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Vitocal 200 Einschaltvorgänge reduzieren

Hallo Viessmann

Wir haben bei unserer Vitocal 200 in den letzten Tagen wieder sehr viele Einschaltvorgänge. In den letzten 48 Stunden war die Wärmepumpe laut dem Protokoll 4 Stunden aktiv und hat 22 mal eingeschaltet, im April hatten wir auch knappe 400 Einschaltvorgänge. Das ist doch drastisch zu viel? Die Einschaltvorgänge sind wohl das was die Anlage am meisten stresst.

Wie können wir das verbessern? Ich denke es sind die aktuellen Temperaturen, bei denen die Anlage sehr oft und immer nur kurz einschaltet. Über den Winter hat das alles gepasst, da lief die Anlage die meiste Zeit durch und eben auf niedriger Stufe.

Können wir eine Hysterese umstellen oder sonstige Einstellungen machen?

5 ANTWORTEN 5

Hallo drHoizer,


so wie du es bei deiner Anlage beschreibst, scheint der Grund für die vielen Einschaltungen die Einstellung der Heizkennlinie zu sein. Ich empfehle dir, alle Raumthermostate voll aufzudrehen. Wird es in den Phasen, in welchen noch geheizt werden muss, deutlich zu warm, muss sie angepasst werden. Wie du sie dabei am Besten anpasst, kannst du unter dem nachfolgenden Link erfahren.


http://www.viessmann-community.com/t5/Innovations-Blog/Das-Viessmann-Heiztechniklexikon-H-wie-Heizke...


Beste Grüße °fl

Man kann sicher noch optimieren, aber die Temperaturen über die Kennlinie passen bei uns inzwischen recht gut. Was kann ich da einstellen ohne dass ich die Raumtemperatur verstelle?
Bei den aktuellen Tagestemperaturen muss die Heizung nie lange an sein. Da schaltet sich mal kurz ein, heizt den Vorlauf um wenige Grad, geht wieder aus, kurz drauf wieder usw. Wie würde die Kennlinie das ändern?

Eine Einstellung gibt es da nicht, mit der man die Heizung etwas träger machen kann, wenn die Außentemperatur knapp unter Soll liegt? Ich denke an die Hysterese zwischen ein und aus. Oder eine Intelligenz, dass hauptsächlich nachts wenns kälter ist stärker nachgeheizt wird und tagsüber der Vorlauf auch mal weiter nach unten fallen kann.

Du hast es ganz passend beschrieben. Die Wärmepumpe schaltet sich kurz ein, erhöht die Temperatur um ein paar Grad und geht wieder aus. Ist die Kennlinie (Neigung oder Niveau) zu hoch eingestellt, kommt es dazu, dass die erzeugte Wärmemenge gar nicht abgenommen wird, da die Räume schon eine ausreichende Temperatur haben. In dem Fall sind dann die Ventile der Fußbodenheizung geschlossen. Geregelt wird dies wiederum durch das Raumthermostat für jeden Fußbodenheizkreis.

Optimal ist es so, dass sobald die Wärmepumpe nach der Kennlinie nachheizen muss, auch die Ventile der zu beheizenden Räume alle offen sind, da sie Wärme benötigen. Im schlechtesten Fall ist es so, dass die Wärmepumpe anhand der Kennlinie nachheizen soll und nur wenige oder gar keine Ventile offen sind. In dem Fall stellt sich ein Taktbetrieb ein und der Verschleiß der Kältekreiskomponenten erhöht sich.

Beste Grüße °fl

Hallo fl, ich habe nochmals Fragen zu diesem Thema. Wir haben seit ca. 2 Wochen alle Ventile auf Dauer-Offen und die Heizkurve passt auch zu dem was der Link beschreibt.
Aktuell bemerke ich ca. 8-10 Einschaltvorgänge pro Tag, oder auch mal einige mehr. Bei vielleicht 2-3 Stunden Betriebszeit pro Tag. Wie viele sollte ich als ok ansehen?

Lässt sich wirklich nichts spezielles anpassen für den Fall dass die Außentemperatur nur leicht unter der Vorlauftemperatur liegt? Mir ist schon klar dass die Heizung oft und dafür nur für kurze Zeit anschalten muss.

Manchmal haben wir einen hohen Vorlauf. Kürzlich hatten wir abends eine Außentemperatur von 17° und der Vorlauf war bei 29° obwohl das laut Heizkurve erst bei 0° Außentemperatur liegt. Ich weiß dass die Heizung die Temperaturen mittelt aber die 0° wurden auch in der Nacht davor längst nicht erreicht. Warmwasserbereitung war auch gerade nicht aktiv.
Wo kann ich erfahren was in die Vorlauftemperatur noch alles mit rein geht?
Das zu wissen würde auch eine weitere Korrektur der Heizkurve erleichtern denn wenn ich mir einen solchen Sprung erklären kann, weiß ich auch ob ich in dieser Situation korrigieren muss oder nicht.

freundliche Grüße!


Hallo drHoizer,

wenn du das Gefühl hast, dass deine Wärmepumpe bei bestimmten Temperaturen eigentlich nicht heizen müsste, kannst du alternativ noch die Heizgrenze herabsetzen. Dies ist aber wieder mit deinen persönlichen Komfortwünschen zu vereinbaren.

Um die Grenze herabzusetzen kannst du entweder den Raumtemperatursollwert herabsetzen oder den Parameter 7003 anpassen.

Heizgrenze: eingestellte Raum-Soll-Temperatur - Wert aus Parameter 7003 (Auslieferzustand 40 -> 4K)
Heizbetrieb aktiv: Langzeitmittel der Außentemperatur < Heizgrenze
Heizbetrieb inaktiv: Langzeitmittel der Außentemperatur > Heizgrenze + 2K (fest vorgegebene Hysterese)

Beste Grüße °fl
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