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Hilfe, Vitodens 300 WB3A BJ 2004 fast 500.000 Brennerstarts

 

Hallo in die Runde,

ich wende mich mal an euch, da ich mich einfach nicht gut genug mit Heizungsregelungen auskenne und mich etwas scheue selber Werte an der Anlage anzupassen.

Dieses überlasse ich lieber den Experten, die sich wirklich damit auskennen.

 

Wir haben uns 2016 ein 13 Jahre altes Haus im Bungalow Stiel gekauft. (Gasbeton)

Doppelstöckig mit 166qm Nutzfläche und ca. 143qm Wohnfläche.

OG, Wohnraum

UG, früher Einliegerwohnung, jetzt schlafen und Büro.

Verbaut ist eine Viessmann Vitodens 300 WB3A BJ 2004 (glaube ich).

Leider kenn ich mich nicht genug aus um zu sehen wieviel Heizkreise es sind, vermutlich aber nur einer.

Es wurden FBH und Wandheizkörper in dem selben Kreislauf verbaut, weiter unten mal eine Aufstellung.

 

Nach unserm Einzug habe ich mit einem Bekannten gesprochen (Meister bei Viessmann, dieser ist aber leider nicht mehr verfügbar) ob er bitte über die Heizung und eingestellte Regelung schauen kann. Dabei kam heraus, das die Heizung vollkommen Falsch eingestellt war, das eingestellte Niveau lag bei 1,8.

Ich sollte bitte die Neigung und das Niveau an Fußbodenheizungsbetrieb anpassen, die Thermostate immer AUF lassen und schauen ob sich eine konstante Raumtemperatur von 22°C einpegelt. Das hab ich dann nach langem Testen auch gut hinbekommen.

 

Dann Ca. 1 Jahr nach Einzug habe ich eine Heizungseartung durchführn lassen und es sah wohl so aus das es die erste vernünftige Wartung war. Im Brennraum lag sehr viel Ruß, ca. 1/3 war voll, usw.

 

Jetzt zu meinem Problem, bei der letzten Wartung in dieser Woche ist mein Heizungsmonteur fast aus allen Wolken gefallen.

Die Anzahl der Brennerstarts beträgt bei 20196h Betriebsstunden 484560 !!!

Er meint meine Heizung sei überdimensioniert aber er kann da auch nicht viel machen, da hilft wohl nur eine neu Therme.

Ich hab auch versucht mich hier im Forum etwas einzulesen aber komm da einfach nicht weiter, eventuell könnt ihr mir bei meinem Problem helfen.

Leider hab ich keinerlei Unterlagen über die Heizungsanlage vom Vorbesitzer bekommen, was genau verbaut ist und was bei der Installation und Inbetriebnahme gemacht wurde.

Im Anhang ein paar Fotos und nachfolgend ein paar Angaben die ich zur Heizung gefunden Habe.

 

Ein paart Angaben zur Heizung:

Viessmann Vitodens 300 WB3A 26kW mit Vitocell 100 (CE-0085 BO 0338)

Flüssiggas

Außensensorgeführt

Heizung ist auf 24h Betrieb ohne Nachtabsenkung

Brennerstunden: 20196

Brennerstarts:    484560

WW Temp:         50°C

Niveau                0.5

Neigung               3

Normale Raumtemperatur eingestellt am Gerät 21°C

 

Werte COD1:

Anlagenschema:             00:2

Kessel max Temp:          06:75

Gasart                             1E:1

Entlüftung/Belüftung:     2F:0

Sommerspar.A1:            A5:5

Vorlauf.Min.Temp:          C5:20

Vorlauf.Max.Temp:         C6:45

Neigung A1:                   d3:5

Niveau:                           d4:3

 

Verbrauch Flüssiggas: 573,288 cdm

(01.10.2020 - 24.09.2021)

 

Haus BJ 2005

OG: 85qm wohnlfläche

Wz: 26qm FBH                                      An, Thermostat komplett auf

Diele: 12qm FBH                                   An, Thermostat komplett auf

Küche: 14qm FBH                                 An, Thermostat komplett auf

Bad: 8qm FBH + Handtuchheizkörper  An, Thermostat komplett auf

KZ: 14qm Wandheizkörper                    An, Thermostat komplett auf

GZ: 11qm Wandheizkörper                    Aus

HWR: 7qm Wandheizkörper                 Aus

 

KG: 48qm Wohnfläche

diele: 9qm FBH                                     Aus

Büro: 6qm FBH                                     An, Thermostat komplett auf

SZ: 17qm FBH                                       Aus

SZ: 12qm Wandheizkörper                    Aus

Bad: 6qm  FNH + Handtuchheizkörper Aus

 

Ich hoffe ich konnte mich einigermaßen verständlich ausdrücken, sollte Ihr noch irgendwelche Informationen benötigen dann sagt einfach bescheid.  

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96 ANTWORTEN 96

Ich bin geneigt , deinem Monteur zuzustimmen, dass die Anlage überdimensioniert ist. Für eine beheizte Fläche von 146qm hast immerhin 26kW Heizleistung zur Verfügung. Machen rein rechnerisch fast 200W pro qm.

Verschärfend kommt die Fussbodenheizung hinzu. FB haben eine niedrige Fliessgeschwindigkeit und so eine langsame Abnahme der Wärmemenge.  Daran ändern auch die Handtuchhalter nichts. Die anderen Radiatoren sind eh zu, weil Schlafzimmer.

Wenn man nicht die Therme austauscht, muss hier die Wärmeabnahme bzw. der Volumenstrom erhöht werden. z.B. Pufferspeicher oder eine grosszügig bemessene hydraulische Weiche. Für beides wird aber kaum Platz da sein oder ?

Hallo Franky,

 

danke für die Schnelle Antwort.

Mit dem Platz sieht es eher schlecht aus, die Therme steht in einem kleinen Heizungsraum. Da wäre es wahrscheinlich eh schwierieg einen Pufferspeicher einzubringen, es ist nur eine 76er Tür.

Ja, die anderen Radiatoren sind zu, könnte maximal noch den im Kinderschlafzimmer (über den Tag), HWR und unten im Hausflur öffnen. 

Mir ging es dabei hauptsächlich darum etwas an Energie zu sparen, aus diesem Grund habe ich sie geschlossen.

Bei der Heizung war bei Übernahme vom Haus auf jeden Fall mit eine sehr viel steileren Kennlinie eingestellt und die Vorbesitzer haben die FBH über die Thermostate geregelt.

Nehme mal an um auch eine höhere Temperatur an den Radiatoren zu erreichen.

Hallo,

 

ja da hat der Monteur leider Recht.

Dem Verbrauch nach liegt die max. nötige Heizleistung unter 7 kw

Die min Leistung deines Gerätes ist aber 6,3 kW. D.h es wird erst bei unter ca.  -15 Grad AT anfangen durchzulaufen und nicht mehr zu takten.

 

Wenn das Gerät getauscht wird reicht ein 11 kW Gerät völlig aus.

Hier

https://www.viessmann.com/etapp/parts/de/0500/7176537

gibt es die Anleitungen für dein Gerät.

 

-Notierst du seit Umstellung der Heizkurve  die Starts und Brennerstunden mit?

-Wie viele Starts/Tag sind es aktuell?

-Wie ist die Spreizung zwischen Vor und Rücklauf.?

 

GZ: 11qm Wandheizkörper                    Aus

HWR: 7qm Wandheizkörper                 Aus

 KG: 48qm Wohnfläche

diele: 9qm FBH                                     Aus

Je mehr Heizfläche du dem Gerät gibst desto mehr Speichermasse im Estrich und Wand kann es nutzen und desto weniger wird es takten. Die Wärme kommt dem Nachbarraum zu gute und man kann die Heizkurve evtl weiter absenken.

 

 

VG

 

Ist schon klar. Wenn es nur einen Heizkreis gibt, welcher obendrein verschiedene Temperaturen liefern müsste, muss man eben einen Kompromiss machen. Nicht zu heiss für die FB, aber doch so warm, dass die Handtuchhalter und die anderen Radiatoren eine Daseinsberechtigung haben. Und da hier die Hauptlast auf die FBH ausgerichtet ist, hast einfach zuviel Leistung. Ich fürchte, man wird damit leben müssen.

@qwert089 

 

- Notierst du seit Umstellung der Heizkurve  die Starts und Brennerstunden mit?

Nein, da war mir das Problem noch nicht bekannt, werde aber mal damit anfangen bevor ich die anderen Heizkörper aufdrehe 

 

- Wie viele Starts/Tag sind es aktuell?

Kann man den wert irgendwo direkt ablesen?

Ich werde es anfangen zu dokumentieren.

Von gestern 11:30Uhr - heute 14:30Uhr waren es 211

 

- Wie ist die Spreizung zwischen Vor und Rücklauf?

Wie bekomme ich den Wert heraus? 

Hab leider im Handbuch nix gefunden wo ich die Vor und Rücklauftemperatur ablesen kann.

 

Muss jetzt mal als Leihe nachfragen wie es sich auf den Verbrauch ausüben wird, wenn ich die anderen Radiatoren mit einschalte. Wird er sehr viel höher werden?

 

@Franky 

Bis jetzt ging es ja auch, welche Auswirkungen könnte es zukünftig haben.

Muss ich damit rechnen das in nächster Zeit die Therme ihren Geist aufgibt oder ist nur mit einem Hohen Verschleiß der Zundelektrode zu rechnen? Soweit ich weiß, ist es immer noch die erste.

Der Verbrauch wird sicher auch höher sein wenn die Brennkammer so oft tacktet als wenn sie konstant läuft, oder?

Du kannst immer nur  die Summen, seit dem letztem Reset  ablesen.

 

>>Wie bekomme ich den Wert heraus? 

wenn keine Thermometer am Vor und Rücklauf sind, bräuchtest du selbst ein Thermometer.

 

>>auf den Verbrauch ausüben wird, wenn ich die anderen Radiatoren mit einschalte

Z.B dürfte die Wärme der Diele KG nach oben steigen und dem EG zu Gute kommen.

GZ:  und HWR:  werden aktuell über die Innenwände und Türen de Nachbarräume beheizt.

Bei einer Brennwerttherme oder Wärmepumpe müssen immer alle Heizflächen im Haus benutzt werden und das mit einer möglichst niedrigen Vorlauftemperatur.

 

Normalerweise ist auch die Empfehlung 24h zu heizen, so wie du es aktuell machst.

Nur in dem Fall mit der 4fach zu großen Therme könnte man mit 1 oder mehreren Heizpausen und einer dann etwas höheren Heizkurve das Takten reduzieren.

 

> Wird er sehr viel höher werden?

mag sein dass der eine  Raum 5% mehr braucht. Das relativiert sich aber durch länger Taktdauer und besseren Wirkungsgrad wieder.

 

Das Gerät startet mit ca 13 KW.

nach ca 1 Minute  beginnt es zu modulieren Min 6,3 kW

Deswegen ist ein hoher Volumenstrom nötig um diese 13 kW abzuführen ohne dass der Sollwert gleich in der 1. Minute überschritten wird.

 

Deswegen: wie ist die Pumpe eingestellt?

Codierung E6 und E7 siehe Handbuch.

 

VG

 

Hi,

das ist ein recht gutes Gerät und ich würde es erst austauschen, wenn es unrettbar defekt ist.

Bei uns läuft seit 2002 ein ähnliches Gerät mit der gleichen Leistungsklasse und der gleichen Problematik.

Gelöst habe ich es letztendlich durch 3 Maßnahmen:

1: Heizkurve und Niveau so niedrig wie möglich, Thermostate im Wohnbereich entfernt (immer voll auf), nur die kühleren Raume haben noch Thermostate. Das hast du bereits gut umgesetzt, dank deines Viess- Manns. 😁

2. Hydraulischer Abgleich: Die Räume nah an der Therme dürfen nur wenig Durchfluss bekommen, die entfernteren dafür mehr. Das entschärft den "Hydraulischen Kurzschluss" durch nahe Räume und sorgt für bessere Überwindung der Startphase und längere Laufzeiten.

3. Da mir die Therme noch ein wenig zu oft getaktet hatte (es wird durch 1. + 2. schon wesentlich besser), habe ich mir eine externe Taktsperre gebaut (kleine SPS oder SmartRelay oder ein vielseitig einstellbares Zeitrelais), die die Therme nach einem Brennerlauf für ca. 1 -2 Stunden sperrt. Ein Eingang dafür ist vorhanden. Danach läuft die Therme jedes Mal sehr lange durch. Durch die FBH merkst du jedoch keine Temp- Schwankungen.

 

Vielleicht hat diese Therme schon eine entsprechende Codiereinstellung, sodass man das externe Gerät nicht braucht!? Viessmann hat das in etwa 2004 eingeführt, da die alten Meister es nicht lassen konnten wie früher üblich die Thermen überzudimensionieren, obwohl die Heizlasten durch bessere Baumaterialien drastisch gesunken waren.

 

Viel Erfolg beim Optimieren!

Fiedel

Dank schinmal für die viel Ratschläge, scheint ja wirklich ein weitverbreitetets Problem zu sein.

Ich hab jetzt die folgenden Maßnahmen vorgenommen.

 

  1. FBH im BAD UG aktiviert, sie ist ca. 2m von der Therme/Verteiler entfernt, die Therme steht direkt im Nebenraum (ca. 2m eben bis zum Verteiler UG)
  2. FBH in der Diele UG aktiviert, ist ca. 0.5m vom Verteiler entfernt
  3. Radiator im Treppenhaus aktiviert, ist ca. 1m vom Verteiler entfernt. Er ist natürlich sehr viel Wärmer ist als die im OG. Reicht hier Stufe 2 oder sollte ich ihn auch voll aufdrehen? Im Treppenhaus brauch ich nicht so viel Wärme, da es durch Türen vom OG und UG getrennt ist.
  4. Die WW Umwälzpumpe lief bis jetzt auf Dauerbetrieb, hab sie jetzt in die Hausautomation gepackt und schalte nur früh 1h und abends 2h

@qwert089 

E6:85

E7:45

 

@Fiedel 

Hab mal im Servicehandbuch unter den Codieradressen (Cod.2) geschaut, es gibt einen Eintrag für adresse 28.

Keine Intervalzündung des Brenners, siehe Anhang.

Mit der externen Sperre kling sehr interessant. Ich hab irgenwo noch eine Siemens LOGO rumliegen, da würde die wenigstens mal zum Einsatz kommen 😄

Gibt es eventuell eirgendwo einen Anleitung bzw. einen Schaltplan, wo die Ein- und Ausgangssignale vsitzen und was für eine Signalart verwendet wird?erwendet werden?

 
Bildschirmfoto 2021-10-28 um 09.31.09.jpg

Hallo,

 

3) ok wenn die Wärme nicht bis ins EG und OG ziehen kann reicht Stufe 2

 

4)in der Zeit würde auch eine Intervallschaltung reichen. Pumpe 3 min an, dann eine halbe Stunde aus und wieder 3 Min an. Kann die Hausautomation das?

Kannst du an die Hausautomation  Temperatur Sensoren anschließen und Vor und Rücklauf tracken?

Alternativ könntest du dir einen optonlink Adapter (80€)  oder ein Vitokonnect (ca. 120) kaufen, dann könntest du eine Weile genau das Verhalten mit dem PC aufzeichnen. Dann könnte man gezielter Tips geben.

 

Die Pumpe könnte man also noch höher stellen.

Das würde ich machen, bis es irgendwo zu Rausche anfängt.

 

Auf dem Bild mit der Pumpe ist ca 10cm darunter ein roter Knopf und ein Rohr das waagrecht läuft.

Das könnte ein Überströmventil sein.

Wenn der Brenner läuft, wird das waagrechte Rohr warm?

 

Was du zum ext Sperren braucht steht in der Service Anleitung. 

 

VG 

 

Hab mal im Servicehandbuch unter den Codieradressen (Cod.2) geschaut, es gibt einen Eintrag für adresse 28.

Keine Intervalzündung des Brenners, siehe Anhang.

 

Nein das ist es leider nicht - ich hab auch mal geguckt: Die Therme scheint das noch nicht zu können.

Aber da du ja technisch versiert bist, schreibe ich demnächst noch was zur ext. Taktsperre. Eine Logo ist dafür ideal.

@qwert089 

Mit der Umwälzpumpe haben wir uns sicher missverstanden, ich meine die Umwälzpumpe fürs Trinkwasser.

An der anderen Pumpe hab ich nix verändert.

Ich hab bei mir Zuhause eine Kombination aus Homematic, Phoscon (Conbee II), Homebridge (Raspi 3+) und HomeKit.

Vermutlichkann ich auch irgendwie zwei Temp-Sensoren mit einbinden wenn ich das passende Modul finde.

Momentan (12:00Uhr) sind die Verrohrungen für Vor- und Rücklauf aber kalt, die Außentemperatur wird mit 16°C angezeigt.

 

Der rote Knopf scheint nur ein Absperrventil zu sein, es ist ein T-Stück was nach unten keine Verrohung hat. Es sieht so aus als ob an der Vorderseite sowas wie eine Stellschraube für eine Durchflussregelung ist.

 

Die Querverrohrung ist auch kalt und bis jetzt hab ich noch keinen neuen Brennerstart mitbekommen da ich zuhause Online Schulung hab. Für was ist diese Direktverbindung zwischen Vor- und Rücklauf ?

 

@Fiedel

 

Aber da du ja technisch versiert bist, schreibe ich demnächst noch was zur ext. Taktsperre. Eine Logo ist dafür ideal.

 

Danke für die Blumen, ich geb mein Bestes 😉 allerdings hab ich mich bisher vor dem Thema Heizungsregelung immer gesträubt, aus Angst was zu vertellen oder die Therme zu zerschießen.

Ich beobachte jetzt erst einmal ein paar Tage was mit den neuen Einstellungen passiert und dann kram ich mal die LOGO raus.

 

 

 

01_WWP.jpg
02_Ventil.jpg

Für was ist diese Direktverbindung zwischen Vor- und Rücklauf ?

Das ist eine Kombination aus Bypass zwischen VL und RL (Rohr + kleine Stellschraube), damit noch etwas Wasser umgewälzt wird, falls mal alle Heizventile komplett geschlossen sind und Sicherheitsventil (rote Kappe).

 

Danke für die Blumen, ich geb mein Bestes allerdings hab ich mich bisher vor dem Thema Heizungsregelung immer gesträubt, aus Angst was zu vertellen oder die Therme zu zerschießen.

 

Das ging mir genau so. Also wie @qwert089 schon sagt, findest du im SM alles dazu über die Suche (PDF).

An den Eingang der Therme kommt ein potentialfreier Kontakt - also direkt ein SPS- Relaisausgang.

Die SPS muss wissen wann der Brenner läuft (zum neu starten der Sperre) und wann WW erzeugt werden soll (zur Freigabe der Therme für WW- Bereitung). Ersteres machst du über ein Koppelrelais an dem Anschluss für das externe Flüssiggas- Ventil, oder per Reedkontakt, den du an der Spule des Magnetventils am Gaskombiregler befestigst. Dann brauchst du das Koppelrel. nicht. Für die WW- Bereitung könntest du den Ausgang für die Trinkwasser- Zirk. Pumpe nehmen, den du ja nicht brauchst. Zeiten dann entspr. anpassen und über Koppelrel. auf einen SPS- Eingang schicken. Oder du platziert wieder einen Reedkontakt an der Spule oder dem Schieber (Magnet dort ankleben) des Umschaltventils. Je nach Bauart desselben.

Im Programm definierst du bei Anlauf eine Totzeit von ca. 5 Min. in der die Sperre von Anfang an "ein" ist. In dieser Zeit kann die Therme "hochfahren". Ich schalte die SPS simultan mit der Therme ein und aus.

Außerdem hängt bei mir noch die Mischerpumpe über ein Relais an der SPS.

Nach der Totzeit schaltet die Sperre aus und die Therme läuft an. Jetzt muss der Eingang "Brenner ein" kommen. Wenn dieser wieder aus geht, sperre ich die Therme für die Sperrzeit und lasse die Mischerpumpe noch ca. 5 Min. nachlaufen um die Therme leerzufahren.

Wenn die Therme WW bereiten will (WW Vorrang muß ein sein -> Codierung!) schaltet das Umschaltventil um, aber der Brenner ist ggf. gerade gesperrt (falls du nicht die Variante mit dem Ausgang für die Zirk.- Pumpe verwendest). Wenn der Eingang "Umschaltventil = WW" kommt, schaltest du die Sperre weg. Wenn der Eingang "Umschaltventil = WW" aus geht, solltest du erst wieder sperren, wenn der Brenner 1 Mal zum Heizen gelaufen ist. Dann ist der Ablauf stimmiger. Bei Fragen noch mal Fragen! 😉

 

Gruß

Fiedel 

Ja ich meine schon die blaue Pumpe. Die hängt an der Hausautomation und läuft "früh 1h und abends 2h"

Die muss aber nicht die 1h bzw 2h die ganze Zeit laufen, da reichen auch 2-3 Minuten, dann kann man wieder 20-30 warten bis zum nächsten Lauf.

 

Mit einem Raspberry könntest du dir so etwas bauen.

http://blog.bubux.de/viessmann-heizung-auslesen/

https://github.com/openv/openv/wiki

über diese Schnittstelle könntest du die Therme auch für ein paar Minuten sperren.

 

oder mit dem PC auslesen

https://github.com/openv/openv/wiki/Viess-Data-2.0

 

 

Diese Querrohr und das rote Ding ist ein Überströmventil

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberstr%C3%B6mventil

Wenn es falsch eingestellt ist führ es auch zu heftigem Takten.

 

>>Außentemperatur wird mit 16°C angezeigt

Warte  mit den weiteren Tests, ab Mitte nächster Woche wird es kälter

 

VG 

Die muss aber nicht die 1h bzw 2h die ganze Zeit laufen, da reichen auch 2-3 Minuten

Sollte funktionieren, werd mich daheute mal mit darum kümmern.

 

Danke für die Links 🙂 werd die mal in ruhe durchlesen, echt interessant.

Hab auch schon ein passendes Homematic Modul bei ELV für die Differenzdruckmessung gefunden, werd es mal bestellen und einbinden.

 

https://de.elv.com/elv-homematic-komplettbausatz-differenz-temperatur-sensor-hm-wds30-ot2-sm-fuer-sm... 

 

Die nächsten Wochen werd ich mal die Werte beobachten und dann schau ich mal wie nach der externen Tacksperre.

Hallo,

 

wenn die Möglichkeit bei Homematic besteht die 2 Temperaturen getrennt als richtige Werte aufzuzeichnen und grafisch darzustellen, wäre das besser als nur die Differenz.

 

VG 

Das sollte gehen, hab gestern mal im FHEM und HomeBridge forum dazu gelesen.

Es wird wohl standardmäßig eine Temperaturwert und der Differenzwert ausgegeben.

Der Rest lässt sich ja dann errechnen

 

...wenn die Möglichkeit bei Homematic besteht die 2 Temperaturen getrennt als richtige Werte aufzuzeichnen und grafisch darzustellen, wäre das besser als nur die Differenz.

 

In der Beschreibung steht: Bei Einsatz einer CCU sind auch die Einzeltemperaturen der beiden Sensoren auswertbar. Das sollte also gehen.

 

Um flexibel verschiedenste Werte mitzuloggen und als Kurven darzustellen empfehle ich (besonders im Zusammenhang mit HomeMatic) FHEM. Das hat auch ein Modul für Viessmann über Optolink und könnte, da dann alle Daten live vorliegen, auch die Taktsperre übernehmen. Dann aber nur per HM- Aktor, der "on-for-timer" kann. Bedeutet, dass der Aktor beim Einschalten gleich die Zeit zum wieder Ausschalten mitgesendet bekommt. So läuft die Heizung auch weiter, falls der Raspi mal hängt. Zum flexiblen Steuern der Zirk.- Pumpe ist es ebenfalls perfekt geeignet.

 

Hi,

ich lag die letzten Tage leider flach, meine Tochter hat die Seuche aus der kita angeschleppt, darum bin ich leider erst jetzt dazu gekommen zu antworten.

 

Die Tage werd ich mal die ersten Ergebnisse posten, ist eventuell noch zu früh da der Zeitraum für die Datenerfassung relativ kurz ist.

Es hat sich auf jeden Fall schon herausgestellt das die Brennerstarts in der letzten Woche bei ca. 210/Tag lagen und das bei 1-2h Brennerzeit/Tag.

 

Die Temperatur von der Bypass Leitung beim Brennerstart konnte ich erstmal nur schätzen, bin aber gerade dabei mir ein IR Laserthermometer zu organisieren, da kann ich dann genauer sagen wie hoch sie ist.

Ich weiß die Aussage ist nur qualitativ, aber wenn der Brenner zündet ist sie gefühlt fast gleich wie die Temperatur vom Rohr ganz links wo es abzweigt.

 

Zusätzlich habe ich mir bei ebay für 40€ ein USB-Optolink 7856059 Kabel bestellt, sollte am Freitag da sein.

Werde dann versuche alles mit einem Raspberry zero 2w ans laufen zu bekommen und dort eine separaten FHEM Server aufsetzen.

Auf meinem Raspie 3+ möchte ich es ungern als zusätzlichen Prozess laufen lassen, der hat schon genug mit Phoscon und der Homebrige zu tun und liegt jetzt schon bei einer RAM Auslastung von 70-80%

Momentan erfolgt meine komplette HA fast ausschließlich über Homebridge, HomeKit (EVE und Home+) da meine Automationen nicht sehr komplex sind.

Für den Anfang muss erstmal ein einen alten Windows Rechner ausreichen.

Es wird trotzdem eine vergebliche Liebesmühe sein. Das Gerät ist für deine Zwecke hoffnungslos überdimensioniert.  Auch mit anderen Einstellungen kannst die Wärme nicht schnell genug wegschaffen. Genau das müsste aber geschehen.

Hey Franky,

das habe ich bei unserer Heizung auch erst gedacht und im Netz viele gleichlautende Meinungen gelesen.

Zum Glück ist es aber nicht so. Durch die externe Taktsperre gibt das Wasser so viel Wärme an den Estrich oder die Raumluft ab, dass es bei erneutem Brennerstart sehr kühl zurück kommt. Das überbrückt die Startüberhöhung und lässt den Brenner danach lange laufen - wenn die Voraussetzungen gegeben sind: Der Hyd. Abgleich muss in etwa passen , der Mischer muss falls vorh. auf sein und das dusselige Bypassventil unter der Therme darf nichts  durchlassen. Dazu müssen die Pumpen mit wenig Drehzahl laufen.

Wenn ich unser Kondenswasser selbst im Eimer wegtragen müsste, dürfte ich im Winter nicht arbeiten... 😉

Das alles braucht ein wenig Experimentierfreude und tech. Verständnis beim Hausherrn, aber die Alternative wäre eine noch laufende und zudem robuste Therme gegen ein modernes "Windei" zu tauschen.

 

Gruß

Fiedel

@Franky 

Also Experimentierfreude und ein einigermaßen gutes technisches Verständniss sollte vorhanden sein 😉

Hatte mich nur bis jetzt noch nicht an das Thema Heizungsregelung herangetraut.Wäre es möglich das Du mich bei diesem Akt ein wenig unterstützen kannst? Werde natürlich erst einmal versuche mir so viel wie möglich selbst anzueignen nur was die Themen

  • Mischer
  • Hydraulischer Abgleich
  • richtige Pumpendrehzahl und ByPass 

angeht, da habe ich leider bis jetzt noch absolut keine Ahnung.

Ich kann sicher irgendwo in den Konfigurationsbits sehen ob ein Mischer verbaut ist oder? Werde es heute Nachmittag mal prüfen.

Kann ich den hydraulischen Abgleich selbst prüfen und durchführen oder benötige ich hierzu einen Heizungsbauer?

Hat die Pumpensteuerung was mit den Bits E6:85 und E7:45 zu tun?

 

Grüße

Jetzt bin ich zwar nicht @Franky, aber wir können das ja Step by Step in Angriff nehmen. Anhand deiner Bilder scheinst du übrigens keinen Mischer zu haben.

Zuerst wäre der Abgleich und die Heizkurve dran. Dazu muss es außen allerdings etwa -5 °C oder kälter sein.

In den Räumen in denen es am wärmsten sein soll (WZ) werden die RTs voll geöffnet oder die Köpfe im Verteiler abgeschraubt. Dann wird gemessen wie warm es wird. Nun verringerst du die Heizkurve und passt ggf. das Niveau an, bis die gewünschte Temp. gerade noch erreicht wird.

Für den umfassenden Abgleich müssen dann alle Thermostatköpfe ab. Danach prüfst du, ob es in Räumen die nah an der Therme liegen noch zu warm oder ausreichend warm wird. Jetzt werden an den Regulierschrauben der Verteilerventile nahe Räume gedrosselt, sodass sie gerade die gew. Temp erreichen und entfernte Räume werden weiter aufgedreht, sodass auch sie noch ausreichend warm werden. Ständig kühle Räume können gleich entspr. etwas mehr gedrosselt werden. Idealerweise braucht man anschließend nur noch bei diesen Räumen überhaupt Thermostate. Der wärmere Wohnbereich kann direkt mit optimalem Volumenstrom aus der Therme beheizt werden, die nun genau die benötigte Wärmemenge liefert.

Wenn das soweit fertig ist, kann die Pumpenleistung reduziert werden, bis das Takten wieder zuimmt - dann wieder etwas höher nehmen. Das Stellschräubchen am Bypass habe ich ganz rausgedreht. Das ist dann der größtmögliche Widerstand. Du kannst das auch testen, indem du bei laufender Therme diese Schraube verstellst und dabei das Rohr anfasst: Beim reindrehen sollte es irgendwann warm werden. Schreibe dir zur Sicherheit die Umdrehungen beim Verstellen auf.

Zuletzt kann als I- Tüpfelchen die Taktsperre zum Einsatz kommen...

 

Bei Detailfragen versuche ich bestmöglich zu unterstützen.

 

Gruß

Fiedel

@Friedl das klingt nach einem sehr guten Plan, freu mich schon drauf mich mal näher mit der Materie beschäftigen zu können.

Wird sicherlich noch 1-2 Wochen dauern bis wir dauerhaft unter Null sind.

So hat es mir damals auch der alte Viessmann Meister für das Einstellen der Heizkurve erklärt.

Hab seit ca. 5 Jahren immer aller RTs voll auf und die Temperatur liegt fast immer zwischen 21,5 - 22°C.

Will auch schauen das ich mich in der nächsten Woche mit der Datenerfassung durch Optolink etwas näher befasse, je nachdem wie es zeitlich passt.

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