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Vitocal 222-G BWT 221.B10

Hallo, 

Ich habe eine Frage zur Wärmepumpe Vitocal 222-G BWT 221.B10.

Ich möchte gern die Sekundärpumpe langsamer laufen lassen. Der Grund dafür ist, wenn sie auf 100% läuft habe ich im Heizkörper stake Strömungsgeräusche ( keine Luft im Heizwasser ) und außerdem kann ich mit weniger Leistung noch etwas Strom sparen.

Ich habe ein Einfamilienhaus Bj. 1992 mit Heizkörpern, die groß genug sind um mit der niedrigen Vorlauftemperatur zu Heizen. Ich habe seit dem Sommer 2021 eine Wärmepumpe  Vitocal 222-G BWT 221.B10 mit Erdwärmebohrung. Im Rücklauf ist vor der Wärmepumpe ein kleiner Pufferspeicher Vitocell 100-W mit 46 Litern. Außerdem ist meine Anlage über Vitoconnect OPTO2 online.

Da die Sekundärpumpe auch gleichzeitig die Umwälzpumpe für die Heizung ist, stört es mich, wenn sie ständig auf 100% läuft. Was ja auch keinen Sinn macht. In meiner alten Ölheizung hatte ich eine Grundfos Pumpe mit 3 Leistungsstufen. Die lief immer auf der niedrigsten Stufe, außer bei Temperaturen unter -10°C auf der mittleren Stufe. 

Ich habe vor kurzen im Punkt 7343 der internen Hydraulik die Leistung der Sekundärpumpe auf 45% eingestellt. Da habe ich kaum noch Strömungsgeräusche. Ich habe aber festgestellt, das Sekundärpumpe kurz vor dem Anlaufen des Verdichters ca. 1-2 min mit 100% läuft, und wenn der Verdichter einschaltet wieder auf die Eingestellten 45% schaltet. Gibt es die Möglichkeit die Sekundärpumpe so einzustellen, das sie während der Verdichter läuft, mit 100% läuft ( da die Wärmepumpe ja einen Mindestvolumenstrom braucht ), und wenn der Verdichter wieder aus ist, dann auf die niedrigere Leistung schaltet, was ja auch richtig Sinn machen würde. Da kann ich die Pumpe vielleicht noch niedriger ( ev. 30% ) stellen. Vielleicht hat hier jemand Erfahrung damit?

Nun habe ich leider noch eine 2. Frage. Im Heizbetrieb läuft der Verdichter immer nur 3min ( bei Warmwasser länger ) und dann ist er für 10  - 20min aus, je nach Außentemperatur. Ist die Verdichterlaufzeit nicht zu kurz? Ich habe bei 404 h Verdichterlaufzeit 6057 Starts des Verdichters. Ist das normal, oder sollte der Verdichter länger laufen, um weiniger Starts zu haben?

Vielleich kann mir hier jemand mit mehr Erfahrung helfen.

Danke, Jörg

1 AKZEPTIERTE LÖSUNG

Akzeptierte Lösungen

Hallo Michael,

 

Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen. Ich habe mich nun zu der zusätzlichen Materialschlacht entschieden. Ich habe mir einen 750 Liter Pufferspeicher mit Mischer, zusätzlicher Pumpe und ein 100 Liter Ausdehnungsgefäß einbauen lassen. Das Ergebnis für meine Wärmepumpe ist nun anstatt ca. 85 Verdichterstarts am Tag sind es jetzt 6-8 Verdichterstarts mit einer durchschnittlichen Verdichterlaufzeit von 50-90 Minuten. 

Ich denke mit diesen Werten kommt die Wärmepumpe ganz gut klar.

Nochmals vielen Dank für deine Hilfe.

 

Viele Grüße

Jörg

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen

23 ANTWORTEN 23

Hallo Jörg,

 

>>Ich habe bei 404 h Verdichterlaufzeit 6057 Starts des Verdichters.

Das ist ein katastrophales Verhältnis.

Der Verdichter wir das ständige Ein/Aus vermutlich keine 2 Heizperioden  mit machen.

 

Du hast dich leider für eine nicht-modulierende WP entschieden, in Kombination mit Heizkörpern fehlt dann leider die Speichermasse des Estrich, um der Maschine ein längere Laufzeit zu ermöglichen.

mit d

 

Die Viessmann Planungsanleitung sieht hier eine Parallelpuffer mit min. 200l vor. Wobei das noch zu wenig sein dürfte.

Für mich ist das ein Planungsfehler deines Heizungsbauers.

Das hätte er dir so nicht einbauen dürfen.

An der Anlage wirst du nicht lange  Freude haben.

 

Ein Ölheizung hat eine Spreizung von 10-20 K.

Eine Wärmepumpe von max 5.K 

Deswegen muss die Pumpe schneller laufen.

 

Hast du eine Berechnung des Hydraulischen Abgleich erhalten.

Wie viel l/h fließen durch den Hzk der rauscht , welcher Differenzdruck herrscht an den Ventil. Welches Ventil ist verbaut.

 

VG Michael

 

Hallo Michael,

Ich danke dir für die schnelle Antwort.

Mit der Heizungsplanung habe ich mich auf meine Heizungsfirma verlassen, sodass ich glaubte, das das so passt. Ich hatte ebenfalls noch 2 weitere Angebote für die Heizung, die waren zwar mit Vaillant und Buderus, hatten aber auch keinen großen Pufferspeicher. Dadurch dachte ich alles richtig gemacht zu haben. 

Die Berechnungen zum hydraulischen Abgleich habe ich leider nicht. Aber wenn ich die Sekundärpumpe auf 30% oder wie jetzt auf 45% laufen habe, ist alles gut. Das Strömungsgeräusch ist weg, und die Werte im Kältemittelkreis sind auch noch besser als beim Warmwasser aufheizen. Aber die 30% waren mir persönlich vielleicht etwas zu niedrig. Darum ja auch meine Frage, ob ich die Sekundärpumpe nicht so programmieren kann, das während der Verdichter läuft, auf 80 - 100% läuft und sonst mit 30 - 45%. Wenn Die Primärpumpe vor dem Verdichterstart anläuft (100%) läuft auch die Sekundärpumpe mit 100%, allerdings nur bis zum Start des Verdichters, dann geht sie wieder auf meine derzeit eingestellten 45%. 

Die kurze Verdichterlaufzeit ändert sich auch nicht, wenn ich die Sekundärpumpe ständig auf 100% laufen lasse. 

viele Grüße

Jörg

Hallo Jörg,

 

abonniere dir doch mal diesen aktuellen Beitrag

https://www.viessmann-community.com/t5/Waermepumpe-Hybridsysteme/Optimierung-der-Primaer-und-Sekunda...

 

da geht es auch um genau das Thema der Pumpe.

 

VG Michael

 

 

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Hallo Michael,

Ich habe mir diesen Beitrag einmal angesehen. Danke dafür. Die 7340 wird bei mir in Codierebene 1 nicht angezeigt. In Codierebene 2 komme ich nicht rein - nur für Fachmann. Aber mit dem Problem der Sekundärpumpe kann ich noch leben, da es mit den 45% der Sekundärpumpe ganz gut geht. Die Heizung funktioniert ja so gut und es ist auch warm in der Wohnung. 

Was mir aber mehr Kopfzerbrechen macht, ist das häufige Einschalten des Verdichters. Wenn das die Wärmepumpe kaputt macht, sollte dies ja geändert werden. Nun habe ich erst sehr viel Geld für die Umrüstung auf die Wärmepumpe bezahlt. Wie kann ich da meine Heizungsfirma überzeugen, das sie mir da vielleicht eigentlich eine falsche Wärmepumpe für die Heizung mit Heizkörpern eingebaut haben. Mit dem kleinen 46Liter Pufferspeicher hatte ich der Heizungsfirma schon gesagt, ob der nicht zu klein ist. Da wurde mir gesagt, der kommt in den Rücklauf direkt vor die Wärmepumpe, das so noch ein "Verbraucher" im Heizkreis ist, wenn die Thermostate an den Heizkörpern zu machen. Damit sei noch ein Verbraucher im Heizkreislauf über das Überströmventil. Ich habe aber die größten Heizkörper alle voll aufgedreht, so das das Thermostat nicht schließt. Damit die Temperatur in den Zimmern passt, habe ich die Heizkennlinie passend eingestellt. Momentan Vorlauf bei ca. 30 - 35°C. 

Ich brauche da vielleicht von Viessmann eine Info, das das Heizsystem so nicht für Heizkörper passt. 

Da hat man mir also eine falsche Wärmepumpe mit falschen Pufferspeicher eingebaut???

Lässt sich da noch etwas retten?

viele Grüße

Jörg

Hallo Jörg,

 

vielleicht bekommst du von Florian ein offizielle Aussage @Flo_Schneider .

Ob das Setup bei Heizkörpern zulässig ist.

 

Hier ein Auszug der Planungsanleitung.

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Wo mit die 200l bei deinem System als viel zu wenig vorkommen.

Das müsste man noch mal genauer rechnen.

Wie viel Öl hatte hatte das Haus zu  letzt im Schnitt pro Jahr gebraucht?

 

Mögliche Alternativen:

-Umstieg auf ein modulierendes Modell, mit knapper Auslegung, das könnte mit den Reihenpuffer funktionieren.

-Umbau auf einen Parallelpuffer. Größe des Puffer abhängig davon wie die Heizlast des Haus ist (Ölverbrauch).

 

VG Michael

Hallo Michael

ich hatte die letzten Jahre im Durchschnitt so 1300-1500Liter Heizöl verbraucht. Hatte dabei aber Heizung Im Durchschnitt von Ende Mai bis Ende August komplett ausgeschaltet bis auf 5-10x Warmwasser aufheizen  in den 3-4 Monaten.

Ich werde mich da vielleicht doch auch mal an Flo Schneider wenden.

Danke 

Jörg

Hallo Jörg,

 

das ist sehr wenig. Heizt du da noch mit Holz?

 

Wenn du das hier  eingibst 

kommt eine Abschätzung von etwa 6,5 kW raus.

Die Viessmann Planungsanleitung empfiehlt eine Auslegung auf 70- 85% davon.

Wenn es alle 20 Jahre eine länger Eisperiode hat muss dann der Heizstab aushelfen

 

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6,5 kW * 0,8 gibt 5,6 kW

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D.h. die B06 wäre genau richtig für dein Haus gewesen.

Die B10 ballert jetzt mit fast dem doppelten der Leistung in die Heizkörper, als nötig.

Das trägt auch zu dem extrem Takten bei..

 

Nach DIN EN 12828 ist der  Planer der Anlage (in der Regel im EFH ist das der Heizungsbauer) verpflichtete eine Heizlastberechnung durchzuführen und die Anlage gemäß der Planungsanleitung von Viessmann korrekt zu dimensionieren.

 

Ist der Ölverbrauch so gering gewesen, weil nur die Hälfte des Hauses bewohnt/beheizt wird und weil mit Holz zu geheizt wird? Dann könnte man dem Heizungsbauer keinen Vorwurf machen.

 

 

VG Michael

Hallo Michael,

Ich habe keine zusätzliche Heizquelle. Geheizt wird nur mit der Wärmepumpe. Die 1500Liter waren der Durchschnitt der letzten Jahre, die allerdings nicht so kalt waren. In kälteren Jahre habe ich auch schon etwas über 2000Liter Heizöl gebraucht. 

In einem Angebot von einer anderen Heizungsfirma habe ich auch noch 2 Heizlastrechner von Stiebel Eltron.

1. Heizlast nach Wohnfläche: Die Daten da sind Einfamilienhaus Bj. 1980-1995, 120m² Wohnfläche, neue Fenster (Kunststoff 2-fach verglast), keine Dachsanierung und keine Dämmung der Fassade. Da beträgt die mittlere spezifische Heizlast 80 W je m² Wohnfläche, was eine überschlägige Heizlast vo 8,8kW ergibt.

2. Heizlast nach Verbrauch: Die Daten dazu sind Einfamilienhaus Bj. 1980-1994, 2 Personen, Innentemperatur 20°C (ist mir aber etwas zu kalt, ich heize das Wohnzimmer auf 23°C), Ölheizung, Heizung 20 Jahre alt und Jahresverbrauch 1500Liter Öl. Damit war die Gebäudeheizlast bei 6,3kW. Da wurde im Angebot auch eine Wärmepumpe mit von Stiebel Eltron WPF10 mit 10,31kW Wärmeleistung angeboten.

Darum habe ich mir über diese Wärmepumpe von Viessmann mit 10,4kW auch keine Gedanken gemacht.

Das 3. Angebot war auch mit einer Vaillant Wärmepumpe mit 10kW.

Meine Heizungsfirma von Viessmann hat von mir ach die Angaben bekommen, das ich zuletzt im Durchschnitt 1500Liter Heizöl im Jahr benötigt hatte. Aber wie gesagt, die Heizung war von Mai bis September komplett aus. Durch die warmen Sommer war es nicht nötig zu heizen. Warmwasser wurde auch nicht benötigt, da ich immer auf Arbeit dusche und zum Zähneputzen habe ich im Bad am Waschbecken einen elektrischen Durchlauferhitzer, weil ich keine Zirkulationsleitung habe.

Bei mir im Haus werden lediglich 2 kleinere Zimmer nicht geheizt bzw. ganz wenig.

Aber gibt es irgend etwas , was ich machen kann damit der Verdichter nicht so viel einschaltet.

Selbst wenn ich die Sekundärpumpe auf 100% stelle läuft der Verdichter nur 3min, also genau so lange wie bei meiner jetzigen Einstellung von 45%.

viele Grüße

Jörg

Hallo Jörg,

 

Dann war dir das ja mit der Heizlast ja bewusst.

Von den 6,3 kW hätte man 80% genommen und dann die passende Maschine ausgesucht.

Die Maschine wäre auch ein gutes Stück günstiger gewesen, vermutlich hätte man auch eine kleiner Bohrung oder kleineren  Kollektor nehmen können....

 

>>Aber gibt es irgend etwas , was ich machen kann damit der Verdichter nicht so viel einschaltet.#

 

Leider wenig.

Dein Puffer ist jetzt der Wasserinhalt der Heizkörper und der Rohre und die 46l des Reihenpuffer.

 

Die WP liefert ca 10,4 kW in dieses System, das Haus wird aktuell vielleicht 4kW brauchen.

Das sind 6,4 kW zu viel. 

Die Heizkörper im EFF haben je nach Modell in Summe vielleicht  100 -300l  Wasserinhalt. 

Rechnen wir mal mit 150 Liter dann sind es mit dem Puffer ca 200 l 

Um 200 Liter um 5K aufzuheizen braucht man 1,1 kWh. 

Bei 6,4 kW dauert das  dann 10,3 Min.

 

Wenn deine Maschine schneller wieder ausgeht als die 10 Min, habe die HzK vielleicht weniger Wasserinhalt oder sind nicht (alle!) ganz offen, weil Heizkurve zu hoch!

Mit einer höhere Hysterese als 5k könnten man auch noch ein paar Minuten raus kitzeln.

 

Mit obiger Rechnung siehst du schon die .06 Maschine und ihren 5,75 kW hätte aktuell nur 1,75 kW "zu viel".

Die wäre 38 Min gelaufen bis die 200 Liter um 5K wärmer wären.

 

Man könnte noch einen 2. Reihenspeicher einbauen, das würde aber auch nur wenige Minuten mehr Laufzeit bringen.

Wenn dann sollte man einen Puffer mit min 500 Liter  einbauen, dann käme man theoretisch auf ca. 30 Min Laufzeit bei der aktuellen Außentemperatur.

Hier siehst du aber auch schon wieder, selbst die 500l bringen nicht so viel wie die korrekte Auslegung.

 

VG Michael

 

 

 

Hallo Michael

Das mit der Heizlast war mir so nicht bewusst. Die Heizungsfirma hat mir gesagt, wir nehmen den Mittelwert aus den beiden Werten, also 7,5kW. Daraufhin wurde mir die Maschine mit 10,4kW empfohlen, da ich hier noch Reserven habe und die Maschine nicht immer auf voller Leistung läuft, was ja auch nicht stimmt, da dieser Verdichter nicht regelbar ist, was mir nicht gesagt wurde. Das habe ich dann auch geglaubt und der Wärmepumpe mit 10,4kW zugestimmt, was nach ihren Angaben leider ein großer Fehler war. Da ich mich mit der Berechnung der Größe nicht auskenne habe ich mich auf die Fachmänner der Heizungsfirma verlassen. Vor allem, da alle 3 Angebote die Wärmepumpe von 10-10,4kW empfohlen hatten. 

Ich wollte gestern meine Heizungsfirma anrufen, hatte aber leider nur den Anrufbeantworter dran. Da habe ich denen mal draufgesprochen wie sich das mit den vielen Verdichterstarts verhält, da damit die Lebensdauer der Wärmepumpe stark verringert wird. Nun muss ich da auf eine Antwort warten. Das wird aber erst nächstes Jahr, wegen Urlaub der Heizungsfirma. Mal sehen, was da dann rauskommt. Sonnst werde ich dann mal Flo Schneider schreiben.

Ich habe die Sekundärpumpe auf 75% eingestellt, was einen höheren Volumenstrom bringt, wobei aber die Laufzeit nicht länger geworden ist. Die Laufzeit des Verdichters ist jetzt wegen der niedrigen Außentemperatur von -4°C auf 7,5min. gestiegen, was aber immer noch viel zu kurz ist. Bis auf 3 kleine ungenutzte Räume mit kleinem Heizkörpern sind alle voll aufgedreht und ich habe 21-23°C in den Räumen, was so in Ordnung ist.

Kann ich da vorübergehend bis die Heizungsfirma kommt die Spreizung an der Wärmepumpe erhöhen, vielleicht auf 10K? Ist dies möglich, und wenn ja, wo kann ich das verstellen? In Codierebene 1 komme ich rein. Wenn ich in Codierebene 2 möchte kommen nur die Zahlen von 0-9. Egal welche ich anwähle, da kommt immer Zugriffsberechtigung Fachmann Code nicht angenommen. Allerding kann da keinen Code eingeben, denn ich habe ja kein Tastenfeld. Vielleicht ist es ja auch in Codierebene 1, die ist zugängig. Oder geht die Spreizung gar nicht zu verstellen? Vielleicht haben sie dazu eine Lösung?

Sonst werde ich erst mal abwarten bis die Heizungsfirma sich meldet. Ich werde mich dann auf jeden Fall noch einmal melden, was da rausgekommen ist.

Dann wünsche ich Ihnen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest. 

viele Grüße

Jörg

 

Hallo Jörg,

 

die Pumpendrehzahl bzw. Regelstrategie ist in der Ebene 2.

 

Das soll besser die Heizungsfirma machen.

 

Hier erklärt Florian wie man in die Eben 2 kommt

https://www.viessmann-community.com/t5/Waermepumpe-Hybridsysteme/Energiebilanz-nicht-mehr-im-Diagnos...

 

Ebenfalls ein frohes Fest.

 

VG Michael

Hallo Michael,

Erst mal alles Gute im neuen Jahr.

Ich habe wegen der kurzen Verdichterlaufzeit meinem Heizungsbauer angerufen. Der hat mir gesagt, dass er deswegen noch mal bei Viessmann Rücksprache halten möchte. Am Nachmittag hat er mich zurückgerufen und mir gesagt, dass ich keine Heizzeiten einstellen soll, sondern die Heizung von 0:00 - 24:00 Uhr durchlaufen lassen soll. Die Heizkörper alle voll aufdrehen und die Heizkennlinie so einstellen, das ich meine Zimmertemperatur richtig habe. Das habe ich auch getan. Ich habe im Heizkreis 23°C eingestellt. Die Neigung habe ich jetzt bei 0,4 und das Niveau bei 1. Ich habe da jetzt bei 3°C Außentemperatur 32°C VL. Laut Kennlinie sollten es ca. 35°C sein. Das ist aber für mich o.K., denn die Temperatur im Wohnzimmer ist bei 22,5°C. Ob ich die Kennlinie noch ändern muss, wenn es kälter wird, wird sich zeigen. Das ist kein Problem. Nachdem ich diese Einstellung nun 2 Tage so laufen habe, habe ich die Schaltzeiten vom Verdichter geprüft. Der Verdichter läuft deswegen, wie ich auch befürchtet hatte, nicht länger. Gestern bei ca. 6°C Außentemperatur lief der Verdichter reichlich 3min. und heute bei 3°C knapp 4min. Das ist immer noch nicht anders als zuvor. Aktuell habe ich bei 520h Verdichterlaufzeit 7.451 Starts. 

Dann hat mein Heizungsbauer noch gesagt, ich kann noch die Pause vom Verdichter, die bei 600sec. steht verlängern auf 1200sec. oder bis 1800sec. Er hatte allerdings bei Viessmann vergessen nachzufragen unter welchen Parameter das eingestellt wird. Ich habe dazu in meinen Unterlagen auch nichts gefunden. Wenn das noch nicht reicht könne er noch einen Pufferspeicher mit 200Litern einbauen. Sie hatten mir aber geschrieben, das ich mind. 500Liter Pufferspeicher benötige, um die Laufzeit wenigstens spürbar zu verlängern. 

Dann habe ich ihn mal darauf angesprochen, das eventuell die Wärmepumpe falsch berechnet wurde. Da sagte er mir, dass die kurzen Schaltzeiten nicht so schlimm wären. Aber wenn ich jemand kenne, der die Wärmepumpe mir abkauft, würde er mir das umbauen. 

Nach ihren Schreiben und meinen weiteren Recherchen bin ich der Meinung, das für mich eine modulierende Wärmepumpe besser wäre. Ich denke die Vitocal 333-G BWT 331.C06 könnte bei mir richtig sein.

Allerdings bin ich der Meinung, dass nicht ich, sondern der Heizungsbauer die 222-G zurücknehmen müsste. Ich habe ja schließlich für den Heizungsumbau ca. 29.000€ mit Bohrungen bezahlt.

Haben Sie da noch eine gute Idee, wie ich hier weiter komme?

nochmals vielen Dank,

Gruß Jörg

Hallo Jörg,

 

den Parameter 5006 Min. Pausenzeit Verdichter könnte man auf auf 30 Min oder 60 Min stellen.

Das wäre aber nur eine Notlösung.

 

>>könne er noch einen Pufferspeicher mit 200Litern einbauen

Da sollte der gute Mann mal Papier und Bleistift nehmen:

um 200l Wasser um 5 K (Hysteres der WP)  zu erwärmen braucht man 1,1kWh

Das beschäftige die  10,36 kW Wärmepumpe gerade mal 6,4 Minuten.

Eine richtig dimensionierte  Wärmepumpe sollte im Winter mehrere Stunden am Stück laufen und nicht ein paar Minuten (auch bei Fixes Speed ist das möglich wenn sie eben eher zu knapp ausgelegt ist ).

 

hier ein Interview mit dem Schweizer WP Doktor

https://www.haustec.de/heizung/waermeerzeugung/waermepumpen-sind-oft-zu-gross-dimensioniert

Sein Credo: kleiner Temperaturhub, knappe Dimensionierung.

Genau so steht es in der Viessmann Planungsanleitung.

Auslegung bei typischer Anlagenkonfiguration:
■ Heizleistung der Wärmepumpe auf ca. 70 bis 85 % der max. erforderlichen Gebäudeheizlast gemäß EN 12831 auslegen.

Das macht nur kaum ein Heizungsbauer, da macht man ja weniger Umsatz.🤔

 

Lass dich von deiner Verbrauchzentrale beraten wie du da am besten vorgehst.

 

Aus meiner Sicht wäre eine Heizlast Berechnung nach EN 12831 die Grundlage.

Danach wählt man die Maschine die 70- 85% davon leisten kann.

Wenn du diese Berechnung hast, könntest du die Schiedsstelle der Handwerkskammer bitten den Fall zu untersuchen und den Heizungsbauer zum Einlenken zu bewegen, da er sich vermutlich (abhängig vom Ergebnis der Heizlastberechnung) nicht an die Planungsanleitung gehalten hat.

Die Schiedsstelle kostet dich nichts.

 

Mit der modulierenden WP kann man solche Planungsfehler besser kaschieren.

Die richtig ausgelegte 222-G würde genauso effektiv laufen.

Durch das Fehlen eines Inverters vielleicht sogar mit längerer Lebensdauer.

 

VG Michael

 

 

 

 

Hallo Michael,

Wie kann ich mich mal an Flo_Schneider wenden? Gibt es da eine E-Mail Adresse oder wie komme ich über die Community an Ihn? Ich habe bei Viessmann keine Ansprechpartner gefunden, da gibt es nur die Community.

Vielen Dank

Jörg

Hallo Jörg 

In dem du ein @Flo_Schneider schreibst 🙂

VG Michael 

Hallo Jörg,


es ist so wie es Michael gesagt hat, die durchschnittliche Laufzeit ist viel zu kurz. Wie du dich diesbezüglich mit deinem Fachbetrieb einigst, um eine für dich ordentliche Lösung zu bekommen, kann ich dir leider nicht helfen. Ansonsten ist ein großer Pufferspeicher, größere Heizflächen oder ein anderer Wärmepumpentyp eine mögliche Lösung. Gerne kann dein Fachbetrieb auch einmal unseren Verkauf mit einbeziehen. Eventuell können die Kollegen dort diesbezüglich unterstützen. 

 

Viele Grüße
Flo

Hallo Flo,

 

Ich danke Ihnen für die schnelle Antwort. Damit hat sich meine Befürchtung nun bestätigt, dass meine Wärmepumpe zu groß ist. Mein Heizungsbauer ( Viessmann Fachbetrieb ) war vorgestern noch einmal bei mir und hat sich die Heizung angesehen. Er ist der Meinung, die läuft doch so ganz gut. Es gibt keine Fehler und wegen der vielen Verdichterstarts sagte er mir, er habe mit einen Vertreter von Viessmann darüber gesprochen, und der meinte dies würde dem Verdichter nicht schaden und ich habe ja 5 Jahre Garantie. Damit bin ich aber nicht einverstanden, und da sagte er mir, dass er mal sehen wollte, dass ein Vertreter von Viessmann sich mal die Anlage ansehen sollte. Das wird aber noch eine Weile dauern ,da die jetzt viel zu tun hätten. Nun bin ich mir nicht sicher, das da wirklich jemand kommt. Für mich wäre es gut, wenn sich ein Fachmann von Viessmann mal die Heizung ansieht. 

Sind Sie auch der Meinung , dass die Vitocal 333-G BWT 331.C06 optimal für mich wären?

 

viele Grüße

Jörg

Bitte hab Verständnis dafür, dass ich aus der Ferne keine konkrete Aussage dazu treffen kann, ob das genannte Modell für dein Objekt genau richtig wäre. Wir haben bei unseren Niederlassungen aber auch Mitarbeiter sitzen, die für die Anlagenplanung zuständig sind. An die kann sich dein Fachbetrieb wenden, wenn er diesbezüglich Unterstützung benötigt. 

 

Viele Grüße
Flo

Hallo Michael,

Das mit Flo Schneider hat geklappt. Danke. 

Den Parameter 5006 Min. Pausenzeit Verdichter gibt es bei mir nicht, der ist bestimmt in der Codierebene 2, da komme ich aber nicht rein. Ich habe noch ein wenig mit der Heizkennlinie probiert die Laufzeit zu ändern. Ich habe jetzt die Neigung bei 0,4 und das Niveau bei 5. Da liegt meine Rücklauftemperatur der hydraulischen Weiche in der Wärmepumpe bei einer Außentemperatur von ca. 3°C bei 32 - 34°C. Die Vorlauftemperatur im Heizkreis in der Wärmepumpe liegt bei 32 - 42°C. Die 42°C beim abschalten des Verdichters, und die fällt dann innerhalb von ca. 20 Sekunden auf 35°C ab. Damit habe ich eine durchschnittliche Vorlauftemperatur von 32 -35°C. Das ist ausreichend. Ich habe damit die Laufzeit des Verdichters allerdings nur geringfügig von  3min. auf jetzt ca. 7,5min erhöht. 

Gestern hatte ich dann mal in der Niederlassung von Viessmann in Dresden mit einem Techniker telefoniert.

Der hat mir auch gesagt, das die Verdichterlaufzeit zu kurz ist. 15  - 30min. Verdichterlaufzeit ist mindestens anzustreben. Bei Laufzeiten über 30min. wäre alles gut. 

Wie Sie mir geschrieben hatten, braucht die Wärmepumpe 6,4min. um 200 Liter um 5K zu Erwärmen. Wenn ich dann einen Pufferspeicher von 750 Liter einbauen würde, braucht die Wärmepumpe dann ca. 24min für die 750 Liter + die 7min für das jetzt vorhandene Wasser = ca. 31min Laufzeit des Verdichters. Jetzt macht der Verdichter ca. 12min Pause, die sich dann ja auch auf min. 30 - 45min. verlängert oder vielleicht noch länger. 

Der 750Liter Puffer ist der größte, den ich rein bekomme. Dazu brauche ich ja noch eine zusätzliche Heizwasserpumpe. 

Funktioniert das einfach so mit dem hochrechnen der Aufheizzeit für die 5K Erwärmung für die 750 Liter?

Wenn das so funktioniert muss ich das "nur noch" meinem HB beibringen.   

viele Grüße

Jörg

Hallo Jörg,

 

frag doch Florian nach dem Code um in die Codierebene 2 zu kommen dann könntest du das noch mal ausprobieren.

 

>>Wie Sie mir geschrieben hatten, braucht die Wärmepumpe 6,4min. um 200 Liter um 5K zu Erwärmen

 

ich habe ein Detail dabei unterschlagen. 😞

Für diese Berechnung der Puffer Erwärmung dürfen wir nur mit der überschüssigen Leistung rechnen.

D.h wir hatten gesagt das Haus hat 6,5 kW Heizlast bei z.B. -14 Grad.

Dann hat es bei der aktuellen Witterung vielleicht 50 % davon. --> 3.25 kW

Die WP hat 10,5 kW - 3,25 kW sind 7,25 kW zu viel.

Wir wollen ein Laufzeit von 30 Min, d.h es müssten 3,6 kWh im Puffer gespeichert werden.

mit dem Tool kommt man auf einen 630l Puffer.

D.h ein 500l Puffer sollte es schon sein.

Je wärmer  es draußen wird, desto größer wird auch die "überschüssige" Leistung und die Pufferladezeit sinkt.

 

Ja eine Pumpe braucht man auch noch dazu.

Eine zusätzliche Materialschlacht, die bei korrekt Auslegung nicht nötig wäre.

 

VG Michael

 

 

Hallo Michael,

 

Vielen Dank für deine ausführlichen Erklärungen. Ich habe mich nun zu der zusätzlichen Materialschlacht entschieden. Ich habe mir einen 750 Liter Pufferspeicher mit Mischer, zusätzlicher Pumpe und ein 100 Liter Ausdehnungsgefäß einbauen lassen. Das Ergebnis für meine Wärmepumpe ist nun anstatt ca. 85 Verdichterstarts am Tag sind es jetzt 6-8 Verdichterstarts mit einer durchschnittlichen Verdichterlaufzeit von 50-90 Minuten. 

Ich denke mit diesen Werten kommt die Wärmepumpe ganz gut klar.

Nochmals vielen Dank für deine Hilfe.

 

Viele Grüße

Jörg

Hallo Jörg,

 

 

dann drücke ich die Daumen dass sie die nächsten 15-20 Jahre jetzt  gut läuft.

 

Lass dir noch eine PV einbauen dann kannst du die Baumasse des Hauses und den Puffer unter Tags mit kostenlosem Strom  etwas überheizen und braust Nachts kaum mehr etwas.

 

VG Michael

 

 

Hallo Michael,

 

Die PV habe ich schon auf dem Dach. Da speise ich aber noch alles ins Netz ein, da ich zur Zeit noch 10Cent pro KWh mehr bekomme als ich für die KWh bezahle. Ist noch ein alter Vertrag - läuft schon 10Jahre.

Aber wenn der Strom teurer wird als meine Einspeisevergütung, dann stelle ich auf Eigennutzung um. 

 

viele Grüße

Jörg

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