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Estrichtrocknung mit Vitocal 200 G

Hallo zusammen,

 

am 23.12.2016 hat der Installateur die Vitocal 200 G in unserem KFW-55 Haus in Betrieb genommen. Der Pufferspeicher ist aktuell noch leer und die 2x 80m tiefe Erwärmesonden werden auch noch nicht genutzt.

Am 29.12.2016 hat der Installateur das Estrichtrocknungsprogramm 5 "Temperatur-Zeit-Profil 5" (Errichter Handbuch Seite 161) aktiviert. Das Programm startet mit 25°C Vorlauftemperatur für 4 Tage und steigt dann täglich um 5°C bis auf 50°C usw. siehe Anhang.

Gestern 02.01.2016 war die Vorlauftemperatur bei 16-17°C, darauf hin kam der Monteur und behauptet, dass sei normal, die Anlage könnte nicht mehr leisten bzw. das Objekt (240qm Fußbodenheizung) wäre zu groß. Aktuell wird nur mit dem E-Heizstab geheizt, um die Erdsonde nicht zu belasten. Die Wärmepumpe hat mittlerweile 1100 Kilowatt Strom verbraucht (bei 0,26€ (netto) pro KW sind wird bei 340 € Stromkosten) und unser Haus ist immer noch nicht spürbar wärmer.

Heute am 03.01.2016 haben wir mittlerweile 18°C Vorlauftemperatur (Soll 35°C) und das Estrichprogramm zeigt nur noch 27 Tage anstelle der 32 vom Anfang. 

Ich kann die Aussagen des Installateur nicht nachvollziehen, da sie den Angaben in der Bedienungsanleitung wiedersprechen und zudem musste ich am 29.12. auch einen Zettel unterschreiben, dass ich keinerlei Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Installateur gelten mache, falls der Estrich reißt oder in den Ecken hoch kommt. Der Installateur war sich sicher, dass es nicht gut sei den Anhydritestrich nach 24h schon zu beheizen. Diese Bedenken und die Aussage, dass das Objekt sei zu groß, sind sehr widersprüchlich.

Wie soll ich mich weiter verhalten?

Das Estrichtrocknungsprogramm wurde vom Estrichleger gewünscht, allerdings wird dieses nicht von der Anlage geliefert. Falls die Anlage jemals 25°C erreicht, muss ich das Programm neustarten, da der Ablauf jetzt nicht mehr passt.

Kann ich meinem Installateur noch einen Tipp geben oder sollte ich mir einen anderen Installateur suchen?

 

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen.

 

Vielen Dank

 

 

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5 ANTWORTEN 5

Hallo LP2016,

dass der 9KW Durchlauferhitzer bei einer ausgekühlten und noch feuchten Gebäudehülle noch keine höheren Vorlauftemperaturen erzeugen kann, ist völlig normal. Dein Installateur hat völlig richtig gehandelt, indem er den Verdichter nicht zur Unterstützung mit in Betrieb genommen hat, denn damit verzehrst du bereits in der Anfangsphase die zur Verfügung stehende Energiemenge der Tiefenbohrung. Die Regenerationsphase der Sonde ist nicht so schnell, als dass es sinnvoll wäre den Verdichter gleich zu Beginn mit in Betrieb zu nehmen.

Wenn der installierte Estrich eine höhere Vorlauftemperatur benötigt und der Durchlauferhitzer aufgrund seiner Leistungsbeschränkung von 9kW nicht hinterher kommt, wird eine größere Elektroheizung zur Estrichtrocknung benötigt.

Beste Grüße, °ch

Vielen Dank für die schnelle Antwort, diese kann ich dann auch nachvollziehen. Allerdings wäre ein Hinweis von Viessmann (in dem Kapitel Estrichtrocknung) oder vom Installateur hilfreich gewesen, da weitere Gewerke (Fliesen legen usw.) terminiert werden müssen. Ein einfach Satz: "Die Anlage benötigt mindestens zwei bis drei Wochen um eine Vorlauftemperatur von 25°C oder eine entsprechende Grundvorlauftemperatur zu erreichen." würde ausreichen. Unter den vorher genannten Umständen gehe ich als Kunde davon aus; Heizung an, Estrichprogramm starten und 32 Tage später ist alles i.O.

Gruß LP2016

Hallo LP2016,

so pauschal kann man das aber nicht sagen, da jedes Haus anders (größer oder kleiner) ist. Auch die Jahreszeit spielt hierbei eine Rolle. In der Regel muss sich der Fachbetrieb in Absprache mit dem Estrichleger darüber Gedanken machen, ob die Leistung von 9kW des Durchlauferhitzers bei den örtlichen und witterungsbedingten Gegebenheiten ausreicht.

Beste Grüße, °ch

Hallo LP2016,
ohne zusätzliche Elektroheizung - wie schon von °ch geschrieben - wirst Du den Estrich erst nach erheblich längerer Zeit trocken bekommen. Damit ist auch eine Terminierung von Fliesen- oder Parkettlegerarbeiten unmöglich, da diese erst bei Unterschreitung einer festgelegten Restfeuchte durchgeführt werden können. Außerdem muss der Estrich über einige Tage eine Temperatur erreichen, die deutlich über der späteren maximalen Vorlauftemperatur liegt, damit mechanische Spannungen abgebaut werden. Wenn diese Temperatur vor dem Verlegen nicht erreicht wird, sind spätere Bauschäden schon vorprogrammiert.
Deshalb unbedingt Rücksprache mit Estrichleger und Fliesen-/Parkettleger über die Randbedingungen nehmen und ganz klar schriftlich bestätigen lassen, damit Du hinterher nicht der Dumme bist, falls nicht ein Generalunternehmer verantwortlich für beide Gewerke ist.

Viele Grüße
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

vielen Dank für deine Nachricht. Seit 4 Tagen haben wir zusätzlich ein 6KW Wärmegebläse und einen Bautrockner im Einsatz. Laut Anlage haben wir jetzt nach 11 Tagen einen Vorlauftemperatur von 23 Grad, laut Barometer nur 19 Grad.
Die WP hat mittlerweile über 2000 KW/H Strom verbraucht.
Der Estrichleger hat sich das Programm Nummer 5 von Viessmann gewünscht. (4 Tage 25 Grad, dann jeden Tag 5 Grad mehr bis 50 Grad und dann jeden Tag 10 Grad weniger bis auf 10 Grad, dann einige Tagen auf 10 Grad und dann innerhalb eines Tages von 10 auf 50 Grad (Wobei ich nicht glaube, dass die Vitocal den letzten Schritt überhaupt schafft.)) Der Fliesenleger wird keine Bodenfliese verlegen, solange der Estrich nicht die geforderte Restfeuchte erreicht hat. Der Fliesenleger weiß bereits Bescheid und hat unsere Baustelle nach hinten geschoben. Unser Heizungsinstallateur wollte sich noch einmal Gedanken machen und mit dem Bohrunternehmen sprechen, ob man nicht doch den Verdichter mit einer sehr geringen Temperatur mitlaufen lässt. Dies war allerdings Mitte letzter Woche, seitdem haben wir nichts mehr von ihm gehört.

Viele Grüße
LP2016
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