontaktieren. Aber ehrlich gesagt gehe ich davon aus, dass da nichts kommen wird.
Viessmann muss sich ankreiden lassen, dass es mit Installatueren im großen Stil zusammenarbeitet, die offentsichtlich völlig falsche Aussagen treffen und denen es nur um Umsatz geht. Die baulichen Gegebenheiten wurden aufgenommen und waren dem Betrieb bekannt und klar (letzter Hinweis dazu: die Isolierung ist sogar besser als vor der Installation, da einige Fenster ausgetauscht wurden; des Weiteren war es seit der Installation noch nie wirklich kalt).
Die ganzen Aussagen bzgl. Strom usw. sind mir schon klar. Und dass eine Brennstoffzellenheizung mehr verbraucht als eine neue Therme, ist mir auch klar.
Ich habe das Prinzip schon verstanden. Aber ich hoffe, dass Viessmann im Gegenzug klar ist, dass eine unhaltbare Werbung betrieben wird für ihre Produkte, die nicht zu Kundenzufriedenheit führt.

Viele Grüße

Hallo PT2 Power,

schreibe uns bitte eine E-Mail an customer-care@viessmann.com, in der zusammengefasst deine Eindrücke und Erfahrungen widergespiegelt werden. Für eine direkte Zuordnung beziehe dich bitte auf diesen Beitrag. Gib uns über die Mail detaillierte Informationen in punkto "unhaltbare Werbung mit Versprechungen", was in deinem Fall zur Unzufriedenheit führte. Wir werden dein Beispiel entsprechend platzieren und prüfen lassen.

Beste Grüße Robin

Hallo
Wir haben auch seit Anfang September eine PT2 Anlage und haben bis heute leider auch schon über 100 Qubikmeter Erdgas verbraucht...... was uns unheimlich viel vorkommt!!!!!! Leider haben wir keinen Vergleich da wir von Heizöl auf Erdgas umgestellt haben.
Wir wissen nicht ob es normal ist dieser verbrauch?
Wir wissen nicht was wir für Angaben machen sollen wenn wir ein Erdgas Anbieter kontaktieren wollen um von der grund versorgung wech zu kommen.
Möglicherweise kann man uns auch helfen.
Danke im voraus

Hallo Wir,

hiermit

 

Loule_0-1609850102329.png

 

könnt Ihr den bisherigen Heizölverbrauch umrechnen auf Erdgasverbrauch.

 

Damit ist es Euch möglich festzustellen, ob der Verbrauch normal ist und könnt auch den Heizölverbrauch der letzten Jahren in kWh umrechnen. Entweder erwartet der neue Energielieferanten den Wert in kWh, wenn nicht, dann den kWh-Wert in Volumen (m³) Erdgas umrechnen.

 

Hoffe, es hilft weiter.

 

Im Übrigen habe ich bei einer Heizkurve 1,1, Niveau 4 seit September 1.400m³ (1.100 Brennwerttherme; 300 BSZ) Gas verbraucht.

 

Gruß

Loule

Hallo Loule,

 

darf ich Fragen wie dein Vorjahresverbrauch war? Und weißt du eventuell wie viel du mit dem alten System gebraucht hast? Wie groß ist deine beheizte Wohnfläche?

 

Unsere Vitovalor wurde erst im Oktober installiert und ich muss alle Beobachtungen noch mit Vorsicht genießen.

Im November hatten wir ohne aktive Brennstoffzelle 310m³ Verbrauch. Im Dezember waren es dann mit Inbetriebgenommener Brennstoffzelle dann 405m³ an der Therme plus 93 m3 für die Brennstoffzelle.

 

Ich finde den Verbrauch auch extrem hoch wenn ich das mal realistisch hochrechne komme ich auf jeden Fall auf einen höheren Verbrauch als mit der 20 Jahre alten Therme. Dort lag der Jahresverbraucht bei etwa 20.000 kWh. Hier auch noch Nachts und Tagsüber bei Abwesenheit mit reduzierter Temperatur gefahren. Allerdings lief diese bei vollem bedarf sicher am Anschlag und konnte mir einen großen Nebenraum nicht gut Warmhalten. Dafür war das Gerät damals auch nicht vorgesehen. Hierfür akzeptiere ich einen Mehrverbrauch.

 

Ich habe allerdings das Gefühl als würde die Vitovalor bei aktiver Brennstoffzelle immer eine Mindestmenge an Energie erzeugen und selbst wenn man die Temperatur nachts oder auf Tags bei Abwesenheit senkt sehe ich praktisch keine Abnahme im Verbrauch.

 

Die würde einige Vermutungen die ich im anderen Thema PT2 mit hydraulischer Weiche schon genannte hatte untermauern. Aufgrund der Brennstoffzelle läuft die Therme immer mit 9kW und geht bei minderem Bedarf immer an und aus. Bei der Temperatur vom HK2 lässt sich sehen, dass wenn der Brenner aus geht und Mischer das Überangebot an wärme wegregeln will die Temperatur extrem fällt. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Und ich habe den verdacht, dass durch das Mischen ein Teil der Energie die Aufwand wird dann uneffektiv "Verpufft" wird. Auf merke ich das die Heizkörper immer periodisch wärmer und kälter dadurch werden. Natürlich weiß ich das die Energie nicht einfach verschwindet, aber ich denke je nach dem wo Sie hingelangt nicht Effektiv in den Kreis gebracht wird.

 

Da deine Heizkurve sehr niedrig ist und du ebenfalls einen hohen Verbrauch hast könnte es sein, dass bei dir vielleicht ein ähnliches Verhalten zu beobachten ist?

 

Ich habe heute mal ein Experiment gemacht, da die Wetter Prognose für heute nahezu gleich zu gestern war. Ich hab meine Nachabsenkung um ein weiteres Grad von 18 auf 17 Grad gesenkt und Tagsüber die Normale Temperatur von 21 Grad nur von 5:30-8:30 und von 15:30-22:00 Uhr gestellt, da Vormittags sowieso niemand zuhause war. Der Tag hat zwar noch 2 Stunden aber ich kann anhand des angezeigten Tagesverbrauchs jetzt schon sagen, dass ich nahezu den gleichen Verbrauch wie gestern habe. Ich glaub es gibt einen Punkt an dem am das System nicht weiter bescheiden kann um eine Einsparung zu erziehen (selbst wenn ich ein gemindertes Wohlbewusstsein in kauf nehmen würde). Da das Brennwertgerät nicht unter die 9kW fährt währen die Zelle an ist muss die Energie ja auch irgendwo hin. Als die Brennstoffzelle in der Regenerationsphase kurz aus war lief das Brennwertgerät mit nur 4-5kW und das ohne viele Start und Stopps. Und 5 kW sind eben ein unterschied zu 9+1,1kW.

 

Ein wirkliches Fazit zum Verbrauch kann ich natürlich erst nach einen Jahr wirklich bewerten und ich bin gespannt war dann raus kommt. Klar ergibt sich noch ein zusätzlicher Verbrauch für die Brennstoffzelle, das ist mir bewusst.

 

Interessant finde ich nur, dass scheinbar mehrere Leute einen "hohen" Verbrauch beklagen. 

 

 

Hallo TXL,

ja, darfs Du.😉

 

Beheizte Fläche 257m².

 

Loule_2-1609928093460.png

 

Hier noch ein Link. Dort kannst Du Verbräuche im Vergleich mit anderen PT2-Nutzern sehen. Daten sind aber sehr lückenhaft.

 


@TXL  schrieb:

Ich habe allerdings das Gefühl als würde die Vitovalor bei aktiver Brennstoffzelle immer eine Mindestmenge an Energie erzeugen und selbst wenn man die Temperatur nachts oder auf Tags bei Abwesenheit senkt sehe ich praktisch keine Abnahme im Verbrauch.


Naja, das Gefühl in Bezug BSZ ist ja richtig. Die BSZ moduliert nicht. Du meinst aber bestimmt das Gesamtsystem und da muss sich eine Temperatursenkung auswirken, denn dadurch startet die Brennwerttherme weniger bzw. moduliert.

In Bezug der errechneten Gasverbräuche durch die PT2 ist Vorsicht geboten, da die relativ ungenau sind. Siehe meine nachfolgenden Aufschriebe.

Loule_3-1609928599024.png

Muss allerdings noch sagen, dass ich den Brennwert und die Kennzahl nicht immer in der PT2 anpasse, da diese Wertänderungen immer sehr gering sind.

 


@TXL  schrieb:

 

Bei der Temperatur vom HK2 lässt sich sehen, dass wenn der Brenner aus geht und Mischer das Überangebot an wärme wegregeln will die Temperatur extrem fällt. Dann geht das Spiel wieder von vorne los. Und ich habe den verdacht, dass durch das Mischen ein Teil der Energie die Aufwand wird dann uneffektiv "Verpufft" wird. Auf merke ich das die Heizkörper immer periodisch wärmer und kälter dadurch werden. Natürlich weiß ich das die Energie nicht einfach verschwindet, aber ich denke je nach dem wo Sie hingelangt nicht Effektiv in den Kreis gebracht wird.


In gewisser Weise hast Du da recht. Wie Du auch schon festgestellt hast, schwingt der Regelkreis Brenner gewaltig. Ist in diesem Betriebszustand eigentlich eine simple Zweipunktregelung. Lässt sich aber durch den Umstand, dass bei BSZ-Betrieb mindestens 9 kW eingebracht werden müssen aus meiner Sicht nicht vermeiden.

Rein aus dem Bauchgefühl heraus würde ich auch sagen, dass dadurch das Überschwingen mehr Verluste entstehen, als wenn der Regelkreis nicht schwingen würde. Auch dass dadurch grenzwertige Anlagen wie Deine oder meine vielleicht etwas öfters über zu hohe Rücklauftemperaturen abschalten, reduziert die Gesamteffizienz.

Am Anfang war ich sehr irritiert über dieses Brennerverhalten und hab deshalb hier in diesem Forum nach einer Erklärung gesucht. Leider war die Antwort von Robin Braun für mich sehr befriedigend, da kein Einfluss auf das Brennerverhalten möglich ist.

 

Robin Braun schrieb:

Die Ein- und Ausschaltbedingungen des Spitzenlastkessels im Heizbetrieb werden von einem speziellen Integralverfahren beeinflusst. Hier gibt es keine feste Brennerhysterese, wie wir es von gewöhnlich normalen Wärmeerzeugern kennen. Hier wird ständig der tatsächliche Energiebedarf bzw. das Wärmedefizit des Heizkreises bestimmt. Die Zuschaltung des Brenners erfolgt bei einem "Wärmedefizit" des Heizkreises. Nach einer gewissen „Überdeckung“ im Heizkreis wird der Brenner abgeschaltet. Hier spielen Faktoren wie Volumenströme, Zeit, Delta Vorlaufsoll und Vorlaufist eine Rolle, die hier nicht plausibel erklärt bzw. dargestellt werden können.

 


@TXL  schrieb:

 

Da deine Heizkurve sehr niedrig ist und du ebenfalls einen hohen Verbrauch hast könnte es sein, dass bei dir vielleicht ein ähnliches Verhalten zu beobachten ist?


Sehr niedrig???🤔

 

Ich finde nicht, dass meine Heizkurve niedrig ist. Ok, vielleicht gegenüber Immobilien der 60er Jahre etwas besser, aber als sehr niedrig würde ich es nicht sehen.

Das beschriebene Verhalten habe ich auch. Ebenso kenne ich das periodische wärmer und kälter werden der Heizkörper. So wie ich beobachtet habe, hängt das mit der Umschaltung auf den Warmwasserspeicher zusammen. Denn sobald auf den Speicher umgeschaltet wird geht der Mischer zu und wenn wieder auf den Heizkreis geschaltet wird geht der Mischer wieder auf. Eine Änderung des Parameters 934.3 im Heizkreisparametersatz von 1 auf 0 sollte dafür sorgen, dass der Mischer offen bleibt. Hat natürlich den Nachteil, dass das Wasser im Speicher nicht so schnell erwärmt wird.

 

Ich behaupte, die Leute, welche den hohen Verbrauch beklagen, haben sich nicht genügend mit dem System auseinandergesetzt. Du bist da eine rühmliche Ausnahme. Wie Du im obigen Verbrauchsdiagramm sehen kannst, ist mein Verbrauch gesunken. Das möchte ich aber nicht allein auf die PT2 zurückführen.

Viele meinen auch, dass die BSZ ohne Energieeinsatz läuft.

 

Gruß

Loule

Danke Loule für dein Einblick.

 

bei uns ist die Beheizte Fläche etwas kleiner. Allerdings energetisch sicher nicht Ideal das es sich um ein renoviertes altes Bauernhaus handelt und die Nebenstehende Scheune teilweise ausgebaut ist und mit beheizt wird. Dadurch ergibt sich eine höherer Wärmebedarf.

Die Heizkurve ist natürlich stark mit der Isolation des Gebäudes verbunden. Ich meine das Ganze System wird ja auch eine bestimmte Temperatur abgeglichen. Und wenn das System für 60/40 ausgelegt ist und die Berechnung der Wärmelast mit der praxi einigermaßen übereinstimmt dann liegt am Auslegungspunkt nun mal der Vorlauf bei 60°C. Allerdings ist das eine Einzelfallbetrachtung und daher lässt sich das nicht so einfach auf andere Übertragen.

Ich werden vielleicht auch mal Anfangen den Zählerstand mit zu notieren. Beim letzten Vergleich was die Differenz nicht all zu groß.

 

Loule schreib:

Das beschriebene Verhalten habe ich auch. Ebenso kenne ich das periodische wärmer und kälter werden der Heizkörper. So wie ich beobachtet habe, hängt das mit der Umschaltung auf den Warmwasserspeicher zusammen. Denn sobald auf den Speicher umgeschaltet wird geht der Mischer zu und wenn wieder auf den Heizkreis geschaltet wird geht der Mischer wieder auf. Eine Änderung des Parameters 934.3 im Heizkreisparametersatz von 1 auf 0 sollte dafür sorgen, dass der Mischer offen bleibt. Hat natürlich den Nachteil, dass das Wasser im Speicher nicht so schnell erwärmt wird.

 

Ich beobachte das im normalen Heizbetrieb. Meine Diagramme bestätigen das auch. Da ich die Warmwasserzeiten nur morgens und abends gesetzt habe kann dies eigentlich dazwischen nicht vorkommen. Ich sehe aber in den Diagrammen auch das bei WW Aufbereitung keinerlei Wärme in den Heizkreis geht. Das wird dann wahrscheinlich die von dir beschriebene Einstellung sein. 

 

Das beschränkte Modulieren während des BSZ betriebs ist sicherlich das ärgerlichste am ganzen System. Ich kann zumindest technisch nachvollziehen warum das nötig ist. Sinnvoll gelöst finde ich das allerdings nicht. Aber die Abgaskaskade lässt sich auch nicht mal "schnell" entkoppeln in so einem Kompaktsystem.

 

Edit:

Dazu kommt ja auch noch, dass wärmeempfinden Subjektiv ist. Andere drehten ihre Heizung runter um Geld zu sparen und fühlen sich immer noch wohl und anderen drehen auf X Grad hoch. Das hast dann auch einen Einfluss auf den Verbrauch. Was mich eben stört ist, dass scheinbar selbst wenn ich es "erzwingen" will ich nicht unterhalb eines Gewissen Level komme. Wollte ich es wärme haben könnte ich das Problemlos machen wenn ich die nötige Energie in kauf nehme.

Zu meinem Experiment gestern übrigens noch:

Tagestemperatur Mo und Di nachzu gleich

Montag: 0-6 Uhr 18°C, 6-22 Uhr 21°C und 22-0 Uhr 18°C --> 18,1 m3 Gasverauch

Dienstag: 0-5:30 17°C, 5:30-8:30 21°C, 8:30-15:30 17°C, 15:30-22:00 21°C und 22-0 Uhr 17°C ---> Gasverbrauch 18,2 m3. Einziger unterscheid. Dienstag war von 14-17 Uhr die BSZ aus. Aber ich sehe keine Einsparung an Energie durch die Reduzierung. Vor allem steht es in keinem Verhältnis zum geminderten Wohlbefinden. 

Also hier wird ökonomisches Denken wohl nicht Belohnt.

Guten Abend Loule,

 

das ist sehr interessant: "Eine Änderung des Parameters 934.3 im Heizkreisparametersatz von 1 auf 0 sollte dafür sorgen, dass der Mischer offen bleibt. Hat natürlich den Nachteil, dass das Wasser im Speicher nicht so schnell erwärmt wird.".  Ich werde es ausprobieren, das könnte mein Problem lösen.  Genau das brauche ich.

 

Zum Gasverbrauch: 2001 wurde eine Viessmann Brennwerttherme eingebait. Das senkte den Gasverbrauch um 30%. Seit dem wird die Umwelt wämer und der Gasverbrauch sinkt ganz leicht. Mit Einbau der PT2 ist nochmals eine leichte Senkung des Gasverbrauches in 2019 und sogar 2020 zu verzeichnen. Allerdings wid bei mir nur das WW durch die BSZ beheizt, die Therme ist da außen vor.

 

Virenfreie Grüße

PT86

Hallo PT86,
Wie kann es sein, dass die BSZ bei dir nur das WW beheizt? Die BSZ heizt primär immer in der Heizkreislauf und erst wenn der Rücklauf über 45 bzw 48 Grad steigt dann schaltet sie auf den WW Tank bis dieser komplett aufgeheizt hat.
Die Temperatur nötige Temperaturdifferenz im Puffer ist erstmal nur für die Freigabe notwendig damit eine Laufzeit von 2h gegen ist.
Leider lässt sich ohne Tool nicht so einfach die Stellung bzw den Modus der BSZ auslesen. Am kann die Produzierte Wärme nur auf dem Display der Vitovalor sehen. Wo die wärme grade hin fließt sieht man nicht. Man kann es nur an der steigenden unteren Temperatur vom Puffer oder anhand der Rücklauftemperatur der Zelle erahnen.

Wir von der Therme WW produziert schalten für diesen Moment sowohl die Brennstoffzelle als auch die Therme um auf WW und es kommt während des Prozesses keine Wärme in den Heizkreislauf. Das könnte der Parameter den Loule erwähnt hat eventuell ändern.
Oder hattest du nur genau diesen Fall damit gemeint PT86?

Ja, also, wie auch immer...

 

Ich stelle das WW auf 10 Grad und dann läuft das so. Die BSZ orientiert sich bei mir nur am WW. Vielleicht ist ja ein Rohr falsch angeschlossen...

Viele Grüße

PT86

Das klingt für mich sehr eigenartig. Vermutlich könnte da schon ein hydraulisches oder technisches Problem vorliegen. Das von dir beschreibe entspricht aus meiner Sicht ja überhaupt nicht der üblichen Betriebsweise.
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