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Brenner 19 kW gegen 12 kW tauschen

Guten Tag zusammen,

 

ich habe eine vitodens 333 mit 90l WW-Speicher von 2021. Leider zeigt sich, dass die 19 kW viel zu stark sind, weshalb an Tagen ab etwa 5 Grad schnell das Takten beginnt. Der Heizungsbauer hat sich bei der Dämmung meines Hauses deutlich verschätzt.
Alles in Allem habe ich eine durchschnittliche Laufzeit von nur knapp 8 Minuten.

 

Ist es möglich, den Brenner gegen einen schwächeren auszutauschen? Ich denke da eher an 12 kW.

 

Die Modulierung habe ich natürlich schon gedrosselt. Ein großes Problem lässt sich jedoch nicht lösen: beim Start liegen immer mind. 60% Modulation an, sodass es nur Sekunden dauert, bis der Vorlauf bei bis zu 80 Grad liegt und der Brenner wieder abschaltet.

Ein 12-kW-Brenner hätte womöglich weniger Gelegenheit, den Vorlauf so schnell aufzuheizen.

2 AKZEPTIERTE LÖSUNGEN

Akzeptierte Lösungen

@Jojo_Vitodens_333f  schrieb:

 

 

Die Modulierung habe ich natürlich schon gedrosselt. Ein großes Problem lässt sich jedoch nicht lösen: beim Start liegen immer mind. 60% Modulation an, sodass es nur Sekunden dauert, bis der Vorlauf bei bis zu 80 Grad liegt und der Brenner wieder abschaltet.

.


Du meinst sicher die Maximalleistung oder ? Das ist bei Geräten, welche zum Takten neigen, ziemlich sinnbefreit. Denn die Maximalleistung wird im Heizbetrieb nie abgefordert. Ausserdem Startleistung und Minimalleistung unbetroffen sind.

Beim takten hilft tatsächlich nur, dafür zu sorgen, dass die Wärme auch abgenommen werden kann. Oder man muss damit leben.  Und du wirst feststellen, dass das Takten mit steigender Aussentemp. immer heftiger wird. Weil sich eben die minimale Leistung kaum noch absenken lässt.

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen

Es müsste ein Vitodens 333-F, B3TG sein.

 

Der Austausch der 19 kW-Ausführung durch die 11 kW-Ausführung wäre absolut sinnlos, da alle neuen Vitodense des Typs 3xx, also auch der B3TG, eine Mindestmodulation von 1,9 kW haben. Das gilt für die 11 kW, 19 kW und 25 kW-Ausführungen.

 

Die Startleistung ist ebenfalls bei allen drei Geräten identisch und liegt bei ca. 11 kW. Deshalb wird beim Starten deiner 19 kW-Variante eine Modulation von knapp 60% angezeigt (11 / 19 = 58%) angezeigt.

 

Die Begrenzung der Maximalmodulation bringt in Bezug auf das Takten leider auch so gut wie nichts, wenn man mal von der etwas längeren Laufzeit morgens und nach der Brauchwassererwärmung absieht.

 

Neben der Mindestmodulation muss auch ein  Mindestvolumenstrom vorhanden sein. Der Mindestvolumenstrom wird überwacht. 

Liegt der Volumenstrom zwischen 30 und 210 l/h muss das Gerät takten.

Liegt der Volumenstrom unter 30 l/h, schaltet das Gerät aus.

 

Die Vitodense der 300er Reihe haben einen Volumenstromsensor. Man kann sich den Volumenrnstrom anzeigen lassen.

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11 ANTWORTEN 11

Hallo

Nein das bringt nichts.

Das 11 kW Gerät ist ein gedrosseltes 19 kW Gerät. Die Startleistung und min Modulation sind genau identisch.

Du musst für mehr Volumenstrom sorgen:

Zu wenig Heizkörper geöffnet 

Oder die Anlage wurde beim Hydraulischen Abgleich zu töten gedrosselt.

VG

 


@Jojo_Vitodens_333f  schrieb:

 

 

Die Modulierung habe ich natürlich schon gedrosselt. Ein großes Problem lässt sich jedoch nicht lösen: beim Start liegen immer mind. 60% Modulation an, sodass es nur Sekunden dauert, bis der Vorlauf bei bis zu 80 Grad liegt und der Brenner wieder abschaltet.

.


Du meinst sicher die Maximalleistung oder ? Das ist bei Geräten, welche zum Takten neigen, ziemlich sinnbefreit. Denn die Maximalleistung wird im Heizbetrieb nie abgefordert. Ausserdem Startleistung und Minimalleistung unbetroffen sind.

Beim takten hilft tatsächlich nur, dafür zu sorgen, dass die Wärme auch abgenommen werden kann. Oder man muss damit leben.  Und du wirst feststellen, dass das Takten mit steigender Aussentemp. immer heftiger wird. Weil sich eben die minimale Leistung kaum noch absenken lässt.

Es müsste ein Vitodens 333-F, B3TG sein.

 

Der Austausch der 19 kW-Ausführung durch die 11 kW-Ausführung wäre absolut sinnlos, da alle neuen Vitodense des Typs 3xx, also auch der B3TG, eine Mindestmodulation von 1,9 kW haben. Das gilt für die 11 kW, 19 kW und 25 kW-Ausführungen.

 

Die Startleistung ist ebenfalls bei allen drei Geräten identisch und liegt bei ca. 11 kW. Deshalb wird beim Starten deiner 19 kW-Variante eine Modulation von knapp 60% angezeigt (11 / 19 = 58%) angezeigt.

 

Die Begrenzung der Maximalmodulation bringt in Bezug auf das Takten leider auch so gut wie nichts, wenn man mal von der etwas längeren Laufzeit morgens und nach der Brauchwassererwärmung absieht.

 

Neben der Mindestmodulation muss auch ein  Mindestvolumenstrom vorhanden sein. Der Mindestvolumenstrom wird überwacht. 

Liegt der Volumenstrom zwischen 30 und 210 l/h muss das Gerät takten.

Liegt der Volumenstrom unter 30 l/h, schaltet das Gerät aus.

 

Die Vitodense der 300er Reihe haben einen Volumenstromsensor. Man kann sich den Volumenrnstrom anzeigen lassen.

Entschuldigung, wenn ich mich hier kurz einklinke. 
Ich habe eine Vitodens 300-W WB3C 19kW aus 2008 und habe mich bei dem Thema "Einstellung" darauf verlassen, dass der Heizungsbauer das damals alles richtig gemacht hat. Ich würde das aber gerne mal nachvollziehen und prüfen.
Meine Frage: wie/wo kann man sich in das Thema einlesen und gibt es evtl. eine Anleitung, wie man seine Vitodens 300 optimal einstellt?

Hallo,

@sunburn 

 

Lektüre für dein Modell:

https://www.haustechnikdialog.de/Forum/t/217285/FAQ-Vitotronic-200-Version-2-Inhaltsverzeichnis-Link...

 

 

Du kannst ja mal alle Kodierungen notieren und hier posten.

 

VG 

Ich danke sehr.


Da mein Haus nunmal nicht mehr Wärme "abruft", sind die Heizkörperthermostate häufig gedrosselt oder geschlossen. Mehr Pumpenleistung für mehr Volumenstrom führt nur dazu, dass der Rücklauf viel zu warm ist. 

 

@MacVito Die Mindestleistung ist natürlich auch interessant, aber das größte Problem ist tatsächlich der Start. Wenn das System einmal läuft, schafft es anschließend meist einige Zeit durchzulaufen.

Tatsächlich drossele ich die Maximalleistung, um in der Übergangszeit morgens und nach dem Erhitzen des WW eine längere Laufzeit zu erreichen. Seit März läuft meine Heizung bei 15% Maxleistung, das ist mehr als genug. 

Leider führt jeder kleine Wind draußen noch dazu, dass die Modulation etwas höher geht. Wieso das bei meiner Heizung so extrem empfindlich ist, konnte mir auch noch niemand erklären.

 

Wenn alle Geräte dieser Serie mit 11kW starten, dann würde die 11 kW-Ausführung mit 100% starten?

 

@qwert089 tatsächlich? Das wäre ja fast schon bescheuert. Würde das nicht die exakt gleiche Technik bedeuten, die einfach nur zu verschiedenen Preisen verkauft wird? 

 

 

Zitat Jojo_Vitodens_333f: "Leider führt jeder kleine Wind draußen noch dazu, dass die Modulation etwas höher geht. Wieso das bei meiner Heizung so extrem empfindlich ist, konnte mir auch noch niemand erklären."

Das hatte ich noch nicht erwähnt: Die "Sturmschaltung" sorgt dafür, dass bei heftigem Wind, die Brennerleistung angehoben wird. Das muss so sein, weil sonst die Gefahr bestünde, dass die Flamme ausgeht.

Die "Sturmschaltung" fördert somit leider auch den taktenden Betrieb.

Die "Sturmschaltung" ist aus Sicherheitsgründen weder einstellbar, noch abstellbar.

 

Zitat Jojo_Vitodens_333f: "Wenn alle Geräte dieser Serie mit 11kW starten, dann würde die 11 kW-Ausführung mit 100% starten?"

Antwort: Ja.

Danke  @qwert089 , da habe ich ja einiges zu lesen.  
Ok, werde die Kodierungen mal zusammentragen und posten.

 

Grüße ...

Die "Sturmschaltung" fördert somit leider auch den taktenden Betrieb.

Die "Sturmschaltung" ist aus Sicherheitsgründen weder einstellbar, noch abstellbar.

 

Damit würde ich mich nicht abfinden... 😎 Die Sicherheit ist immer durch die Ionisationselektrode

gegeben. Bastelradio Budapescht, wir brauchen eine "Antisturmschaltung"...! 😁

 

@Jojo_Vitodens_333f: Belies dich hier im Forum mal zum Thema "Taktsperre"! Die einfachste Lösung

wäre per Heizzeiteneinstellung 4 Perioden über den Tag aufzuteilen. In den Zeiten dazwischen kühlen

Therme und Heizkreis aus und dann überlebt sie auch den Start, wenn es wieder los geht.

Wenn der Familie die Auskühlung zu unbehaglich ist, kommen ggf. Codiereinstellungen oder externe

Basteleien in Frage. Die Thermostate sollten jedenfalls bei Brennerstart nie überwiegend zu sein.

Das macht man idealerweise per thermischem Abgleich mit Sicherstellung eines stets hohen

Volumenstroms.

 

Ein Herabsetzen der Startleistung könnte über Einbau eines "falschen" Codiersteckers klappen, aber

all solche Basteleien (wie auch eine "Antisturmschaltung") führen zum Verlust der Betriebserlaubnis.

Das wäre übrigens auch bei Einbau eines kleineren Brenners der Fall. Das ist kein Problem wenn man

sich beim "Basteln" absolut sicher ist und Wartungsleute/Schorni nichts verdächtiges erblicken,

aber wissen muss man es wenigstens. Eine externe Taktsperre per "extern- Sperren- Eingang" fällt

nicht darunter.

 

Gruß

Fiedel

Guten Morgen,

danke für Deine weiteren Wrläuterungen.

Die Sturmschaltung ist mir als zusätzliches "Problem" und in ihrer Funktion und dem Sinn bewusst. Sie reagiert bei mir aber auf jeden leichten Luftzug. Mein Haus scheint irgendwie ungünstig im Wind zu stehen.

Da würde ich nie versuchen dran herum zu spielen. Flamme aus ist da noch das geringste Problem.

Meine Frage ist durch die scheinbare Unlösbarkeit der Startleistung schon erledigt.

Den Volumenstrom beim Start kann ich zurzeit nicht erhöhen.

Zu der Taktsperre lese ich dann mal, ob das was für mich ist. Danke.

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