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Ich verstehe die Regelung/Steuerung Vitotrol 100 UTDB-RW an Vitodens 200-W nicht

Hallo in die Community,

seit ein paar Tagen ist bei uns in der ETW (Gründerzeit-Mehrfamilienhaus, ca 180qm, Einrohr, Arbonia Säulen-HK)  o.g. Anlage installiert. Leider verstehe ich die "Arbeitsweise" der Komponenten nicht richtig: Programmiert habe ich am Vitotrol pro Tag bis zu drei Zeitphasen mit zugeordneten Temperaturen Comfort/20,5°, Eco/19,5° sowie Reduziert/18°. Die Therme arbeitet mit den beiden Vorlauftemperaturen Normal/65° und Reduziert/35°.

 

Meine Fragen an Euch:

In der Phase "Comfort" arbeitet das System wie erwartet; das Brennersymbol erscheint im Display des Vitotrol als auch brennt die Leuchte "Brenner" im Funkempfänger. Wird die Solltemperatur 20,5° erreicht, wird die "Comfort"-Temperatur mit reduzierter Vorlauftemparatur gehalten. In den beiden anderen Phasen springt jedoch die Therme immer wieder an (ca. 4/Stunde lt. App) mit reduzierter Vorlauftemperatur, obwohl der Sollwert "nach unten" noch gar nicht erreicht ist; so z.B. gerade eben; im Zimmer zeigt der Istwert 20,5°, obwohl zur Zeit "Eco" mit 19,5° aktiv ist. Auch werden während dieser Brennerlaufzeiten weder im Vitotrol, noch im Empfänger "Brenner an" angezeigt. Ich finde das nun merkwürdig, wenn deutlich oberhalb der Solltemperatur geheizt wird und der Regler anscheinend gar keine Wärme anfordert, die Therme scheint mir hier in gewisser Weise autark zu arbeiten (?) Nachts höre ich die Heizung immer mal wieder (Knacken der Rohre unter den Fußleisten, da läuft sie also auch mit dem Ergebnis, dass die Temperatur im Führungsraum 20° ist, bei Solltemperatur 18° ...

Die Pumpe scheint 24h durchzulaufen, das ist mir jetzt erstmal egal, sofern das ok ist. Die Anlage habe ich gekauft, um effizienter zu heizen, bin jetzt aber etwas irritiert - oder ich verstehe einfach irgendwas nicht richtig?

 

Vielen Dank für Eure Einschätzung M-

7 ANTWORTEN 7

Hallo M-,

 

ich verstehe die Anleitung der Vitorol so, dass die normale Vorlauftemperatur nur im Programm Comfort gefahren wird. In den beiden anderen Eco und Reduziert wird mit der reduzierten Vorlauftemperatur gefahren.

Mein Heizungsbauer hat mir empfohlen die Reduzierte Vorlauftemperatur 10 Grad unter der Normalen ein zu stellen. Ich habe aber keinen Außensensor und überwiegend Fussbodenheizung und einige NT-Heizkörper. Bei den derzeitigen Temperaturen (Tags knapp über 0, nachts bis -5 bis -7 Grad) habe ich den normalen Vorlauf auf 35Grad, habe aber in der Vitorol den Konstanbetrieb (das Hand-Symbol) weil sich eine Nachtabsenkung bei mir mit FBH und der Trägheit nicht wirklich lohnt.

Nachtrag: die Therme hält den Heizkreis (auch ohne Wärmeanforderung durch die Vitorol) immer auf der reduzierten Vorlauftemperatur. Wenn bei dir 35 Grad eingestellt sind, wird der Brenner spätestens um 30 Grad (auch ohne Wärmeanforderung) loslegen.

Hallo roflOR,

 

danke für Deine Antworten! Einen Aussentemperatursensor habe ich auch nicht, nur den Vitotrol.

 

In der Bedienungsanleitung habe ich keinen Hinweis auf die Zuordnung von Heizphase mit zugeordneter Temperatur und Vorlauftemperatur gefunden Ich bin bis jetzt davon ausgegangen, das bei Wärmeanforderung immer mit "normal"  gefahren wird, egal in welcher Heizphase. Das konnte ich allerdings noch nicht weiter verfolgen, da ich noch nie unter den Sollwert von Eco oder Reduziert gekommen bin. Was ich nicht verstehe ist der Hinweis, dass der Heizkreis immer auf ""reduziert" gehalten wird, egal ob eine Wärmeanforderung anliegt, oder nicht. Das könnte allerdings mein "Phänomen" erklären! Woher hast Du das? Die 35° reduziert hatte ich extra so "hoch" eingestellt (Werk 20°), damit bei Bedarf an den letzten HK auch noch Wärme ankommt (1-Rohr!). Ich müsste dann "reduziert" auf 30° oder sogar auf die Werkseinstellung rücksetzen, das wäre ja aber irgendwie widersinnig, da im Umkehrschluss die Solltemperatur der betreffenden Heizphase gar nicht mehr erreicht werden dürfte, wenn Ist darunter fällt - es sei denn in jeder Heizphase wird auf "normal" gefahren bei Bedarf!

 

Und was ist im Sommer - knattert die Therme dann auch mit der reduzierten VL Temperatur durch die warmen Monate, nur um die Temperatur im Heizkreis zu halten? Und ich habe auch gerade gesehen, dass der 24/7 Pumpenlauf auch irgendwie ein Thema hier ist, aber das ist ein anderes und gehört hier nicht hin.

 

Meine alte Heizwettherme war zwar sehr binär, aber auch echt einfach 😉

 

Vielen Dank M-

Hallo M-,

 

mein HWK-Mann hat mir das grob so erklärt, dass bei einer rautemperaturgesteuerten Regelung nicht alle bzw. die selben Möglichkeiten wie bei einer aussentemperaturgesteuerten Regelung zur Verfügung stehen. Vielleicht steht etwas dazu in der Montage/Inbetriebnahme-Anleitung für die Fachkraft.

Wenn die Therme im Heizbetrieb ist wird (um ein zu starkes Auskühlen zu verhindern und einen gewissen Komfort sicher zu stellen) auch ohne Wärmeanforderung beim Absinken der Vorlauftemperatur unterhalb der eingestellten Reduzierten Vorlauftemperatur wieder auf die Reduzierte Vorlauftemperatur geheizt.

Die Pumpe ist aus, wenn man für den Sommerbetrieb die Therme auf nur Warmwasser stellt. 

Wir haben die Therme erst seit September. Die alte hatte nur einen Drehregler mit Sommer/Übergangszeit/Winter. Grundsätzlich freue ich mich über die vielen Einstellmöglichkeiten, aber mit der App hat man manchmal Probleme (oder sieht Probleme) die es früher nicht gab. Ihr müsst einfach für euch ausprobieren was passt. 

Der erste Schritt ist immer zu schauen wie weit man mit der Vorlauftemperatur runter gehen kann. Ich orientiere mich dazu einfach an der Heizkurve mit 0.6

 

https://www.viessmann-community.com/t5/Gas/Das-Viessmann-Heiztechniklexikon-H-wie-Heizkennlinie/td-p...

 

Du musst durch ausprobieren herausfinden was für deine Bedürfnisse und dein Haus passt. Der Monteur stellt die Heizung immer "gut" ein. Gut bedeutet idR. viel zu stramm, aber Hauptsache der Kunde meldet sich nicht weil es nicht warm genug wird. Versuche einfach die Reduzierte Vorlauftemeratur so weit zu senken bis es für dich passt. Ich mache wegen der FBH auf Empfehlung nur max 10Grad unter der Normalen. Aber wenn es wieder wärmer wird wird mit der Voreinstellung 20 Grad/Reduzierter Vorlauf ja nicht mehr wirklich etwas an "Zwischenheizphasen" kommen. Heizkörper reagieren ja viel flotter als eine FBH, daher könnte hier ein größerer Unterschied zielführender sein. Einfach ausprobieren und am besten etwas dokumentieren. Vielleicht findest du diesen Winter auch nicht mehr die optimale Einstellung, weil es schon bald zu warm dafür ist...

Hallo roflOR,

Ja, die Einstellungmöglichkeiten sind wirklich deutlich weniger flexibel. Ich habe die „Normale“ auf 65 eingestellt, was gemäß Deiner verlinkten Grafik ca. 1,6 entspricht, da nicht gedämmter Gründerzeit Altbau und 1Rohrsystem (träge). Das passt auch erst einmal und ist deutlich weniger als es bei meiner alten Heizwerttherme war (75*). Ist ja auch Energiesparend. Nur den Sinn hinter der reduzierten VL Temperatur verstehe ich jetzt immer weniger, wo ist da ein Komfortgewinn? Wenn da immer eine Temperatur vorgehalten wird, die ohnehin zu gering zum Heizen ist, ist das doch nicht sehr effizient. Habe jetzt mal die Reduzierte auf 25* gestellt, mal gucken. Von mir aus könnte die dann auch ganz aus.

 

Ich habe eine reine Heiztherme ohne Warmwasser, wie merkt die den Sommer Betrieb? Die App habe ich, habe aber keine Möglichkeit der Einstellung hierzu gesehen. Einfach Abschalten, wäre doch irgendwie old fashioned.

 

Viele Grüße M-

Hallo M-,

Der Nutzen der reduzierten vorlauftemperatur ist sicher individuell von der jeweiligen Situation abhängig. Die Vitorol hat in den Einstellungen einen Wert für die hysterese. Der steht bei mir auf 0,5. Das bedeutet wenn ich 22Grad an der Vitorol einstelle, wird beim Absinken auf 21,5Grad bis zum Erreichen von 22,5Grad geheizt. Wenn ich die FBH aber nicht über die reduzierte vorlauftemperatur auf einem bestimmten Niveau halte, kommt es wegen der Trägheit zu temeraturschwankungen wenn die aufheizphase mal länger dauert. Früher haben die Heizungen eher getaktet, heute sollen lange Zyklen mit möglichst geringer vorlauftemperatur realisiert werden. Die zwischenzyklen mit der reduzierten Temperatur können z.b. die Anzahl der normalen Zyklen reduzieren und unterm Strich Energie sparen. Man muss einfach ausprobieren was für einen selbst passt.

Ich habe in der Montage-/Serviceanleitung den Hinweis gefunden, dass die reduzierte VL Temperatur auch ohne Wärmeanforderung gehalten wird! Insofern habe ich diese gestern Abend auf Werkseinstellung (20°) zurück gestellt, super! Leider erscheint bei mir eine Fehlermeldung, wenn ich diese entsprechende Antwort "als Lösung akzeptieren" markieren möchte, schade.

 

Viele Grüße und vielen Dank M-

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