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EVU Sperre Vitocall 200 -A

Hallo zusammen,

wende mich mit folgendem Problem an Sie:

Es wurden 3 Vitocal 200 -A Wärmepumpen in einer Kaskadenschaltung und dem Energiezähler 3-phasig verbaut. Zusätzlich wurde ein FRE /EVU Sperre verbaut. PV Anlage 28,8 kWP mit Speicher 9 kW vorhanden, sowie Wechselrichter SMA Sunny Tripower X25 und 4.0.

Jährlicher Verbrauch 15.500 kWh

Da wir die WP mit PV Strom betreiben wollen, mussten wir das Meßkonzept MK 40 der Netze BW umsetzen.

Bei der Inbetriebnahme der EVU Sperre sind wir auf folgenden Hinweis gestoßen:

In Ihrer Serviceanleitung für die Fachkraft Nr. 5841005DE 9/2020 auf der Seite 38 steht folgender Hinweis:

"In folgenden Fällen darf das EVU Sperrsignal nicht angeschlossen sein:

  • In Verbindung mit einer PV Anlage (Eigenstromnutzung)"

Frage: 

  1. Warum erfolgt der Hinweis?
  2. Was ist die richtige Vorgehensweise, um die EVU Sperre in Betrieb nehmen zu können?

Hinsichtlich des Energiezählers sind wir auf folgenden Hinweis gestoßen:

  • Montage- und Serviceanleitung für die Fachkraft Nr. 5516060DE 5/2020 auf der Seite 33:

"Doppeltarifzähler nicht zulässig in Verbindung mit Photovoltaikanlage zur Eigenstromnutzung"

Mit dem MK 40 wurden Doppeltarifzähler für HT/NT und zur Stromeinspeisung - zweiphasig verbaut.

Frage: 

3. Wie ist Ihr Hinweis zu verstehen bzw. warum erfolgt der Hinweis?

4. Was muss bei der vorhanden Anlage berücksichtigt werden?

 

Kommunikation SMA - Sunny Home Manager 2.0 mit Viessmann Vitocal 200-A

Frage:

5. wie kann eine Kommunikation/Steuerung der Vitocal 200-A über den Sunny Home Manager 2.0 erfolgen.

 

Hier ein Bild der Schaltschranks:

MG6_1-1697013781428.png

Und MK 40:

MG6_2-1697013907890.png

Vielen Dank für eine schnelle Info, da die Netze-BW schon nachfragt hinsichtlich der EVU Sperre.

MG6

 

1 ANTWORT 1

Hallo MG6,

 

wenn die EVU-Sperre benötigt wird, kannst du sie auch an X3.6 und 7 anschließen. Ist Smart Grid vorhanden, muss sie an den entsprechenden Kontakten angeschlossen und beim Kontakt X3.6 und 7 eine Brücke eingesetzt werden. 

 

Eine reine Kommunikation ist nicht möglich, es kann aber zum Beispiel die Smart-Grid-Funktion genutzt werden. Über die Kontakte 216.1 (B) bzw. 216.4 (A) kann die Smart-Grid-Funktion direkt an der Wärmepumpenregelung ausgeführt werden. Die Ansteuerung erfolgt dabei über ein separates Schütz, welches einen potentialfreien Kontakt zwischen X3.1 und 216.1 (B) bzw. 216.4 (A) herstellt.


Hinweis:
-  Falls Smart Grid an die beiden Digital-Eingänge auf der Grundleiterplatte angeschlossen ist („Freigabe Smart Grid 7E80“ auf „4“), darf die externe Aufschaltung für die Heiz-/Kühlkreise nicht eingeschaltet werden („Fernbedienung 2003“ auf „2“). Sonst ist Smart Grid nicht aktiv.
-  Die EVU-Sperre ist im Funktionsumfang von Smart Grid enthalten. Daher darf in diesem Fall das EVUSperrsignal nicht an den Anschlüssen X3.6 und X3.7 angeschlossen werden.


Die Funktionen, die darüber ausgeführt werden können, sind folgende:


■ kein Kontakt geschlossen: Wärmepumpe ist im Normalbetrieb


■ Kontakt (A) geschlossen: EVU-Sperre
- Verdichter AUS
- Heizwasser-Durchlauferhitzer kann eingeschaltet werden („Leistung für Heizw.-Durchlauferh. bei EVU-Sperre 790A“).


■ Kontakt (B) geschlossen: Betrieb der Wärmepumpe mit angepassten Temperatur-Sollwerten für verschiedene Funktionen. Die Änderungen werden mit folgenden Parametern eingestellt:
- Trinkwassererwärmung: „Smart Grid Sollwertanhebung für Warmwasserbereitung 7E91“
- Beheizung Pufferspeicher: „Smart Grid Sollwertanhebung für Heizwasser-Puffersp. 7E92“
- Raumbeheizung: „Smart Grid Sollwertanhebung für Raumtemperatur Heizen 7E93“
- Raumkühlung: „Smart Grid Sollwertabsenk. für Raumtemperatur Kühlen 7E95“


- Der Verdichter schaltet sich nur bei Bedarf ein. Die gültigen Einschaltbedingungen für die jeweilige Funktion müssen erfüllt sein. Für die jeweilige Funktion muss im Zeitprogramm eine Zeitphase aktiv sein.
- Auf die Zusatzheizungen haben die angepassten Temperatur-Sollwerte keinen Einfluss. Die Zusatzheizungen werden bei den Grenzen ausgeschaltet, die ohne Smart Grid gelten.


■ Kontakt (A) und (B) geschlossen: Die Anlagenkomponenten werden auf die eingestellten max. Temperaturen beheizt oder auf die Mindesttemperaturen gekühlt. Der Verdichter schaltet sich
sofort ein, auch wenn keine Zeitphase im Zeitprogramm aktiv ist.
Max. Temperaturen für verschiedene Funktionen:
- Trinkwassererwärmung: „Max. Warmwassertemperatur 6006“
- Beheizung Pufferspeicher: „Max. Temperatur Pufferspeicher 7204“
- Raumbeheizung: „Max. Vorlauftemperatur Heizkreis 200E“
- Raumkühlung: „Min. Vorlauftemperatur Kühlung 7103“


- Zum Erreichen der max. Temperaturen darf der Heizwasser-Durchlauferhitzer eingeschaltet werden. Die max. Stufe ist einstellbar („Smart Grid Freigabe E-Heizung 7E82“).
- Auf die übrigen Zusatzheizungen, z. B. externer Wärmeerzeuger haben die max. Temperatur-Sollwerte keinen Einfluss. Die Zusatzheizungen werden bei den Grenzen ausgeschaltet, die ohne Smart Grid gelten.
- Die Anlagenkomponenten werden nacheinander gemäß den festgelegten Prioritäten beheizt oder gekühlt, z. B. Trinkwassererwärmung vor Raumbeheizung.
- Die „Ausschaltgrenze Wärmepumpe bivalenter Betrieb 7B0F“ wird auf –30 °C verschoben, sodass die Wärmepumpe auch bei niedrigen Außentemperaturen in Betrieb bleibt.
 

Viele Grüße
Flo

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