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Holz als Energieträger wird immer beliebter. Nicht zuletzt regionale Biomassehöfe tragen zu dem Boom bei.

von Community Manager am ‎01-09-2015 18:19 (20.536 Ansichten)

Holzfeuer.jpgEigentlich ist es die natürlichste Form zu heizen. Und für viele ist das Verbrennen von Holz, etwa im heimischen Kamin, auch die schönste Form. Besonders in der Übergangszeit sorgen Kaminöfen für eine wohlige Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Aber auch zum Betreiben kompletter Heizungsanlagen eignet sich der Brennstoff Holz ausgezeichnet.
 
Bioenergie erlebt derzeit einen Boom
 
Die Verwendung von Biomasse, also etwa Holz, bei der Energiegewinnung erlebt seit vielen Jahren einen Aufschwung. Gerade in stark bewaldeten Regionen bietet sich Holz als im wahrsten Sinn naheliegende Alternative zu fossilen Energieträgern an. So wuchs zum Beispiel im waldreichen Österreich der Markt für Biomasse in den letzten zehn Jahren sehr dynamisch. Über 1.200 Biomasseheizwerke gibt es bereits in dem Alpenland. Dazu kommen weitere 225.000 moderne Biomasseanlagen im kleineren und mittleren Leistungsbereich.
 
Heizen mit Holz ist klimaneutral und kostengünstig
 
Auch wenn wir derzeit einen äußerst niedrigen Ölpreis erleben, kann man sicher sein, dass die Kosten für Gas und Heizöl wieder anziehen werden. Eine Holzheizung ist hier eine echte wirtschaftliche Alternative. Moderne Holzkessel weisen einen hohen Wirkungsgrad auf und sind darüber hinaus sparsam im Verbrauch. Sie können als Ergänzung zu Öl- oder Gaskesseln, aber auch als alleinige Wärmeerzeuger im Haus eingesetzt werden. Und, was immer wichtiger wird, wer mit Holz heizt, leistet aktiv einen Beitrag zum Klimaschutz, denn die Verbrennung von Holz ist klimaneutral. Beim Verbrennen wird nur so viel CO2 in die Atmosphäre abgegeben, wie das Holz während des Wachstums aufgenommen hat. Bauherren, die über eine Holzheizung nachdenken, sollten sich auch über mögliche Förderungen informieren, denn hier gibt es mehrere Möglichkeiten, sich die umweltfreundliche Heizanlage bezuschussen zu lassen.
 
Scheitholz oder Pellets?
 
Wer sich dazu entscheidet, mit Holz zu heizen, steht vor der Wahl des passenden Brennstoffs bzw. der passenden Form, denn Holz ist nicht gleich Holz, wenn es ums Heizen geht. Grundsätzlich stehen einem Scheitholz, Holzbriketts, Holzhackschnitzel und Pellets zur Verfügung. Darüber hinaus lassen sich natürlich auch Holzreste, wie Hobelspäne verfeuern. Scheitholz ist für diejenigen ideal, die sich selbst um die Beschaffung des Brennstoffes kümmern möchten. Man erhält es kostengünstig bei Forstbetrieben oder Landwirten mit Holzwirtschaft. Nur muss bei Scheitholz darauf geachtet werden, dass es ausreichend getrocknet und entsprechend gelagert wird, um einen möglichst hohen Heizwert zu erreichen.
Briketts und Pellets bestehen aus gepresstem Sägemehl. Auf trockene Lagerung zu achten, ist auch bei Pellets sehr wichtig, sonst verklumpen sie. Beim Kauf ist der Blick auf die Qualität unerlässlich – Hinweise gibt die Oberfläche. Ist diese glatt und glänzend und weist keine Längsrisse auf, deutet alles auf hohe Wertigkeit hin. Keinen wirklichen Aufschluss gibt dagegen der sogenannte „Wassertest“, denn hier gilt: gute wie schlechte Exemplare gehen unter. Pellets haben den großen Vorteil, dass sie sich sehr genau dosieren lassen und die Zuführung bei modernen Heizanlagen automatisch erfolgt. Und auch die Beschaffung ist unkompliziert, denn bei den meisten Brennstoffhändlern gehören Pellets bereits zum Standardprogramm.
 
Ganzjährige Verfügbarkeit sicherstellen
 
Um auch in Zukunft einen weiteren Ausbau von Holz als Heizstoff zu garantieren, wird es wichtig sein, sich auf eine nachhaltig gesicherte Verfügbarkeit des Rohstoffes zu fokussieren. Deshalb sollten sich Waldbauern zusammentun und an den Regionalen Biomassehöfen beteiligen, um ganzjährig und schnell qualitativ hochwertiges Brennholz liefern zu können.
Welche Möglichkeiten beim Heizen mit Biomasse und im Speziellen mit Holz zur Verfügung stehen, darüber lässt man sich am besten individuell und kompetent beraten.

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